Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Afghanistan erschossen

Straßenszene in Kabul,
Afghanistan. © Gutschker
Die Welthungerhilfe trauert um ihren Mitarbeiter Dieter Rübling, der am 8. März im Norden Afghanistans erschossen wurde. Der 65-jährige Bauingenieur aus Weikersheim in Baden-Württemberg war gemeinsam mit lokalen Mitarbeitern mit zwei Fahrzeugen in der Region Sar-i-Pul unterwegs, als sie gegen 12:30 Uhr deutscher Zeit von zwei maskierten und bewaffneten Männern angehalten wurden.
Unsere einheimischen Mitarbeiter wurden als Ungläubige beschimpft und mit Waffen bedroht. Danach mussten sie den Tatort verlassen. Auf ihrem Weg ins nächste Dorf, wo sie die Polizei verständigten, hörten sie bereits die tödlichen Schüsse auf unseren erfahrenen Mitarbeiter. Bei ihrer Rückkehr konnten sie Rübling nur noch tot auffinden.
Die Welthungerhilfe vermutet, dass hinter dem Überfall ein ideologisches Motiv steckt. Genauere Hintergründe sind bis zur Stunde nicht bekannt. Momentan sind etliche Einsatzkräfte vor Ort, um den Mord aufzuklären.
Die Region im Norden von Afghanistan galt bisher als relativ sicher. Die Welthungerhilfe-Mitarbeiter haben bei der Fahrt in das Projektgebiet alle für das Land üblichen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten. Dazu gehört das Fahren im Konvoi, die Benutzung unterschiedlicher Fahrpläne sowie das Einhalten verschiedenster Sicherheitschecks.
Die Welthungerhilfe trauert um ihren zuverlässigen und engagierten Mitarbeiter und drückt den Angehörigen von Herrn Rübling ihre tiefste Anteilnahme aus.
Unterlagen zu unserer Pressekonferenz (9.3.07)
Das Nationale Solidaritätsprogramm (NSP) in der Provinz Sar-i-Pul
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Engagement der Welthungerhilfe in Afghanistan
Die Welthungerhilfe ist seit 1980 in Afghanistan aktiv. Zu den Schwerpunkten zählen seit 2003 der Wiederaufbau der ländlichen und kommunalen Infrastruktur, die Ernährungssicherung, die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie der Umwelt- und Erosionsschutz.
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