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Alliance 2015 - ein starkes europäisches Netzwerk

ALLIANCE2015

Die Millenniumsziele erreichbar machen

Die Alliance2015 ist ein Netzwerk aus sieben europäischen Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsam führen sie Projekte im Ausland und Aktionen in Europa durch. Ziel ist es, die Millenniumsziele erreichbar zu machen.

Die Präsidentschaft rotiert zwischen den Mitgliedern der Alliance2015. Aktuell hat sie Dominic MacSorley inne, Geschäftsführer von Concern worldwide in Irland. Der europäische Verbund wurde im Jahr 2000 gegründet, um Ressourcen in der praktischen Projektarbeit zu bündeln, die Wirkung zu erhöhen und gemeinsam die europäische Entwicklungspolitik kritisch zu begleiten.

"Unser Wort hat in Brüssel Gewicht"

Interview mit Dr. Jamann, ehemaliger Vorsitzender der Alliance2015

Während seiner Amtszeit als Generalsekretär der Welthungerhilfe hatte Dr. Wolfgang Jamann von Januar 2014 bis zu seinem Weggang im März 2015 die Präsidentschaft der Alliance2015, eines Netzwerks von sieben europäischen Nichtregierungsorganisationen, übernommen. Während seiner Zeit als Vorsitzender setzte er den Schwerpunkt seiner Arbeit auf den Ausbau der gemeinsamen Lobbyarbeit. Erfahren Sie mehr im aktuellen Interview!

Dr. Jamann, ehemaliger Vorsitzender der Alliance2015. © Frommann/Welthungerhilfe


Wie sieht die Alliance2015 in drei Jahren aus, wenn Sie Ihre Visionen umsetzen können?

Dann haben wir ein Netzwerk, das atmosphärisch und inhaltlich noch besser kooperiert. Die Alliance2015 hat lange nach dem Motto gelebt: „Diversity is our strength. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke.“ Doch das führt zu viel Unverbindlichkeit. Stattdessen sollten wir unsere gemeinsamen Ziele entdecken und geschlossen dafür eintreten – orientiert an Best Practices. Die Chancen dafür stehen gut: Mit der Schweizer Organisation Helvetas haben wir gerade ein achtes Mitglied aufgenommen, das großes Interesse an einer verbindlichen Zusammenarbeit hat. Dafür brauchen wir aber bestimmte Regeln. 

Warum?

Gerade in hektischen Nothilfesituationen müssen wir nach bestimmten Standards handeln. Wenn sich eine Organisation in einer solchen Situation entscheidet, nicht mit den anderen zusammenzuarbeiten, muss sie das neuerdings erklären – die Kooperation soll der Normalfall werden.

Was kann die Welthungerhilfe von den Alliance2015-Partnern lernen?

Mich beeindruckt ihre große Einsatzbereitschaft, mit der sie auch schwierige Situationen meistern. Jeder der acht Partner bringt etwas Einzigartiges mit: Unser tschechischer Partner PIN ist in mehreren Konfliktländern ganz groß unterwegs. So haben sie uns sehr geholfen in Syrien Fuß zu fassen. Concern (Irland) setzt sich sehr genau mit der Wirksamkeit ihrer Arbeit auseinander. Und Helvetas macht eine sehr fundierte Politik- und Programmarbeit und ist sehr offen Neuem gegenüber – von ihrer Innovationsfreude können wir als Welthungerhilfe auch noch lernen. Wie Sie sehen, habe ich hier einen Helvetas-Kalender an der Wand hängen (lacht).

In welchen Bereichen kann die Welthungerhilfe Vorbild sein?

Als „gute Deutsche“ werden wir immer für unsere Systematik und Gründlichkeit gelobt; was wir inhaltlich leisten, ist in der Alliance oft Referenz. Gleichzeitig haben wir die europäischen Kollegen mit unserem Visionsprozess neugierig gemacht; dabei entwerfen wir Szenarien für die Welt im Jahr 2025, um zu entscheiden, wie sich die Welthungerhilfe in Zukunft ausrichten muss.

