Gender-Müdigkeit: Warum wird nicht mehr getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern?

Bärbel Dieckmann in Äthiopien: Dort wo mehr Chancengleichheit herrscht, wird weniger gehungert. © Grossmann
Bärbel Dieckmann in Äthiopien: Dort wo mehr Chancengleichheit herrscht, wird weniger gehungert. © Grossmann

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking im Jahr 1995 verpflichteten sich 189 Staaten dazu, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesellschaft (d.h. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft) zu fördern, die Rechte der Frauen zu schützen, die Armut von Frauen zu bekämpfen, Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung zu verfolgen und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesundheitsversorgung und im Bildungssystem abzubauen.

Der Welthunger-Index 2009 unterstreicht, dass die Umsetzung dieser Verpflichtung nicht nur eine rechtliche Verpflichtung gegenüber den benachteiligten Frauen ist. Sondern dass mehr Gleichstellung sich auch gesamtgesellschaftlich positiv auswirkt: Dort wo mehr Chancengleichheit herrscht, wird weniger gehungert. Andere Studien, durchgeführt zum Beispiel in Ägypten und Mosambik, kommen zu folgendem Ergebnis: Dort, wo sichergestellt ist, dass Mütter zumindest einen Grundschulabschluss erreichen, sinkt der Anteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze um 33,7 Prozent beziehungsweise um 23,2 Prozent.

Doch weder wissenschaftliche Beweisführung noch Politikverpflichtungen scheinen wirklich zu fruchten: Zwar wurden im Nachklang zu Peking über nationale Umsetzungspläne in einigen Ländern rechtliche Verbesserungen für Frauen erreicht. Doch fast 15 Jahre nach der letzten Weltfrauenkonferenz klafft nach wie vor eine riesige Lücke zwischen rechtlichen Verpflichtungen und deren tatsächlicher Umsetzung.

Warum ist das so? Warum wird ein Aspekt, der ein solches Potenzial hat, Hunger und Armut wirkungsvoll zu bekämpfen, nicht ausreichend beachtet?

Kaum ein Thema ist so viel beforscht und so ausgiebig beschrieben worden wie ‚Gender’ – Geschlechtergerechtigkeit. Doch mit der Menge der verfügbaren Literatur scheint das Desinteresse an Frauenrechten eher gewachsen zu sein. Und in den post-feministischen Ländern des Nordens, die vielfach die Ernährungssicherungspolitiken in den Ländern des Südens beeinflussen, scheint die Überwindung der Geschlechterungerechtigkeit kein vorrangiges Politikziel mehr zu sein. Ist also ‚Gender-Müdigkeit’ Hintergrund der geringen Umsetzungsfortschritte?

Oder sind die sozialen Rollen der Geschlechter vielerorts einfach tiefer verankert als es nach außen sichtbar wird? Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise lassen dies vermuten: Haushalte in Indien wurden befragt, ob und wenn ja, wie sich die Krise auf die Ernährungssituation der Familienmitglieder auswirkt. Oftmals berichteten Frauen, dass sie die ersten seien, die ihre Nahrungsaufnahme reduzieren, wenn es zu Einkommenseinbrüchen kommt, da das Essen von Ehemann und Kinder Priorität habe.

Scheitert eine wirkungsvollere Bekämpfung von Hunger und Armut also vor allem an schwer aufzubrechenden Traditionen und einer Verinnerlichung von Rollenbildern?

Was meinen Sie?

Viele Grüße,
Ihre Bärbel Dieckmann

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31 Kommentare

  • avelon sagt:

    Die Umsetzung der Gleichberechtigung scheitert am Desinteresse von regierenden und die Welt beherrschenden Maennern.

    Wer moechte schon eine friedliche Welt? Frieden auf der Welt wuerde ja bedeuten, daß wir lieb gewonnene Annehmlichkeiten auf- und an aermere Menschen abgeben mueßten.

    An den Frauen, die stets zugunsten ihrer Kinder verzichten, kann es jedenfalls nicht liegen, daß dieser Planet von Ausbeutung und Kriegseinsaetzen aus wirtschaftlichen Gruenden uebersaet ist und damit die Armut und das Elend von Menschen noch erhoeht wird, obwohl genuegend Nahrung fuer alle Menschen vorhanden ist (und das auch ohne genmanipulierte Pflanzen).

  • thom sagt:

    Nun, wenn ich solche Artikel lese, dann frag ich mich immer wieder, was wird das hier jetzt ? Ist dies die Interpretation der Statistik vom Schokoladenkonsum und dem Lebensalter ? Studien zu zitieren, ohne die Randbedingungen geht mir sowas von auf den ….
    Sprechen wir mal direkt, Armut ist hier in erster Instanz mal abhängig vom Bildungsgrad. Ob und wieweit die Stellung der Frau direkt ode indirekt damit was zu tun hat, dürfte von Kulturkreis zu Kulturkreis und Religion zu Religion durchaus variieren. Zur Gleichstellung sei gesagt, teile und herrsche, das klappt mit niedrigem Bildungsnieveau übrigens auch deutlich besser.

