Trockenes Äthiopien - Wiege der Menschheit

Mutter mit ihren zwei Kindern in Äthiopien. © WernetSeit den 70er Jahren treten in Äthiopien immer öfter Dürreperioden auf. Die Auswirkungen auf Menschen und Tiere sind fatal: Die Nahrungsmittel werden knapp und die Bevölkerung leidet häufig unter Hungersnöten und Unterernährung. Zudem ist gerade auf dem Land die Infrastruktur extrem schwach ausgebildet. Es mangelt an sauberem Wasser und Strom. Selbst elementare Gesundheitsdienste fehlen in vielen Gegenden. Die Überbevölkerung in weiten Teilen des Hochlandes treibt Bodenerosion und Überweidung voran.

Schnell wachsende
Bevölkerung. © WernetViele Probleme
Das Bevölkerungswachstum beträgt in Äthiopien derzeit durchschnittlich 1,9 Prozent. Die Rate der HIV/AIDS-Infizierten ist mit 4,4 Prozent sehr hoch. Traditionelle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung, Vergewaltigung von Mädchen zum Zweck der Verheiratung, Vererbung von Ehefrauen, Polygamie, Zwangs- und Tauschehen sind weit verbreitet.
Die politische Lage ist derzeit relativ stabil. Zwar gibt es immer wieder aufflammende regionale Unruhen sowie weiter bestehende Spannungen mit Eritrea, doch der Demokratisierungsprozess schreitet langsam aber stetig voran.
Weitere Informationen
Beispiel für ein Projekt der Welthungerhilfe in Äthiopien
Millenniumsdorf Sodo in Äthiopien