In den Niederlanden wurde das Entwicklungsbudget um 30 Prozent gekürzt, in Irland setzt ein Pensionsskandal der Spendenbereitschaft zu und im Süden tut die Finanzkrise ihr Übriges. Wir geht die Alliance damit um? 

Gerade jetzt wird es für uns wichtig zusammenzuhalten, ohne uns in die Quere zu kommen. Das Umfeld wird für uns immer schwieriger: Privatspenden und öffentliche Mittel stagnieren – so müssen wir uns an immer enger werdenden Märkten behaupten. Genau dafür ist die Alliance2015 im Jahr 2000 gegründet worden: Wir wollen bei internationalen Gebern und Gremien gemeinsam auftreten und in den Projekten Best Practices und Ressourcen teilen – so können wir unsere Effizienz und Effektivität steigern.

Wo funktioniert das am besten?

Ausgerechnet in besonders schwierigen Umfeldern, etwa in Nordkorea, Syrien, Somalia und Pakistan. In Nothilfesituationen wird die Zusammenarbeit zwar durch die hohe Geschwindigkeit und die Komplexität erschwert, aber wir nutzen Synergieeffekte. Gerade wenn wir die Projektarbeit in einem Land beginnen oder uns zurückziehen, nutzen wir vorhandene Strukturen unserer Partner. So hatte PIN schon Partner in Syrien, als im Frühjahr 2011 der Krieg begann, und Cesvi war in Somalia, als dort im Sommer 2011 die Hungersnot ausbrach – die Welthungerhilfe konnte die deutschen Spendengelder also gleich richtig einsetzen.

Entsteht da keine Konkurrenz?

Im Gegenteil: Bei internationalen Gebern hat ein gemeinsamer Projektantrag der Alliance2015 eine weitaus größere Chance als ein Einzelantrag der Welthungerhilfe. Wenn wir mit einem einzigen Antrag eine massive Wirkung garantieren können, spart das den Institutionen Arbeit. So haben wir nach der Flut in Pakistan 33,4 Millionen Euro beim Europäischen Amt für humanitäre Hilfe (ECHO) eingeworben; von unseren fünf gemeinsamen Projekten haben zwei Millionen Pakistanis profitiert.

Wo legen Sie als Alliance-Vorsitzender Ihren Schwerpunkt?

Ich sehe noch viel Potential beim gemeinsamen Lobbying auf EU-Ebene – daran hat sogar Brüssel ein Interesse: Die Europäische Union hat der Alliance2015 gerade die Entwicklung einer EU-Advocacy-Strategie finanziert. Sprich: Sie bezahlen dafür, in Zukunft von uns Orientierung zu erhalten. Noch hat die Alliance kein Büro in Brüssel, aber das kann sich ändern. Wichtige Besuche – etwa bei Entwicklungskommissar Andris Piebalgs oder ECHO-Direktor Claus Sørensen – machen wir immer im Verbund. Das sichert unseren Anliegen größere Aufmerksamkeit. Mit über 600 Millionen Euro Spenden und fast fünf Millionen Spendern – fünf Millionen Wählern aus Sicht der EU – hat unser Wort in Brüssel Gewicht.

Wofür streiten Sie denn in Brüssel?

Für die Verbesserung der weltweiten Ernährungslage. Dazu gehört auch, die Kommission oder das Parlament auf problematische Politiken anzusprechen – etwa die Beimischquote für Agrarkraftstoffe. In den Ländern, in denen die EU politischen Einfluss hat, weisen wir außerdem auf humanitäre Missstände hin. So haben wir erst kürzlich humanitäre Korridore in Syrien und im Südsudan gefordert. Doch auch gemeinsame Bildungsinitiativen beeinflussen das politische Klima, etwa „Food Right Now“, mit der sich die Alliance an junge Menschen in ganz Europa wendet.

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Interview

Das vollständige Interview finden Sie in der Zeitung Welternährung 1/2014 (Seite 2).

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