    Und warum das so ist, na weil wir uns das so bestellt haben. Die, welche Reichtum haben, werden diesen nicht freiwillig teilen, da Sie ja nicht bedroht sind.
    Das fängt bei Geiz ist Geil + Glotze an und durchzieht das ganze Leben. Denn nur der teilt, der auch erlebt hat, wie beschissen die andere Seite aussieht. Daran sind wir hier in D. übrigens alle beteiligt, keiner kann für 40 Euro eine Mikrowelle bauen, wenn er seinen Beschäftigten ein Auskommen ermöglichen möchte und Erdbeeren im Winter helfen da auch nicht weiter.

    Übrigens für die Alice S. Fans, gleiche Rechte zieht oft auch gleiche Pflichten nach sich.

    Ich hab nichts gegen Gleichstellung oder Gleichberechtigung, keineswegs, aber dieser Qualitätsjournalismus ,das unkritische hinnehmen von Zahlen und die zunehmend mangelnde Wahrnehmung der Zusammenhänge, mangelnde Differenzierung … das regt mich auf.

  • Ego sagt:

    Gleichstellung wird leider oft mit Gleichberechtigung verwechselt.

    Gleichstellung ist Menschenverachtend weil es Ergebnisgleichheit bedeutet. Das ist so, als wenn alle Kinder in der Schule die gleiche Benotung bekommen müssen.

  • Andreas Bühler sagt:

    Wie sieht das aus mit der Gleichberechtigung? Was aus diesem Text nicht hervorgeht sind Fragen wie: In welchen Staaten gilt die Wehrpflicht und für welches Geschlecht? Welches Geschlecht ist um wieviel Prozent stärker von tödlichen oder mit Invalidität endenden Arbeitsunfällen betroffen?
    Pro Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße.

    Andreas Bühler

  • Goofos sagt:

    An was das wohl scheitert? Vielleicht daran weil mir niemand erklären kann wo es einen wissenschaftlichen Beweis dafür geben soll, dass zwischen Hunger und der Gleichberechtigung der Frau einen Zusammenhang gibt, was wiederum bedeuten soll wenn man die Gleichberechtigung von Frauen fördert der Hunger verschwinden würde. Damit fährt sich „Gender“ voll an die Wand. Genauso wie die „Geschlechtergerechtigkeit“, was übersetzt einzig soviel wie Frauengerechtigkeit bedeutet. Seien Sie sich gewiss, dass ich niemals für Projekte spenden werde die unter dem Deckmantel der Geschlechtergerechtigkeit anfangen Frauen zu bevorzugen obwol alle Geschlechter betroffen sind. Genauso wie ich sicherlich nicht hingehen werde und unter dem Deckmantel der Geschlechtergerechtigkeit nur die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Frauen zu beschützen, die Armut von Frauen bekämpfe und nur Menschenrechtsverletzungen an Frauen verfolgen werde, obwohl alle Geschlechter betroffen sind. Mit der Bevorzugung der Frauen bei solchen Themen bezeichne ich sie als Männerverachtend, und damit als Menschenverachtend.

  • frida sagt:

    Unterdrückung durch religiös und partriarchalisch dominierte Traditionen gehen immer noch Hand in Hand. Die Männer in diesen Kulturen haben einfach zu viel zu verlieren, deshalb ist es so schwer, einen Lebensraum für Frauen zu schaffen, in dem sie Gleichberechtigung erfahren. Manchmal denke ich, dass das nie umzusetzen ist. Dennoch: Bildung und Zugang zu Bildung ist das A und O. Die Taliban wissen schon, warum sie Bildung für Frauen verhindern.

    Und @thom: „Gleiche Rechte ziehen gleiche Pflichten nach sich“ – sagen Sie das doch mal einer afrikanischen oder indischen Frau, die nichts als schuftet den ganzen Tag ins Gesicht. Sie lesen wohl die Berichte der Welthungerhilfe nicht so genau. Dieser Ausspruch ist eine Frechheit! Sorry, aber da kann man nur emotional reagieren.

  • Me sagt:

    Fast alle Hilfsorganisationen betreiben m. E. Sexismus gegen Jungs und Männer.

