Drei Jahrzehnte lang wütete der Bürgerkrieg in Angola. Über vier Millionen Menschen waren auf der Flucht. Sie haben Angehörige verloren und unvorstellbares Leid erfahren. Besonders Kinder leiden unter den traumatischen Erlebnissen, unter Hunger und Not. Gemeinsam mit ihren Eltern kehren sie nun, fünf Jahre nach Kriegsende, in ihre zerstörten Heimatdörfer zurück.

Angolischer Junge. © Welthungerhilfe
Angolischer Junge

Mangue im Südwesten Angolas ist so ein Dorf. Rund 90 Prozent der Dorfbewohner leben hier in absoluter Armut. Doch zum Glück sind die Felder rund um Mangue von Minen verschont geblieben, so dass Landwirtschaft – die einzige Erwerbsmöglichkeit der Familien – wieder möglich ist. Mangues Bauern kämpfen um ihre Zukunft. Und die Welthungerhilfe unterstützt sie dabei: Wir statten die Rückkehrer mit Werkzeug und hochwertigem Saatgut aus, verbessern die Lagerhaltung und schützen die Böden vor Erosion. Zugtiere sollen zudem die Arbeit erleichtern und die Ernteerträge steigern. Eine neue Getreidemühle sorgt schließlich für die Entlastung der Frauen. Die Dorfgemeinschaft ist in alle Entscheidungen und ihre Umsetzung aktiv eingebunden – damit die aus eigener Kraft bewirkten Veränderungen langfristig Früchte tragen.

Es sind vor allem die Kinder, die von der verbesserten Ernährungssituation profitieren. Neu angebautes, vitaminreiches Gemüse und Ananas beugen Mangelerscheinungen vor. Sauberes Trinkwasser aus dem neuen Brunnen verhindert die Verbreitung von Durchfallerkrankungen. Nur so kann die erschreckend hohe Kindersterblichkeit reduziert werden.

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