Klimakonferenz in Durban: Der Druck der Nichtregierungsorganisationen steigt

Durstlöschen mit Brunnenwasser
Tadschikistan 2011: Durstlöschen mit Brunnenwasser © Ohlenbostel

Bei der Klimakonferenz in Durban ist heute die 2. Verhandlungswoche angebrochen. Unser Team von der Welthungerhilfe hat Verstärkung bekommen: Vadim aus Tadschikistan, Nivedita aus Indien und Jasmin aus der Bonner Zentrale sind angekommen. Gemeinsam  verfolgen wir den Fortgang der Verhandlungen und setzen uns für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Armen bei der Klimakonferenz ein. Viel steht auf dem Spiel.

Mit den Kollegen aus unseren Projektländern tauschen wir uns darüber aus, wie der Klimawandel in den letzten Monaten unsere Arbeit erschwert hat. In Tadschikistan gibt es viele Trinkwasserprobleme, die Gletscher schmelzen und wir machen uns Sorgen, wie das in der Zukunft weitergehen soll. Indien leidet unter allem, was man als Folgen des Klimawandels beschreiben kann: Der Monsunregen ist ausgeblieben – mit katastrophalen Folgen für die Ernte. Der Meeresspiegel steigt und in Folge dessen versalzen in Westbengalen die Grundwasservorräte.

Mit den Kollegen aus unseren Projektländern tauschen wir uns darüber aus, wie der Klimawandel in den letzten Monaten unsere Arbeit erschwert hat. In Tadschikistan gibt es viele Trinkwasserprobleme, die Gletscher schmelzen und wir machen uns Sorgen, wie das in der Zukunft weitergehen soll. Indien leidet unter allem, was man als Folgen des Klimawandels beschreiben kann: Der Monsunregen ist ausgeblieben – mit katastrophalen Folgen für die Ernte. Der Meeresspiegel steigt und in Folge dessen versalzen in Westbengalen die Grundwasservorräte.

Wenn ich höre, was unsere Kollegen und die anderen angereisten Vertreter aus den Entwicklungsländern berichten, ist es umso frustrierender zu beobachten, dass es hier in Durban keinen wesentlichen Fortschritt für den Klimaschutz geben wird. Vor allem die USA, China und Indien müssen sich bewegen und ihre Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren. China hat gestern sogar einen überraschenden Schritt auf die EU zugemacht und sich für eine 2. Verpflichtungsperiode ausgesprochen. Aber sie müssen das auch hinter verschlossenen Türen sagen, denn da wird entschieden.

Der Druck der Nichtergierungsorganisationen auf die Verhandler nimmt zu. Letzte Woche hat das Climate Action Network (CAN) – zu dem wir gehören – den Polen den „fossil of the day“ verliehen. Der Preis „honoriert“ jeden Tag das Land mit der klimafeindlichsten Politik. Die polnische Verhandlungsleitung hat sich bei CAN darüber beschwert und eine Entschuldigung gefordert. Grund für die Verleihung des Preises war die Unterstützung eines Kongresses der Kohleindustrie in Polen, der den Stempel der polnischen Regierung trug. Einen Tag später erklärten die polnischen Vertreter, man hätte das polnische Emblem ohne Zustimmung und Wissen der Regierung benutzt, es habe sich um einen Irrtum gehandelt. Das Beispiel zeigt ganz gut, dass wir doch nicht so hilflos sind, wie es manchmal aussieht und durchaus etwas bewegen können.

Auch die Erklärung der EU, dass sie ohne China und Indien keiner Verlängerung des Kyoto-Protokolls zustimmen wird hat zu viel Protest geführt. CAN kommentierte dies kritisch in einem Artikel in der Konferenzzeitschrift „ECO“ (www.climatenetwork.org/eco-newsletters). Darüber waren die Europäer so erbost, dass sie um ein klärendes Gespräch baten. Wir konnten unsere Kritik an der Position der EU sehr deutlich machen. Auch das zeigt das Gewicht der Zivilgesellschaft. Und es ist ein positives Signal für uns, dass sich unser Einsatz hier in Durban lohnt – auch wenn die Erfolge bisher klein geblieben sind.

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