  • Alexander Roslin sagt:

    Wie ist es denn zu erklären, dass in fast allen Staaten der Welt, auch der 3. Welt, bis auf eine handvoll kleinerer Staaten Afrikas und Asiens, Frauen länger leben als Männer, wenn sie angeblich so sehr viel mehr von Hunger betroffen sind wie hier behauptet?
    Man hat den Verdacht, hier wieder einem Beispiel jenes sattsam bekannten weiblichen Opfernarzissmus zu begegnen, der in immer peinlicherer Weise vor allem weibliches Leid in den Vordergrund rückt, um mit dieser angeblich vorrangig weiblichen BETROFFENHEIT vor allem Frauen privilegierende Hilfe zu begründen in Funktion dessen, was Feminismus hierzulande gleichsinnig „für“ Frauen leistet.
    Frauen leiden weltweit nicht mehr als Jungen/Männer, nur ihre westlichen Lobbyistinnen jammern lauter und erfolgreicher.
    Die wachsende Wut über diesen einseitigen Opfernarzissmus feministischer Lobbygruppen führt bei mir dazu, dass ich das reale Leid vieler, sehr vieler Mädchen und Frauen in der dritten Welt zunehmend nicht mehr sehen will, weil das Leid so vieler Jungen und Männer, die auch schuften und hungern und sterben, sogar früher und zahlreicher als die ach so betroffenen Frauen, auch übersehen wird.
    Dafür schäme ich mich und versuche dann, Geld an jene zu spenden, die ohne Ansehen des Geschlechtes und der Rasse, ohne antimännlichen Sexismus einfach jenen helfen, die in Not sind, egal ob Junge oder Mädchen, Frau oder Mann.
    Die Welthungerhilfe scheint nicht mehr zu den Organisationen zu gehören, bei denen man solche Unparteilichkeit voraussetzen kann.

  • Rex Mager sagt:

    Natürlich ist es einfach, ganz pauschal den Männern die Schuld in die Schuhe zu schieben. Dann hat man immer einen Verantwortlichen, wenn nichts voran geht. Die wirklichen Ursachen für ein Mißverhältnis werden damit nicht aus der Welt geschafft, sondern es wird Stagnation geschaffen. – Was können Ursachen sein: wenn über Jahrzehnte nur und ausschließlich Frauen gefördert werden, so mag es einem im Denken normal veranlagten Menschen logisch erscheinen, wenn dann eine Lücke entsteht, und zwar zu ungunsten des nicht geförderten Geschlechtes. Also den Männern. Gender-mainstreaming will Gleichbehandlung. So sagt man zumindest. Klar ist, daß GM die totale Ungleichheit fördert und damit nicht nur ungerecht ist, sondern gegen Menschenrechte verstößt („Niemand darf wegen seines Geschlechtes benachteiligt werden“ – aber genau das macht GM) – Den frauen soll mehr (noch mehr???) Selbstvertrauen gegeben werden. Ende vom Lied: Familien werden zerstört! Wollen das die „Genders“? Ich fürchte ja. Und das wäre dann die nächste unfaßbare Katastrophe. – Gickt euch die „Bildungsmisere“ an. Wer ist benachteiligt? Wer ist orientierungslos? Wer wird später meistens arbeitslos? Wer hat eine wesentlich höheres Suizidgefährdung? Genau, es sind die Jungs und jungen Männer. Das sagt doch ganz genau, was für eine verachtenswürdige Ideologie Gender-Mainstreaming für eine ist.

  • ajk sagt:

    Wäre toll wenn man auch mal die Nöte von Männern ansieht, und nicht nur einseitig die von Frauen. Dieser Sexismus ist sehr nervig.

    @frida
    Sie scheinen ja ganz schön überzeugt davon zu sein das Männer in den Ländern da NICHT arbeiten. Gleiche Rechte ziehen gleiche Pflichten nach sich! Mehr den je und vor allem endlich mal in den Westlichen Ländern.

    /ajk

  • Erzwel sagt:

    Bärbel Dieckmann schreibt:

    „Oftmals berichteten Frauen, dass sie die ersten seien, die ihre Nahrungsaufnahme reduzieren, wenn es zu Einkommenseinbrüchen kommt, da das Essen von Ehemann und Kinder Priorität habe.“

    Jaja, die uralten Geschlechterrollen, die so tief in den Männern und Frauen verankert sind. Frauen haben einfach den uralten Komplex, sich für Männer und Kinder zu opfern. Immer heisst es „Männer und Kinder zuerst“ und Männer und Kinder durften ja auch zuerst die Titanic verlassen, während Frauen heldenhaft um das untergehende Schiff kämpften. Und in bewaffneten Konflikten sind es ja immer die Frauen, die ihr Leben opfern und dort umkommen, damit Männer und Kinder geschützt werden. Sieht man ja auch an den vielen toten Soldatinnen im deutschen Afghanistan-Einsatz.

