Drohender Klimawandel: Wir alle müssen unsere Verhaltensweisen dringend überdenken – und handeln!

Der Klimawandel bedroht Millionen Menschen. Wir alle müssen und können etwas dagegen tun. © Boethling
Der Klimawandel bedroht Millionen Menschen. Wir alle müssen und können etwas dagegen tun. © Boethling

Liebe Freundinnen und Freunde der Welthungerhilfe,

die Erderwärmung bringt zunehmende Ernährungsunsicherheit für Millionen von Menschen. Vermehrte Sturm- und Flutkatastrophen. Wasserknappheit. Die Zerstörung von Infrastrukturen. Nachhaltige Entwicklung braucht somit ein anderes Denken und Handeln. Ein Lebensstil, der im großen Umfang auf Verbrennung fossiler Energieträger basiert, ist in der heutigen Form nicht zukunftsfähig. Wir alle müssen unsere Verhaltensweisen überdenken!

Die ärmeren Länder des Südens haben zur globalen Erderwärmung kaum etwas beigetragen, weil sie wenig Treibhausgase produzieren. Sie sind aber von den Folgen besonders hart betroffen. Vor allem hier nehmen extreme Wetterereignisse und langfristige Verschiebungen der Klimazonen zu. Das erleben wir auch zunehmend in unserer Projektarbeit. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland berichten immer häufiger von Dürren, Trinkwasserverknappung, Verlust an Boden Hangrutschungen, Überschwemmungen und Sturmschäden an Bauten.

Darum müssen aus humanitärer Verantwortung für das reine Überleben von Menschen erhebliche Mittel bereitgestellt werden. Wir kommen nicht umher zu fordern, dass ausreichend Gelder bereitgestellt werden müssen. Und diese Gelder müssen bei den armen und verwundbaren Gesellschaftsgruppen ankommen. Eine internationale Klimafinanzierung muss sich an den Prinzipien von Zusätzlichkeit, Verlässlichkeit, Vorhersagbarkeit, Nachhaltigkeit und Angemessenheit der finanziellen Mittel und des Mittelflusses orientieren.

Auch brauchen Entwicklungsländer heute sowie auch in Zukunft genug Emissionsspielräume, um Armut und Hunger durch landwirtschaftliches und wirtschaftliches Wachstum zu bekämpfen. Eine Verlagerung der Einsparungen von Treibhausgasen aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer durch Emissionshandel ist nur begrenzt möglich.

Und noch ein wichtiger Aspekt: Neben der reinen Ursachenbekämpfung, der Reduzierung von Treibhausgasen in Industrie- und Schwellenländern, muss auch eine Anpassung an den Klimawandel erfolgen. Diese Anpassung ist unbedingt notwendig, um Konflikte um Lebensraum und Wasser sowie um andere Ressourcen zu vermeiden. Wir brauchen die Anpassung auch, um Katastrophen vorzubeugen und die Ernährung zu sichern. Damit vor allem Letzteres gelingt, müssen klimaschonende Agrarkonzepte entwickelt und gefördert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Klima-Spezial

Wir alle (!) müssen endlich handeln und kluge, vielleicht sogar völlig neue Wege einschlagen, nicht nur für unsere Zukuft, sondern insbesondere für die Zukunft unserer Nachkommen.

Viele Grüße,

Robert Grassmann
Klimaexperte der Welthungerhilfe

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4 Kommentare

  • Sehr geehrte Herr Töpfer,

    Wo werden Wasserrohre gebaut?
    Den Hunger, den Durst wir alle haben.
    Die Früchten/ der Nahrung die das Wasser benötigt und der Rest kommt von selber.
    Eine Idee, zu den Rohren werde ich ausarbeiten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sylvia Hammer Heinen

  • Sebastian sagt:

    Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass der Klimawandel gestoppt wird. Das fängt schon im Kleinen an. Auch im Haushalt kann man sehr viel Energie sparen.

  • yvonne sagt:

    weniger Fleisch essen, mehr laufen und fahrradfahren, Bioprodukte kaufen und
    nicht soviel fliegen, das würde schon für das Weltklima eine gute Sache sein.

  • Martin Dietz sagt:

    Wir werden den Temperaturanstieg nicht mehr vermeiden können. Die Mehrheit der Bevölkerungen in den Ländern des Nordens heizt ihre schlecht isolierten Häuser, fährt mit zu großen Autos, verreist zu weit weg, ißt zu viel Fleisch – und denkt nur an sich selbst !
    Verantwortungsbewußte Bürger werden weiter und mehr Nothilfe leisten, effizienter Energie sparen , Bäume pflanzen und Ressourcen schonen müssen, um die unvermeidlichen Klimaschäden wenigstens etwas abzumildern.
    M.Dietz

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