Ein unvergesslicher Tag bei den Massai in Kenia

Zu Besuch bei einem Maasai Dorf in Kenia. © Grossmann
Zu Besuch bei einem Maasai Dorf in Kenia. © Grossmann

Hallo liebe Userinnen und User,

eine Dienstreise führte mich mit Kollegen kürzlich nach Kenia. Für viele Globetrotter ein weites und spannendes Urlaubsziel. Für die Welthungerhilfe ein Land, was abseits des florierendem Tourismus dringend Hilfe benötigt. Denn ein großes Problem des ostafrikanischen Landes ist die zunehmende Trockenheit. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterhält hier die Welthungerhilfe verschiedene Wasserprojekte. So auch im Dorf Nailumpe, wo das Hirtenvolk der Massai zuhause ist.

Auf dem Weg zu den Massai kommen uns immer wieder kleinere und größere Herden mit ausgemergelten Kühen und Ziegen entgegen. Die Menschen hier leben von den Viehherden, die sie von Wasserloch zu Wasserloch treiben. Doch dieses Vorhaben ist nicht einfach. Die Wege sind oft sehr weit. Es ist ein beschwerliches Leben hier im Osten des Landes.

Wir erreichen das Dorf Nailumpe. Und was sieht mein Auge zuerst: Parkplatzschilder! Fein säuberlich hängen an jedem Baum handgemalte Pappschilder für unsere Autos. Die Massai haben wirklich Humor! Wir fühlen uns sehr herzlich aufgenommen.

Stolz präsentiert uns der Dorfvorsteher auch gleich die neuen Wassertanks. Die Menschen hier in Nailumpe haben die Regenwasserfanganlage mit Unterstützung der Welthungerhilfe selbst gebaut. Auch die Wartung der Anlage übernehmen sie selbst. Auf das Geleistete sind die Dorfbewohner sehr stolz. Und wir auch.

Zur Demonstration lässt ein Junge sauberes Wasser in einen Kanister fließen. Es ist Regenwasser, das auf dem Dach der Dorfschule gesammelt wurde und nun in die neuen Vorratsbehälter umgeleitet wird. Regenfälle sind zwar selten. Doch wenn sie ab und an auf das karge Land prasseln, dann mit voller Heftigkeit.

Früher mussten die Schulkinder jeden Tag drei Liter Wasser für die Schulküche mitbringen, um am Unterreicht teilnehmen zu dürfen, sozusagen als Schulgeld. Weite Strecken waren zurückzulegen, im Gepäck das im Kanister schwappende, kostbare Nass. Mit den neuen Tanks steht der Schulküche nun genügend Wasser zur Verfügung.

Nach der Besichtigung der Anlage kommt die zeremonielle Begrüßung. Alle sind begeistert und lachen. Wir dürfen Platz nehmen und freuen uns über die entspannte Atmosphäre. Auch die lokalen Mitarbeiter der Welthungerhilfe lassen sich davon anstecken und springen auf, um mitzutanzen.

Es ist ein bisschen wie eine große Feier. Mit ihren Tänzen und Geschenken bedanken sich die gastfreundlichen Massai bei ihren Unterstützern aus Deutschland. Stolz werden uns wunderbare, handgefertigte Schmuckstücke aus Glasperlen überreicht. Wir sind sehr glücklich, in diese fröhlichen Gesichter schauen zu dürfen mit der Gewissheit, echte Hilfe zur Selbsthilfe geleistet zu haben.

Hier gibts es noch ein paar Informationen über unsere Projektarbeit in Kenia.

Bis zum nächsten Mal, herzlichst,

Patricia Summa

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