  • Narrowitsch sagt:

    Es war einmal, vor langer langer Zeit, da gab es Männer und Menschen, die sich dem Kampf gegen Hunger und Elend verschrieben. Das ist lange her, manch einer fiel längst ins Vergessen.
    Und dann betraten die Frauen die Bühne der Weltpolitik und übernahmen die Ruder in den NGO`s. Seither hocken sie in den Führungsetagen komfortabler Bürohäuser und nutzen die eigentlichen Zwecke ihrer Organisationen zur Lobbyarbeit ihres eigenen Geschlechts. Die, die international für Amnestie politischer GefangenerInnen, kämpfen seither für Abtreibung, Frauenrechte, gegen Ehrenmorde und wohl hin und wieder auch für mehrheitlich männliche Gefangene. Und die Welthungerhilfe nutzt gutgläubige Menschen und Männer aus, um auf der ganzen Welt als gender mainstream Feminismus bis in die kleinsten Dörfer der sogenannten 3.Welt zu tragen. Was im Klartext heißt: Zuerst immer die Frauen. Nicht nur beim Essen, auch bei der Machtverteilung. Grundlage für dieses Handeln gibt die etwas verschämt ausgedrückte, oder gänzlich verschwiegene Annahme, Männer ließen Frauen und Kinder gern verhungern, wenn es ihnen nur selbst gut geht. Den Männern wird es schon gut gehen , wenn es erst den Frauen gut geht- so argumentiert nicht nur die Welthungerhilfe. Auch andere Organisationen, die mittels Kleinkrediten neue „Geschlechterrollen“ aufbrechen und in gewachsene Gesellschaften von außen implantieren beabsichtigen. Die schöne neue Welt die NGO´s auf dem ganzen Globus zu errichten wünschen, sieht so aus, wie die NGO´s selbst. An der Spitze Frauen, die über Männer verfügen, die sich den Wünschen der Frauen beugen. Alle anderen werden denunziert, des Ansehens beraubt und ganz weit hinten auf den Agenden geführt.

    Nicht, dass ich etwas gegen Kleinkredite hätte, im Gegenteil. Nicht, dass ich nicht den Bedürftigen der Welt mit meinen bescheiden Möglichkeiten gern helfen würde, nein. Aber jeder Cent ist mir zu schade für Frauenprivilegien.
    Ich trage mein Geld seit einiger Zeit lieber in die Kneipe und erzähle Männern, wie Welthungerhilfe und andere (noch) gut beleumdete Organisationen mit den Brüdern umspringen. Meist wollen sie mir mein Reden nicht abnehmen, aber dank Internet und HP dieser Organisationen ist die Richtigkeit meiner Argumente schnell abzurufen. So gelingt es mir, machen Euro den feministischen Genderkraten zu entziehen. Hoffentlich merken die in absehbarer Zeit, dass der Kampf gegen Elend aller Menschen wichtiger ist, als feministische Gesellschaftskonstruktion. Mit vollen Bäuchen, sollen dann die Völker selbst entscheiden, ob sie für frauenzentrierte Gesellschaften Arbeitskraft und Haut zum Markte tragen wollen…

    • Markus sagt:

      Ja ich werde das auch verbreiten wo ich nur kann.

      Diese sog. Spendenorganisationen müssen ausgetrocknet werden.

      Sie hatten ja 2 Jahre zeit sich für den Mist zu entschuldigen.

  • albino sagt:

    Eine berechtigte Frage: Warum wird nicht mehr für die Gleichstellung von Frauen und Männern getan? Es sind Männer, die als Soldaten in kriegerischen Auseinandersetzungen verheizt werden. Am 7. Juli 1995 wurden rund 8.000 Jungen und Männer in Srebrenica von serbischen Soldaten allein auf Grund ihres Geschlechtes gefoltert und hingerichtet, während Frauen und Mädchen zwar die Stadt verlassen mussten, aber wenigstens am Leben blieben.
    Es sind Männer, für die das Berufsleben weltweit ganz besonders gefährlich ist. Täglich kommen ungefähr so viele Männer an ihrem Arbeitsplatz um wie während des Krieges an einem »durchschnittlichen Tag« in Vietnam. Kindersoldaten sind weit überwiegend männlichen Geschlechts. Laut „Weltbericht Gewalt und Gesundheit“ der Weltgesundheits-Organisation WHO von 2003 fallen Männer weltweit doppelt so häufig Gewaltdelikten zum Opfer wie Frauen.
    Es geht hier wohlgemerkt nicht darum, auf diesen Gebieten für „Gleichberechtigung“ zu sorgen, indem man die „Frauenquote“ erhöht. Es geht darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass nicht allein Frauen die Last von Armut, Hunger, Demütigung, Gefahr und Benachteiligung zu tragen haben, sondern auch Männer. Dieses Bewusstsein lässt Frau Dieckmann völlig vermissen.
    Ich halte es für problematisch, wenn Weltfrauenkonferenzen nur die Rechte von Frauen schützen, die Armut von Frauen bekämpfen und nur Gewalt gegen Frauen verfolgen wollen. Eine solche einseitige und geradezu sexistische Sichtweise, die leider für viele Menschen heutzutage typisch ist, löst keine Probleme, sondern wirft nur unnötig Gräben zwischen den Geschlechtern auf. Was wir dringend benötigen, ist eine globale Perspektive, die auch die Probleme und Diskriminierungen von Männern mit ins Blickfeld nimmt. Wo „Geschlechtergerechtigkeit“ in Wahrheit „Gerechtigkeit für Frauen“ meint, bedarf es des Blickes über den Tellerrand der eigenen feministischen Befindlichkeiten, sonst ist kein wirklicher gesellschaftlicher Fortschritt möglich.

