Nepal unter Schock: “Wir haben Angst vor Nachbeben”

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal haben sich Menschen in Lalitpur auf einem zentralen Platz im Patan Dhoka Viertel geflüchtet.
Nach dem schweren Erdbeben in Nepal haben sich Menschen in Lalitpur auf einem zentralen Platz im Patan Dhoka Viertel geflüchtet.

Tag 1 nach dem verheerenden Erdbeben. Wir sind alle heilfroh, dass uns nichts passiert ist. Jetzt müssen wir uns organisieren. Doch die Stromversorgung entwickelt sich zunehmend zu einem Problem. Im Moment sind wir im Büro unseres nepalesischen Partners RRN, wo der Stromgenerator läuft und wir Internet haben. Gerade ist es 5 Uhr nachmittags. Es gibt Gerüchte, dass ein weiteres Erdbeben droht. Vielleicht sind es auch bloß Gerüchte, mal sehen. Hoffentlich.

Nepal_Erdbeben_Barbara-ZillWir versuchen, ein Auto zu organisieren, denn das Welthungerhilfe-Büro liegt auf der anderen Seite der Stadt. Die Fahrt durch die Stadt hierher war gespenstisch, und auch die Fahrer sind verängstigt. Meine nepalesischen Kollegen sind alle bei ihren Familien. Wir realisieren hier alle nur sehr langsam das Ausmaß der Katastrophe.

Morgen werde ich versuchen, mit dem Team vom Büro aus zu arbeiten. Wir haben aber Angst vor weiteren Nachbeben. Immerhin haben wir einen Innenhof, in dem wir uns aufhalten können. Aber die Internetverbindung dort ist kritisch. Ich weiß auch nicht, ob die Geschäfte morgen öffnen. Es wird sich zeigen.

Meine Kollegin Claudia und ich machen uns jetzt langsam auf den Heimweg. Wir kommen an der Deutschen Botschaft vorbei und werden mal sehen, ob es dort schon mehr Informationen gibt. Wir versuchen weiterhin, Euch so gut und schnell es geht zu informieren.

Liebe Grüße, Barbara

Nachtrag: Barbara Zilly im Interview auf WDR2 am 27.4.


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Helfen Sie den Erdbebenopfern in Nepal mit Ihrer Spende! 

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So wird Ihre Spende eingesetzt:

20 Euro kostet eine stabile Plastikplane, mit der sich eine obdachlos gewordene Familie vor Regen und brennender Sonne schützen kann.

33 Euro reichen für eine Monatsration Lebensmittel wie Reis, Linsen, Öl und Salz für eine Familie.

50 Euro reichen für die Erstversorgung von mehreren Familien mit zur Vermeidung von Seuchen dringend benötigten Hygieneartikeln.

75 Euro helfen, 1.000 Menschen mit einer Salz-Zucker-Lösung zu versorgen, die eine lebensbedrohliche, durch Durchfall  verursachte Dehydrierung vorbeugt.

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4 Kommentare

  • Jenish Nakarmi sagt:

    Firstly i am really thankful towards you that you all are working for the welfare of Nepal in this devastating situation. Loads for thanks personally. Currently i am living in Bonn . I got your contact from one of the Lady who came for dinner yesterday where I work. Basically i am writing this to you to ask if you need some volunteers. As i came to know my brother and sister are safe now and they are willing to help but don’t know what to do. So my request towards you is all about if you need some manpower then please let me . I am quite happy to see your dedication towards Nepal.

    Thank you so much !!

    Regards from Bonn

    • Kristina König sagt:

      Dear Jenish,

      thank you very much for your comment and offer! We really appreciate this. But emergency response requires specialised knowledge and professional experience. Welthungerhilfe despatches only trained employees to the crisis regions where they coordinate the aid measures to be taken. We have been co-operating with local partner organisations in Nepal for years now and are able to utilise the structures and contacts of both systems in this disaster situations optimally for the care of the needy.

      We ask for your understanding that we cannot accept even well-intentioned offers for collaboration. You will find current job offers on our website.

      Best regards!

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