Millenniumsdorf Manigri in Benin:
Die Entwicklungsziele der UN mit Leben füllen

Die großen Waldflächen in Westafrika sind eine kostbare Ressource. Oder eine Last: Wenn nämlich die Bevölkerung rasant wächst, die Anbauflächen nicht mehr ausreichen und der Wald nicht gerodet werden darf. Denn das bedeutet lebensbedrohlichen Hunger. Zusammen mit der Welthungerhilfe sucht Manigri einen Ausweg aus dem Dilemma. 

 

Selten reicht die Ernte in Manigri für alle Bewohner aus. Die Welthungerhilfe hat hier zum Ziel, die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern. © Meuser
Selten reicht die Ernte in Manigri für alle
Bewohner aus. Die Welthungerhilfe hat sich hier
zum Ziel gesetzt, die landwirtschaftlichen Erträge
zu steigern. © Meuser
17.000 EinwohnerInnen zählt Manigri, ein Dorf in Benin. Das Land steht für vorbildliche Reformpolitik, nur die Wirtschaft hinkt  mit geringem Wachstum hinterher. Dabei steigt die Bevölkerungszahl rasant - auch in Manigri. Da die Menschen sich vornehmlich von ihren Feldern ernähren, steigt die Belastung der landwirtschaftlichen Flächen stetig. Und wenn zu viele Menschen wegen geringer Ernten hungern müssen, dann erscheint ein Wald, wie er Manigri umgibt, als reine Verschwendung. So fällt der Wald der Brandrodung zum Opfer – auch wenn das verboten ist. Die Not treibt dabei ein böses Spiel mit den Hungernden: Der ehemalige Waldboden bringt nur geringe Erträge. Danach fehlt der Wald als einstiger Wasserspeicher und der ungeschützte Boden wird bei starken Regengüssen einfach weggewaschen. Manigris Menschen entziehen sich selbst den Boden.  


Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen Manigris nun bei der Suche nach einer langfristigen Lösung. In einer Versammlung haben sie gemeinsam ihre Probleme benannt und die Bereiche festgelegt, in denen sie ihr Leben in den nächsten fünf Jahren verbessern wollen. Die BewohnerInnen haben folgende Prioritäten gesetzt:
 

  • sie wollen eine größere Auswahl von Feldfrüchten anbauen
  • ihre Erzeugnisse vermarkten lernen
  • die Mitbestimmung von Frauen stärken


Wenn Manigris Frauen und Männer besseres Saatgut nutzen, wenn sie Bienenzucht, Manioc- und Nussanbau betreiben und neue Verarbeitungsformen erlernen, wenn die Frauen mit speziellen Kleinkrediten wirtschaften können, dann füllen sie die Millenniumsziele mit Leben. Die Millenniumsziele sind aufgestellt worden, um den benachteiligten Menschen dieser Welt eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Um dieses Ziel zu erreichen, steht die Welthungerhilfe mit Rat und Tat der  Bevölkerung von Manigri zur Seite.

Letzte Änderung an dieser Seite: 19.08.2008
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Fakten:

Durchführung: Die Partnerorganisation l’Association pour la Gestion Durable des Ressources Naturelles du Bénin (AGEDREN-BENIN-ONG) gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Millenniumsziele: 1, 3, 4, 6

Kooperationspartner: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE), Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.

Fortschritte

Das haben wir bisher im Millenniumsdorf Manigri geleistet (stetig aktualisiert)

Länderinformationen

Karte Benin. © CIA Factbook

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Porträts:

Menschen aus dem Millenniumsdorf Manigri

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