Till Wahnbaeck stellt sich vor: Wer ist der neue Generalsekretär der Welthungerhilfe?

Till Wahnbaeck neuer Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe.
Bei mir zu Hause in Hamburg: Ich bin Till Wahnbaeck, der neue Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe.

„Ich bin der Neue – und ich freue mich auf Sie!“ Das habe ich den Mitarbeitern der Welthungerhilfe gesagt, als sie mich kurz nach meiner Wahl zum Generalsekretär so warmherzig willkommen geheißen haben. Warum das so ist, warum ich für diesen Job so brenne und wofür ich stehe, will ich Ihnen, liebe Unterstützer, liebe Kollegen, Partner und Spenderin in meinem ersten Blogeintrag kurz erklären.

Meine Zeit vor der Welthungerhilfe:
Woher komme ich – was hat mich geprägt?

Ich komme aus einem protestantischen Elternhaus, mein Großvater und sein Vater waren Pastoren. Meine Eltern haben mir mitgegeben, dass Privileg – und jeder, der in Deutschland aufwächst, ist privilegiert – bedeutet, Verantwortung für Schwächere zu übernehmen. Meine letzten Schuljahre habe ich auf einer internationalen Schule in Italien verbracht, die sich der Völkerverständigung verpflichtet fühlt. Aus dieser Zeit weiß ich, dass globale Probleme nicht im Alleingang gelöst werden können, sondern nur gemeinsam, wenn alle Parteien offen für die jeweiligen Positionen der Anderen sind. Dann habe ich Geschichte studiert, weil ich verstehen wollte, wie die Welt funktioniert. Ich habe über die Aufklärung promoviert, und ich teile den Glauben der Zeit, dass der Mensch mit den Mitteln der Vernunft die Welt verbessern kann.

Aber letztendlich bin ich ein Macher-Typ, und deshalb bin ich in die Wirtschaft gegangen. Aus der Zeit kommt meine Überzeugung, dass man mit gutem Management, guter Führung und klaren Zielen, aber auch mit klaren Entscheidungen, wenn die Organisation sich nicht einig ist, gute Ergebnisse erreichen kann – und dass Ergebnisse wichtig sind. Nicht Umsatz und Profit, sondern in unserem Fall wirksame und nachhaltige Bekämpfung des Hungers, damit es zu unseren Lebzeiten wirklich noch eine Welt ohne Hunger geben kann. Ich habe das, was ich in der Wirtschaft gelernt habe, immer für einen guten Zweck einzusetzen versucht – mit einer Unternehmensberatung für soziale Projekte oder im Feld in Tansania beim Aufbau von Kleinstunternehmen mit und für Aidskranke. Bisher verliefen diese beiden Stränge – das berufliche und das außerberufliche Engagement – parallel.

In Tansania unterstützte und arbeitete ich mich Menschen, die an Aids erkrankt waren.

In Tansania unterstützte ich Menschen, die an Aids erkrankt waren.

Meine Motivation als Vorsitzender der Welthungerhilfe: Berufliches und privates Engagement verbinden

Jetzt bei der Welthungerhilfe kann ich beide Bereiche endlich miteinander verbinden, und deshalb empfinde ich es als großes Privileg, bei dieser bedeutenden Organisation arbeiten zu dürfen, der ich mit großem Respekt begegne.

Neben meiner Position bei der Welthungerhilfe – was mache ich privat?

Privat bin ich stolzer Vater von drei kleinen Töchtern und verheiratet mit Carolin, die sich nach Jahren als Pressesprecherin bei Greenpeace nun gerade als freie Journalistin selbstständig macht. Ich koche mit Leidenschaft und backe mit meinen Kindern, spiele Billard mit Freunden, brauche meine Nickerchen zum Entspannen am Wochenende und bin der Erste im Kino, wenn ein neuer James Bond Film anläuft.

Hier will ich etwas bewegen – gemeinsam mit Ihnen.

Sie kennen vielleicht den Untertitel von unserem Spendermagazin: „Was wir gemeinsam bewegen.“ Ich komme nicht aus der Entwicklungszusammenarbeit, aber hier will ich etwas bewegen – gemeinsam mit Ihnen allen! Das funktioniert nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Und das geht nur, wenn wir uns kennen und vertrauen. So etwas passiert nicht von heute auf morgen. Aber Sie haben mein Wort: Ich möchte Sie kennenlernen und von Ihnen lernen.

Was verbindet Sie mit der Welthungerhilfe, welche Themen liegen Ihnen am Herzen?
Schreiben Sie mir, stellen Sie mir Fragen; ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Ich habe in meinem Berufsleben mehrfach erlebt, welche Energie freigesetzt wird und welche Aufbruchsstimmung erzeugt wird, wenn Menschen zusammen an einem großen gemeinsamen Ziel arbeiten und sich und ihre Stärken einbringen können. Deshalb freue ich mich auf Sie und auf das, was wir gemeinsam bewegen werden:

Eine Welt ohne Hunger – noch zu unseren Lebzeiten!

Herzlichst, Ihr
Till Wahnbaeck

Bewerten Sie diesen Artikel: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 29 Bewertungen, durchschnittlich: 3,66 von 5
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Kommentar erst prüfen, bevor dieser auf der Webseite erscheint. Weitere Informationen finden Sie in unserer Blog-Netiquette.