Agenda 21

Gesundheitserziehung für alle in Äthiopien. © Stedtler
Gesundheit ist ein zentrales Thema der Agenda:
Bildplakate in Äthiopien. © Stedtler
Die Agenda 21 ist das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, das mehr als 170 Staaten auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 beschlossen haben. Ihr Leitbild ist eine globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung: Die Wirtschaft der Industrieländer soll umweltverträglicher gemacht, in Entwicklungs- und Schwellenländern die Armut überwunden und globale Umweltgüter wie die Atmosphäre, die Weltmeere und die biologische Vielfalt sollen gemeinsam geschützt werden.

 

 

Schulunterricht für Erwachsene in Mali. © Riehle
Schulunterricht für
Erwachsene in Mali. © Riehle
Maßnahmen der Agenda 21 im Süden und im Norden

Zum umfangreichen Maßnahmenkatalog der Agenda 21 gehören Bevölkerungspolitik, Bildungs- und Gesundheitsförderung, vorwiegend im Süden, sowie Energieeffizienz, die Veränderung der Konsummuster und Reformen der Agrar- und Handelspolitik im Norden. Zahlreiche Organisationen und Gruppen sollen in die Umsetzung eingebunden werden, darunter Frauen, Jugendliche, indigene Völker, die Privatwirtschaft, Universitäten, Gewerkschaften und Kommunen.

 

 

Nachhaltigkeit in Deutschland: Naturschutzgebiet Stoteler Moor. © Schwarting
Nachhaltigkeit in Deutsch-
land:Naturschutzgebiet
Stoteler Moor. © Schwartin
Nationale Nachhaltigkeitsstrategie und lokale Agenda in Deutschland

Die Agenda 21 ist eine völkerrechtlich nicht bindende Absichtserklärung. Um sie umzusetzen, hat in Deutschland die Bundesregierung 2002 eine "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" vorgelegt. Raum für gesellschaftliche Initiativen und Bündnisse bieten vor allem lokale Agenda 21-Prozesse: Über ein Fünftel aller deutschen Kommunen haben eine lokale Agenda 21 erarbeitet oder beschlossen, dies zu tun.

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