  • Bernhard sagt:

    Die meisten Kommentatoren sprechen mir vollkommen aus der Seele. Habe mir noch ein paar andere Dokumente auf dieser Internetseite angesehen und bin sehr erstaunt über die Behauptungen, die hier aufgestellt werden. „Gerade in Entwicklungsländern stehen Frauen am Ende der sozialen Leiter, obwohl sie die Hauptlast des täglichen Überlebens tragen müssen.“ Was machen denn derweil die Männer? Im Kaffeehaus sitzen und Wasserpfeife rauchen? Oder sind nicht oft sie es, die sich als Söldner für irgendwelche Rebellenarmeen verdingen müssen? Sind es nicht vor allem Männer, die als Wanderarbeiter in zum Teil weit entfernten Gegenden und unter unwürdigen und unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen, um die Familien zu ernähren? Wann immer in China oder Südafrika ein Minenunglück mit Hunderten von Toten passiert, kann man davon ausgehen, dass die Opfer ausschließlich Männer sind.
    „In Kenia verbrennen Frauen beispielsweise bis zu 85 Prozent ihres täglichen Kalorienbedarfs allein beim Wasserholen für die Familie.“ Auch hier wäre es einmal interessant zu erfahren, womit die Männer ihren Tag verbringen. Ich kann mir Brunnen bauen, Kanäle graben oder dürren Ackerboden bewirtschaften auch nicht als sehr angenehme Tätigkeiten vorstellen. Wieviel Kalorien die Männer dabei dort wohl verbrauchen?
    „Gesunde und gut ernährte Frauen haben nicht nur selbst eine höhere Lebensqualität, auch ihren Kindern geht es besser. Deshalb sind Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und der Ernährung unerlässlich. Besonders wichtig ist die Versorgung von Frauen mit Nährstoffen“ – mag sein, aber Fakt ist auch: in allen Ländern der Welt leben Frauen länger als Männer. Nur mal als Beispiel, willkürlich herausgegriffen: Lebenserwartung Tschad, 2005: männlich: 45.55 Jahre, weiblich: 48.87 Jahre. Bemerkenswert, dass dieses Ungleichgewicht zu Lasten der Männer inklusive der möglichen Gründe hierfür von der Welthungerhilfe überhaupt nicht thematisiert wird. Benachteiligungen scheinen nur dann von Interesse zu sein, wenn sie Frauen betreffen.
    Eigentlich bin ich auf dieser Seite gelandet, um mich nach Spendenmöglichkeiten zu erkunden. Davon habe ich inzwischen Abstand genommen. Ich spende mein Geld lieber für Organisationen, die die Menschen nach echter Bedürftigkeit unterstützen – und nicht nach Geschlecht.

  • Bärbel Dieckmann sagt:

    Liebe Blogger,

    wir freuen uns, dass Sie sich so intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Aber um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: In der Projektarbeit der Welthungerhilfe ist „Gender“, also Geschlechtergerechtigkeit, ein Querschnittsthema. Und das heißt, dass die spezifische Situation von Männern UND Frauen gleichermaßen beachtet wird. Und Bernhard hat ganz recht mit seiner Feststellung, dass sich Männer sehr oft als Wanderarbeiter in Städten verdingen müssen oder als Söldner in Rebellenarmeen. Das heißt aber für uns: Oft haben wir es in der Projektarbeit vor allem mit Frauen zu tun, denn sie sind es, die in den Dörfern bleiben, ihre Felder bestellen und sich um die Kinder kümmern. Ihnen helfen wir, mehr Erträge zu erzielen und wir beraten sie dabei, ihre Kinder besser zu ernähren. Deshalb werben wir mit unserer Kampagne für Projekte, die Frauen stärken.

    Und zu meinen Ausführungen im Rahmen der Pressekonferenz am 14. Oktober: Wir geben zusammen mit unserem Partner IFPRI, dem Food Policy Research Institute in Washington, seit fünf Jahren einen Welthunger-Index heraus, der sich in jedem Jahr einem Sonderthema widmet, in diesem Jahr der Rolle der Frauen. Und da wurde ganz klar wissenschaftlich bewiesen, dass dort mehr Hunger herrscht, wo Frauen schlechter gestellt sind. Deshalb muss man diesen Frauen helfen: Wer nicht rechnen und schreiben kann, hat Schwierigkeiten, für seine Produkte einen fairen Preis zu bekommen. Wer kein Wissen über Anbaumethoden, Dünger und Schädlingsbekämpfung hat, erzielt schlechte Ernten. Wer selbst nicht gebildet ist, dem ist oft auch die Bedeutung von Schulbildung für die Kinder nicht klar. Natürlich arbeiten wir in unseren Projekten auch mit Männern. Und wenn Frauen geholfen wird, ist der ganzen Familie geholfen, auch dem Mann.

