Kuba und Haiti: Vorbereitungen auf Hurrikan Matthew

Sturm Sandy beschädigte 2012 die Häuser der Fischereikooperative Base Pescera Canhizo in Guama (Kuba). Dieses Bild entstand im Mai 2013. Foto: Pilar/Welthungerhilfe
Sturm Sandy beschädigte 2012 die Häuser der Fischereikooperative Base Pescera Canhizo in Guama (Kuba). Dieses Bild entstand im Mai 2013. Foto: Pilar/Welthungerhilfe

In Kuba und Haiti bereiten sich die Menschen auf Hurrikan Matthew vor, einen der schlimmsten Hurrikane seit zehn Jahren. Der tropische Wirbelsturm fegt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h durch die Karibik, in der Nacht zum Dienstag soll er Haiti erreichen, morgen (4. Oktober) trifft er dann auf den Osten von Kuba.

Hurrikan Matthew auf Kuba: Zivilschutz funktioniert

Die Welthungerhilfe unterstützt seit über 20 Jahren Menschen auf Kuba. Susanne Scholaen, Landesdirektorin auf Kuba, berichtet, dass der Zivilschutz auf der Insel hervorragend funktioniert. Die Bevölkerung werde ganztägig informiert, die Berichte sind sachlich und informativ, um zu vermeiden, dass Panik in der Bevölkerung aufkommt. Wegen der guten Vorbereitung gebe es in Kuba bei Katastrophen normalerweise wenige Personenschäden. Was das Land jedoch stark zurückschlägt, sind zu erwartende Zerstörungen an der Infrastruktur und die Vernichtung der Vegetation, der Ernten, der Tiere und somit der Nahrungsmittel.

Deshalb werden seit Tagen in der ganzen Region morsche Bäume gefällt, trockene Äste abgehackt, Solaranlagen auf den Dächern mit besonderen Bändern befestigt, Straßenbeleuchtung gesichert oder abgebaut. Abwasserkanäle werden ausgepumpt und gesäubert, um bei Überschwemmungen die Verschmutzung des Trinkwassers und damit die Gefahr von Seuchen und Krankheiten zu vermeiden. Schattendächer auf den Märkten und öffentlichen Plätzen werden abgebaut, ebenso die Windmühlen, die in den ländlichen Regionen Trinkwasser pumpen.

Trotz der erwarteten Zerstörungen kann Hurrikan Matthew auch Positives abgewonnen werden: Der Regen, den er mitbringt, sei ein Segen, denn Kuba und auch die anderen Länder in der Region haben eine mehrjährige Dürreperiode durchlaufen, es werde Zeit, dass die Trinkwasserquellen wieder aufgefüllt werden.

Sturm Sandy beschädigte 2012 die Häuser der Fischereikooperative Base Pescera Canhizo in Guama (Kuba). Dieses Bild entstand im Mai 2013. Foto: Pilar/Welthungerhilfe

Sturm Sandy beschädigte 2012 die Häuser der Fischereikooperative Base Pescera Canhizo in Guama (Kuba). Dieses Bild entstand im Mai 2013. Foto: Pilar/Welthungerhilfe

Hurrikan Matthew auf Haiti: Schulen werden zu Notunterkünften

Mahamadou Issoufou-Wasmeier, Landesdirektor der Welthungerhilfe in Haiti, berichtet, dass die Regierung für das Land Alarmstufe Rot ausgerufen und mit der Evakuierung der besonderes betroffenen Gebiete an der Südküste begonnen habe. Die Bevölkerung wurde aufgefordert entsprechende Vorbereitungen zu ergreifen, ausreichend Vorräte an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln anzulegen und ihre wichtigsten Dokumente, z.B. Pass und Geburtsurkunden, sicher zu verwahren. Die staatlichen Schulen bleiben für zwei Tage geschlossen und dienen als Notunterkünfte. Insgesamt wurden 1.300 Notunterkünfte eingerichtet, die bis zu 340.000 Menschen aufnehmen können. Mehr als 18.000 Freiwillige wurden mobilisiert, die den Zivilschutz unterstützen.

Die Welthungerhilfe hat mit dem World Food Programm der Vereinten Nationen (WFP) die Verteilung von Nahrungsmitteln im Nordwesten des Landes vorbereitet. Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen wurden Notfall-Teams aufgestellt, die die lokalen Behörden bei der Erfassung des Hilfsbedarfs nach dem Hurrikan unterstützen werden. Die Welthungerhilfe ist seit über 20 auf Haiti aktiv und hat auch beim verheerenden Erdbeben im Januar 2010 Nothilfe geleistet.

Spende für Flüchtlinge in Norduganda

 

Projekte der Welthungerhilfe in der Region

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