Angola: Armes Volk, reiches Land
Erst durch Frieden profitieren die Menschen von den Schätzen des Landes

Die Menschen in Angola mussten etliche Jahre
Bürgerkrieg über sich ergehen lassen. © LyonsDie Republik Angola liegt im Südwesten Afrikas. Das Land grenzt an die Demokratische Republik Kongo im Norden, an Sambia im Osten und Namibia im Süden. Angola ist drei Mal so groß wie Deutschland, hat aber nur ca. 16 Millionen Einwohner. In der Hauptstadt Luanda leben etwa drei Millionen Menschen.
Gezeichnet durch 27 Jahre Bürgerkrieg
1975 erlangte Angola die Unabhängigkeit. Danach herrschte 27 Jahre lang Bürgerkrieg zwischen der Regierung Angolas und der Befreiungsbewegung UNITA. Über eine Million Menschen wurden dabei ermordet, fünf Millionen Menschen wurden vertrieben. Beide Seiten setzten Vergewaltigungen, Plünderungen und andere Gewalttaten als Mittel zur Einschüchterung oder Bestrafung der zivilen Bevölkerung ein. Der Krieg endete mit einem Friedensabkommen im April 2002.

Slumviertel in Luanda. ©
LyonsKatastrophale Ernährungssituation
Das Bevölkerungswachstum in Angola liegt derzeit bei durchschnittlich 3,2 Prozent. Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der angolanischen Bevölkerung ist größtenteils katastrophal. Lediglich zwei Drittel der städtischen Bevölkerung und sogar nur 40 Prozent der ländlichen Bewohner haben Zugang zu sauberem Wasser. Die sanitären Verhältnisse sind insbesondere auf dem Lande schwierig.
Auch der Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung ist nur etwa einem Drittel der Bevölkerung möglich. Jährlich sterben Tausende Menschen an Durchfallerkrankungen oder Atemwegsentzündungen. Malaria, Hinrhautentzündung, Tuberkulose und Erkrankungen durch Wurmbefall sind weit verbreitet. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die zweithöchste der Welt: Alle drei Minuten stirbt ein Kind in Angola. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola bei etwa 40 Jahren.
Bodenschätze sorgen für etwas Wachstum
Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 19,493 Milliarden US-Dollar (2004) ist Angola die achtgrößte afrikanische Volkswirtschaft. Angolas Wirtschaft leidet jedoch immer noch unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs. Mehr als die Hälfte der Bürger ist arbeitslos, fast drei Viertel leben unterhalb der Armutsgrenze. Im Human Development Index der UN nimmt Angola einen Platz unter den letzten zehn ein. Dank seiner Bodenschätze - vorrangig der Ölvorkommen - gelang dem Land während der letzten Jahre ein großer wirtschaftlicher Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum Angolas ist momentan das größte in Afrika.

Maniokverarbeitung in
Angola. © Wieneke
Die Bodenschätze Erdöl, Diamanten und Mineralien, die in Minen im Nordosten des Landes gefördert werden, machen das Land zu einem der reichsten Länder Afrikas. Der Großteil der angolanischen Wirtschaft lebt vom Öl und seinen Produkten. Seit 2005 ist das Land nach Nigeria der zweitgrößte Erdölexporteur Afrikas. 1975 wurden zusätzlich Uranvorkommen an der Grenze zu Namibia entdeckt.

Afghanistan - Quarabator
Angola - Mangue
Äthiopien - Sodo
Benin - Manigri
Bolivien - Cañadón Peñas
Burkina Faso - Kongoussi
Ecuador - San Andrés
Indien - Ghandhiji Songha
Kambodscha - Kanat Toch
Madagaskar - Anosikely
Mosambik - Mabote
Nicaragua - Auhya Pihni
Ruanda - Base-Kiryango
Tadschikistan - Veshab