    Klar ist: Keine Hälfte der Welt kann ohne die andere überleben.

    Beste Grüße

    Ihre Bärbel Dieckmann
    Präsidentin der Welthungerhilfe

  • PREGAS sagt:

    …feiner blog – wir kommen öfter.

    PREGAS

  • rechtlos sagt:

    Sehr geehrte Frau Dieckmann,

    die Kommentare hier sprechen mir aus dem Herzen, und die Flaue Ausrede am Schluss erinnert mich an einen gewissen Herren, der da sagte“Niemand plant, eine Mauer zu bauen“.
    Von mir kein Cent Hilfe für Frauenprojekte, keine Sti9mme für Frauen in der Politik.

  • ChrisTine sagt:

    Guten Tag Frau Dieckmann,

    wissen Sie, was der Unterschied ist von Politik die Männer machen und Politik die Frauen machen? Männer machen Politik für alle, Frauen nur für Frauen. Von daher muss man sich nicht wundern, dass Männer so reagieren, wie es hier getan wurde.
    Kurioserweise geht keine Feministin darauf ein, wenn man sie ob der Unterschiede bei der Lebenserwartung fragt.
    Das es Projekte gibt, wo Frauen mehr profitieren, ist an sich nicht so schlimm, das aber von vorn herein separiert wird, ist auch aus meiner Sicht mehr als daneben.
    Aber Gott sei Dank regt sich Widerstand, so auch von Frauen, die das jammern ob der angeblichen Benachteiligung von Frauen nicht mehr ertragen können.

  • Goofos sagt:

    Liebe Frau Diekmann,

    „Gender“ bedeutet sicherlich nicht „Geschlechtergerechtigkeit“. Widerum „Gender-Mainstreaming“ Gleichstellung von Frauen und Männern, was soviel bedeutet wie, dort Frauen gleich zu stellen wo Frauen unterrepräsentiert sind und auch nur dort kommt dann die spezifische Situation von Männern zum tragen. Eine eigenständige spezifische Sicht von Männer wo Männer betroffen sind, wird nicht beachtet. Soviel zum sogenannten „Querschnittsthema“. Es dürfte geklärt sein warum Männern die in Armeen, in Bergwerken, als Wanderarbeiter usw. verheizt werden und es niemanden der NGO’s kümmert warum die Lebenserwartung dieser Männer in diesen Ländern so abgrundtief ist. Genauso wie stattdessen nur Frauen geholfen wird.

    Es lässt aus meiner Sicht jegliche Kausalität vermissen, aus dem Welthunger-Index mit dem Sonderthema der Rolle der Frau, zu schlußfolgern Frauen müssten gestärkt werden. Die eigenständige und spezifische Situation der Männer wurde wohl nicht beachtet und untersucht. Wird diese dann im nächsten Welthunger-Index Sonderthema sein? Oder hat man sich aufgrund dem Sonderthemas der Rolle der Frau schon jetzt darauf festgelegt, es wäre notwendig besonders die Frauen zu stärken und sieht deshalb davon ab auch die spezifische Situation der Männer zu untersuchen?

    Wie Sie feststellen, kann keine Hälfte der Menscheit ohne die andere überleben. Das erklärt aber nicht, warum Männer in der Hilfe nicht beachtet werden oder geradezu ignoriert werden.

  • albino sagt:

    Liebe Frau Dieckmann,

    Sie schreiben: „In der Projektarbeit der Welthungerhilfe ist ‚Gender‘, also Geschlechtergerechtigkeit, ein Querschnittsthema. Und das heißt, dass die spezifische Situation von Männern UND Frauen gleichermaßen beachtet wird.“

    Nun, ich bekomme 385 Suchergebnisse, wenn ich auf Ihrer Seite das Wort „Frauen“ eingebe. Beim Suchwort „Männer“ sind es 140. Das muss man nicht überbewerten, es deutet jedoch auf eine gewisse Gewichtung hin.
    „Welthunger-Index 2009: Frauen stärken, Hunger bekämpfen“ – Kann man also davon ausgehen, dass 2010 die Männer gezielt in den Fokus gerückt und gefördert werden, um den Hunger zu bekämpfen? Immerhin würde dadurch sichergestellt, „dass die spezifische Situation von Männern UND Frauen gleichermaßen beachtet wird.“ Und eine gute Gelegenheit, den Blick über den Tellerrand zu richten und sich einmal gezielt mit der Frage zu beschäftigen: Gut, wir helfen den Frauen, die in den Dörfern bleiben und die Felder bestellen. Aber was können wir andererseits für die Männer tun?

