
Die Menschen in Afghanistan entscheiden erstmals
seit 35 Jahren über die Zusammensetzung ihres
Parlaments. © DWHH
Afghanistan: Hoffen auf Stabilisierung
Die Welthungerhilfe hofft auf weitere Stabilisierung durch die Parlaments- und Provinzwahlen in Afghanistan. "Im Ausland werden vor allem die leider noch immer vorkommenden Anschläge wahrgenommen", sagt Theo Riedke, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Kabul. "Doch angesichts eines jahrzehntelang von blutigen Kriegen zerstörten Landes ist es erstaunlich, was schon erreicht wurde."

Vernachlässigte
Bevölkerungsgruppe
© DWHHLaut Riedke wurden zahlreiche Schulen gebaut, Brücken errichtet, Straßen befestigt und Brunnen gebohrt. "Vor allem die ländliche Bevölkerung, die bisher von der Regierung in der Hauptstadt vernachlässigt wurde, merkt, dass es vorangeht", sagt Riedke. "Blühende Landschaften kann jedoch niemand von heute auf morgen erwarten."

Nur wenige haben die
Chance auf Schulbildung.
© DWHHAfghanistan ist nach fünf afrikanischen Staaten das sechstärmste Land der Welt. Nur 17 Prozent der Gesamtfläche ist überhaupt landwirtschaftlich nutzbar, sieben Prozent nur durch Bewässerung. Nur 28,7 Prozent der Afghanen über 15 Jahre können lesen und schreiben. Fast 80 Prozent der 6.900 Schulen des Landes wurden durch den Krieg zerstört.
Im Norden und Osten Afghanistans führt die Welthungerhilfe im Jahr 2005 Projekte im Umfang von sechs Millionen Euro mit 15 Auslandsmitarbeitern und 500 einheimischen Mitarbeitern durch. Zum Programm gehören zahlreiche Wasserprojekte sowie ein Projekt zur Gewinnung von Rosenöl.

Männer bauen einen von
der DWHH finanzierten
Brunnen. © DWHHDie Organisation unterstützt die Bildung von Gemeinderäten und hilft beim Bau der am dringendsten benötigten Infrastruktur wie Brunnen. Außerdem berät sie im Rahmen des DDR-Programms (Disarmament, Demobilisation and Re-integration) ehemalige Kämpfer, die sich eine neue Existenz in der Landwirtschaft aufbauen wollen.
Die Welthungerhilfe vermittelt auf Anfrage Interviews mit dem Welthungerhilfe-Regionalkoordinator Theo Riedke sowie dem deutsch sprechenden Landesrepräsentanten Dr. Mirzazada in Kabul.
Spenden Sie für Nothilfe und Wiederaufbau
Weitere Informationen
Ein Hilfsprojekt der Welthungerhilfe in Afghanistan: Produktion von Rosenöl als legale Alternative zum illegalen Mohnanbau
Millenniumsdorf Quarabator (April 2007) Wegen der schlechten Sicherheitslage musste das Projekt vorübergehend eingestellt werden.

Engagement der Welthungerhilfe in Afghanistan
Die Welthungerhilfe ist seit 1980 in Afghanistan aktiv. Zu den Schwerpunkten zählen seit 2003 der Wiederaufbau der ländlichen und kommunalen Infrastruktur, die Ernährungssicherung, die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie der Umwelt- und Erosionsschutz.
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