2009: Düstere Prognosen und sinkende Spendeneinnahmen? Eine Einschätzung.

Experten gehen von einem weltweiten Abschwung mit steigenden Arbeitslosenzahlen aus – nichts soll mehr so sein, wie es mal war. Das betrifft und trifft natürlich auch uns Hilfsorganisationen.
Experten gehen von einem weltweiten Abschwung mit steigenden Arbeitslosenzahlen aus – nichts soll mehr so sein, wie es mal war. Das betrifft und trifft natürlich auch uns Hilfsorganisationen.

Liebe Freundinnen und Freunde der Welthungerhilfe,

die Prognosen für 2009 sehen düster aus. Experten gehen von einem weltweiten Abschwung mit steigenden Arbeitslosenzahlen aus – nichts soll mehr so sein, wie es mal war. Das betrifft und trifft natürlich auch uns Hilfsorganisationen. Denn immer dann, wenn die Zeiten schwerer werden, befürchten die Sammler von Spenden sinkende Zuwendungen. In der Tat: Seit Ende des dritten Quartals 2008, dem Beginn der Finanzkrise, sind die Spendeneinnahmen fast aller Hilfsorganisationen rückläufig.

Doch es sind nicht die privaten Förderer, die ihren Geldbeutel verschlossen halten. Höhe und Häufigkeit der Spendenbereitschaft der „kleinen Spender“, unserer wichtigsten Unterstützergruppe, sind nur wenig konjunkturabhängig. Sie geben, weil sie helfen wollen und können. Und gerade in schweren Zeiten brauchen sie nicht viel Fantasie, um sich die Lebensumstände ärmerer Menschen auszumalen, auch wenn diese fünftausend Kilometer entfernt leben.

Die Einbrüche bei den Spendenorganisationen kommen im Wesentlichen durch die Rückgänge der Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen, die sich in guten Zeiten eher großzügig zeigen. Die einen beklagen schrumpfende Gewinne. Die anderen kämpfen mit fallenden Zinsen und hohen Abschreibungen auf Kapitalanlagen.

Mit Ihrer Hilfe werden wir weiterhin unseren Beitrag für eine Welt ohne Hunger und Armut leisten. Und wir werden unsere Politiker ständig daran erinnern, dass sie eine Verpflichtung eingegangen sind: die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Dieses Versprechen muss auch in Zeiten der Krise gelten: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2009! Vielen Dank für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr, für Ihr Vertrauen in unsere Organisation und in unsere Arbeit!

Ihr
Hans-Joachim Preuß

Bewerten Sie diesen Artikel: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Bewertungen)
Loading...

1 Kommentar

  • Martin Dietz sagt:

    Betr. Milchexport in tropische Länder
    Lieber Hans-Joachim Preuss,
    zu der globalen Aussage zum Export von Milchprodukten in Entwicklungsländer sei mir der kleine Hinweis gestattet, daß es Zonen im tropischen Afrika gibt, in denen wegen der Trypanosomiase (Schlafkrankheit) der Rinder, die durch die noch nicht kontrollierte Tsetsefliege übertragen wird, keine Milchproduktion möglich ist.
    Einen regionalen Milchmarkt zur Versorgung der Verbraucher in diesen Zonen gibt es nur sehr beschränkt (z.B. H-Milch aus Uganda für DRKongo per Flugzeug).
    In Westafrika, in der Zone etwa bis zum 10. Breitengrad, gibt es mehrere Großstädte (z.B. Lagos) mit Millionen unter Eiweißmangel leidender Kinder, denen mit einer exportverbilligten Trockenmilch durchaus geholfen werden könnte, ohne daß dadurch ein einheimischer Produzent geschädigt würde.
    Ich halte Ausnahmeregelungen dafür angesichts unserer hiesigen Milch-Überschuß-Probleme für durchaus erwägenswert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Martin Dietz, Wehrheim im Taunus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Kommentar erst prüfen, bevor dieser auf der Webseite erscheint. Weitere Informationen finden Sie in unserer Blog-Netiquette.