    Interessant in dem Zusammenhang, dass die Weltbank schon 2006 angekündigt hat, ihre Förderpolitik zugunsten von Männern zu ändern. Auslöser dieser Erkenntnisse war eine Studie mit dem Titel „The Other Half of Gender“, die zu dem Ergebnis gelangt, dass ohne die Berücksichtigung von Männern und ihren Beziehungen zu Frauen keine Geschlechtergleichheit erreicht werden könne. Initiativen, die ausschließlich auf Frauen ausgerichtet gewesen seien, hatten dieser Untersuchung zufolge deren Belastungen und die Gewalt gegen sie in manchen Fällen nur verschlimmert. Die dualistische Einstellung „Frauen als Opfer, Männer als Problem“, die in den letzten Jahrzehnten die Debatten geprägt habe, müsse überwunden werden. In der jüngsten Vergangenheit sei ein wachsendes, wenn auch immer noch ängstliches Interesse daran entstanden, zu verstehen, wie gesellschaftlich bedingte Geschlechterzwänge auch Männer beeinträchtigten. Dennoch seien mit dem Begriff „Gender“ bis heute ausschließlich Frauen gemeint gewesen, erklärte Weltbank-Manager Ian Bannon.

    Schließlich: Hilfsorganisationen, die sich auf Frauen konzentrieren, gibt es genug. Der Markt ist mittlerweile ziemlich eng. Solche Organisationen, die vor allem für Frauen und Mädchen da sind, verschenken praktisch die Spendengelder bislang gutwilliger Männer, die ihr Geschlecht (ob berechtigt oder nicht) immer mehr im Hintertreffen sehen. Und solche Männer gibt es immer mehr. Cleverer wäre es, diese Marktlücke beizeiten zu entdecken.

  • Peter sagt:

    Ich freue mich mit welchem Niveau in diesem Blog diskutiert wird und welche Qualität die Artikel haben. Weiterhin möchte ich mich für das Engagement bedanken und werde diesen Blog häufiger aufsuchen. Danke!

  • Sydney sagt:

    Viele Männer haben hier, sicherlich nicht ganz zu Unrecht, eine Art von „positiver Diskriminierung“ kritisiert.

    Selbstverständlich sind Armut und Hunger keine Probleme mit denen vorwiegend Frauen zu kämpfen haben.
    Allerdings denke ich auch, dass die gesellschaftliche Minderwertigkeit von Frauen in einigen Regionen als ein Aspekt unter vielen betrachtet werden kann, der zu Elend und Hungersnot beiträgt.
    Die Arbeitskraft von Frauen ist in vielen Gesellschaften sehr viel weniger wert, als die eines Mannes und ihre Arbeitsmöglichkeiten zudem stark eingeschränkt, was einen Nachteil für die gesamte Familie mit sich bringt.
    Dies könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass Frauen im Falle von Nahrungsknappheit, eher ihren Bedarf zurückfahren müssen, als ihre Männer,
    aus rein wirtschaftlichen Gründen.
    Zudem sind verstoßene oder verwitwete Frauen wegen ihres gesellschaftlichen Status oftmals nicht in der Lage sich selbst und ihre Kinder ausreichend zu versorgen.
    Werden in Krisengebieten die Ehemänner und Väter durch Krieg getötet, folgt der eh schon grausamen Tragödie, oft auch Mangel am Elementarsten für die hinterbliebenen Frauen und Kinder. Auf diese Weise können ganze Regionen bis in die nächste Generation noch stärker von einem gesamtgesellschaftlichen Abrutsch betroffen werden, als dies durch diverse Krisen sowieso schon der Fall wäre.
    Das nicht vorhandene Gleichheitsprinzip (im Besonderen auch das zwischen den Geschlechtern) führt meiner Meinung nach zu einer starken sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsbremse in einer Gesellschaft und sorgt somit für das Weiterbestehen von Elend.

  • Du-Sag-Mal sagt:

    Der Artikel ist sehr interessant. Für mich stellt sich aber auch die Frage ob im Internet nicht mehr zu dem Thema getan werden kann. Jeder redet von Social Media im Internet und den neuen Möglichkeiten doch für gemeinnützige Organisationen scheint das Thema noch nicht wirklich eines zu sein. Das finde ich etwas traurig da hier meiner Ansicht nach sehr viel Potential ist. Fehlt hier das Wissen, die Kapazitäten? Ich weis es nicht.

  • afrika-travel.de sagt:

    >> Jeder redet von Social Media im Internet und den neuen Möglichkeiten doch für gemeinnützige Organisationen scheint das Thema noch nicht wirklich eines zu sein.

