WeltGewänder – Mode mit Stoffen von drei Kontinenten
Museum Tuch + Technik in Neumünster zeigt Ausstellung der Welthungerhilfe

Farbenfrohes Ausstellungsstück. © LudwigDie Welthungerhilfe präsentiert vom 25. Juni bis 13. September 2009 Kollektionen des Modewettbewerbs WeltGewänder im Museum Tuch + Technik in Neumünster. Die meisten der insgesamt 45 Exponate sind im Rahmen des Wettbewerbs 2009 entstanden und wurden Ende März in Berlin auf dem Laufsteg präsentiert. Jetzt sind sie zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen.
Die farbintensiven Kollektionen zeigen, wie inspirierend die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen sein kann. Handgewebte indische Seide, gemusterte westafrikanische Baumwolle und bunter, peruanischer Streifenstoff wurden zu zeitgemäßer Mode verarbeitet. Die Bandbreite ist groß: Sie reicht von sportlicher Streetwear bis zum glamourösen Abendkleid. Die Besucher der Ausstellung haben die Gelegenheit, Details zu betrachten, die bei Präsentationen auf dem Laufsteg oft nicht gesehen werden: aufwändige Perlenstickereien, ungewöhnliche Gewebestrukturen und –kombinationen oder ausgefallene Schnittführungen.

Kreative Mode. © LudwigTolle Ideen von Jungdesignern
Am Wettbewerb "WeltGewänder 2009" haben sich Jungdesigner von zehn Modeschulen aus Deutschland, Studenten des peruanischen Modeinstituts CEAM aus Lima und die malische Designerin Mimi Konaté beteiligt. Sie erhielten Stoffe von der Welthungerhilfe aus Mali, Indien und Peru – verbunden mit einer Aufgabe: Aus dem ungewöhnlichen, farbintensiven, in Deutschland nicht erhältlichen Material zeitgemäße Mode zu entwerfen.
Der Modewettbewerb der Welthungerhilfe ist mehr als nur kreative Herausforderung für die Modemacher von morgen. Er fördert gleichzeitig die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen. Die Studenten haben sich beim Entwurf ihrer Modelle inspirieren lassen vom Ganesh-Fest in Indien, von den rätselhaften Linien der präkolumbianischen Nasca-Kultur oder von den Lehmbauten des westafrikanischen Dogonvolkes.
Mit der Aktion WeltGewänder hat die Welthungerhilfe einen außergewöhnlichen Weg gefunden, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. "Wir wollen damit zu einem besseren Verständnis zwischen den Kulturen beitragen", sagt Bärbel Diekmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Durch Berichte über Hunger, Armut und Kriege gerate oft in Vergessenheit, dass Entwicklungsländer einen großen kulturellen Reichtum besitzen. "Mode kann uns dabei helfen, eine Brücke zu schlagen."
Kontakt
Dr. Regina Köthe
Tel.: 030 / 28 87 49 13
Fax: 030 / 28 87 49 19
regina.koethe@welthungerhilfe.de
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