Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Afghanistan überfallen und erschossen

Nahrungsmittelverteilung im Norden Afghanistans.
© Gutschke
(9.3.07) Ein deutscher Mitarbeiter der Welthungerhilfe ist gestern im Norden Afghanistans überfallen und erschossen worden.
Der Mitarbeiter war gemeinsam mit lokalen Mitarbeitern in zwei Fahrzeugen in der Region Sar-i-Pul unterwegs. Um 12:30 Uhr deutscher Zeit wurden die beiden Fahrzeuge auf der Straße von zwei bewaffneten Männern angehalten. Die lokalen Mitarbeiter wurden beschimpft, dass sie für ausländische Organisationen arbeiten würden. Danach wurden sie weggeschickt.
Danach fielen nach Angaben der lokalen Mitarbeiter Schüsse. Als die Mitarbeiter zurück zum Fahrzeug kamen, lag der deutsche Mitarbeiter am Boden.

Bau einer Schule.
© GutschkerSowohl die Ärzte von ISAF als auch die einheimischen Sicherheitskräfte sind auf dem Weg, um die genauen Umstände festzustellen.
Der Mitarbeiter war für einen Kurzzeiteinsatz in Afghanistan unterwegs, um Baustellen gemeinsam mit einheimischen Ingenieuren zu besichtigen. Im Rahmen des Nationalen Solidaritätsprogramm (NSP) baut die Welthungerhilfe im Norden Afghanistan Schulen, Brücken und Krankenhäuser wieder auf.
Die Deutsche Welthungerhilfe hat seit dem Fall der Taliban Ende 2001 für Projekte auf den Gebieten Wasser, Infrastruktur und ländliche Entwicklung rund 52 Millionen Euro ausgegeben. Schwerpunkte der Arbeit liegen im Norden und Osten. Die Organisation ist unter anderem beteiligt am Nationalen Solidaritätsprogramm, der Reintegration von ehemaligen Kämpfern und der Schaffung von alternativen Einkommensmöglichkeiten für Opiumbauern.
Unterlagen zu unserer Pressekonferenz (9.3.07)
Das Nationale Solidaritätsprogramm (NSP) in der Provinz Sar-i-Pul
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Engagement der Welthungerhilfe in Afghanistan
Die Welthungerhilfe ist seit 1980 in Afghanistan aktiv. Zu den Schwerpunkten zählen seit 2003 der Wiederaufbau der ländlichen und kommunalen Infrastruktur, die Ernährungssicherung, die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie der Umwelt- und Erosionsschutz.
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