    Wer sagt denn sowas? Alleine bei Facebook sind schon einige Organisationen tätig. Und die Tatsache, dass es hier ein Blog gibt, sagt doch auch schon einiges über den Versuch aus, Themen in das „soziale Web“ zu tragen.

    Ich finde die Herangehensweise auf jeden Fall klasse. Weiter so!

  • Ferdinand Knauß sagt:

    Die besondere Aufmerksamkeit für das Leid von Frauen in armen Ländern oder Krisengebieten ist nicht erst eine Folge der unermüdlichen Arbeit feministisch geprägter Lobby-Organisationen. Dieses Propaganda-Bild der „vor allem betroffenen“ Frauen (und Kinder) ist so erfolgreich und bleibt weitgehend unhinterfragt, weil es auf ein allgemeines, kulturenübergreifendes und vorhistorisches anthropologisches Phänomen aufbaut: Frauenleben sind für das Überleben von sozialen Gruppen aus biologischen Gründen wertvoller als Männerleben. Aus dieser unverrückbaren, in modernen Gesellschaften allerdings verschleierten Tatsache folgen grundlegende Verhaltensnormen in Kriegen und existentiellen Krisensituationen. Mehr dazu:

  • GGG sagt:

    Frau Dieckmann ist doch der beste Beweis, dass Frauen in Regierungsämtern (Hier: OB von Bonn) nicht unbedingt bessere Resultate erzielen. Sie konnte mit schönen Fotos in der Lokalzeitung erscheinen, aber sie hat auch das finanzielle Desaster um das WCCB mit zu verantworten (ca. 60 Millionen Steuergelder verloren), und ihre Politik war investorennah aber bürgerfern, und die Hinterzimmer haben regiert.

    Also bis auf die persönlichen Chancen für Frauen, in die Chefetagen zu kommen, bringen mehr Frauen in der Politik nicht viel.

  • Die Welthungerhilfe wird das Ermittlungsverfahren gegen Bärbel Dieckmann nicht kommentieren. Es handelt sich um ein laufendes Verfahren. Wir kennen die Hintergründe nicht, die zu den Vorwürfen geführt haben und können sie daher weder kommentieren noch beurteilen. Dies ist ausschließlich die Sache des Anwalts von Frau Dieckmann. Das Pauschalurteil gegen Frauen in der Politik greift mit dem persönlichen Angriff gegen Frau Dieckmann zu kurz.

    Beste Grüße
    Kerstin Bandsom
    Referentin für Information bei der Welthungerhilfe

  • GGG sagt:

    Liebe Frau Bandsom,

    die Hintergründe, die zu den Vorwürfen geführt haben, können unter den Stichworten „Bonn“ und „WCCB“ überall nachgelesen werden. Dass Sie sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern wollen, ist verständlich. Dass Sie sich aber offensichtlich nicht für die Vergangenheit Ihrer Chefin interessieren, ist bedenklich. Das zeugt nicht gerade von einer guten Führung der WHH. Einer Organisation, die sich nicht für mögliche Verfehlungen ihres Vorstands interessiert, kann man keine Spendengelder anvertrauen.

    Die Wahrheit ist wohl eher: Sie haben mit Bärbel Dieckman eine „elder Stateswoman“ und hervorragende Repräsentantin angeworben. Dummerweise stellte sich, als die Personalie schon feststand, heraus, dass unter Frau Dieckmann in Bonn viele Dinge schiefgelaufen sind, unter anderem das völlige Versagen des Controllings beim Großprojekt „WCCB“. Dazu hat Frau Dieckmanns autoritärer Führungsstil erheblich beigetragen. Fragen Sie nur in der Bonner Stadtverwaltung nach, wo man sich angesichts der überwältigenden Popularität der begnadeten Außendarstellerin Dieckmann kaum traute, ihre Fehler in Sach- und Führungsfragen anzusprechen. Am Ende stand das fahrlässig herbeigeführte Desaster um das WCCB, eine Rücktrittsforderung durch den Rat und staatsanwaltliche Ermittlungen. Die Stadt Bonn schließt Schwimmbäder und muss einen Nothaushalt fürchten.

    Als Entscheiderin ist Dieckmann ein großes Risiko für Ihre Organisation. Als Repräsentationsfigur ist sie verbrannt. Wenn sie wirklich Verantwortung für die WHH übernehmen will, und Schaden von ihr abwenden will, sollte sie zurücktreten.

  • Marquardt sagt:

    Wir als mittelständisches Unternehmen haben die finanzielle Unterstützung von
    von Schulen und Kindergärten, die die Erziehung unserer Kinder nach diesem unsäglichem Gender-Mist gestalten, eingestellt. Dafür fördern wir jetzt gezielt Jungen. Meine Damen, nehmen Sie es als augleichende Gerechtigkeit.

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