
"Ihr seid nichts, Ihr habt nichts." Seit Jahrhunderten verletzen diese hochmütigen Worte der Großgrundbesitzer die Würde der Chiquitanos, der indianischen Ureinwohner Boliviens im Osten des Landes. Obst und Gemüse wachsen in der Provinz Velasca auf einem reichen, fruchtbaren Boden. Doch die Chiquitanos haben von diesem Reichtum nichts. 95 Prozent der Provinzbevölkerung lebt in Armut, obwohl sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten.
Auch Doña Pércida und ihr Mann wissen, wie es ist, für einen Großgrundbesitzer zu arbeiten: "Wir haben wie Leibeigene gelebt. Wir haben kaum Geld bekommen und lebten in einen Haus der Landbesitzer. Ich habe mir geschworen: Nie wieder. Ich wollte frei sein."
Die Hoffnung der Chiquitanos heißt Evo Morales, der erste indianische Präsindent Boliviens. Er hat den Kleinbauern Land zugesprochen. Land, das den armen Bauernfamilien ein freies Leben beschert. Land, das satt macht. Mit Unterstützung der Welthungerhilfe sollen die Bauern friedlich zu ihrem Recht kommen. Denn in Velasco gilt nun endlich das Gesetz. Die Bauern lernen, ihr kostbares Land gewinnbringend zu bewirtschaften. Sie bauen, Kaffee, Papayas, Orangen, Zuckerrohr, Mais und anderes Gemüse an und verkaufen die Produkte auf den lokalen Märkten.
Auch Doña Pércida profitiert von der Hilfe. Gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftet sie eigenes Land und hat gelernt, wie sie alles, was sie zum Leben braucht, anbauen kann. "Ich stehe jeden Morgen um fünf Uhr auf und arbeite hart. Doch heute bin ich die Chefin! Ich bin frei - und meine Familie auch."
Ihre Spende schenkt Freiheit. Helfen Sie, damit sich arme Kleinbauern aus der Abhängigkeit befreien können. 40.000 Familien brauchen Ihre Unterstützung. Jede Familie zählt. Jeder Euro hilft.
So können Sie helfen
35 Euro reichen aus, damit 30 Familien genügend Pflanz- und Saatgut bekommen, mit dem sie zum ersten Mal ihre eigenen Felder bestellen können.
50 Euro tragen dazu bei, dass Kleinabuern zwei Tage lang in ihrem Recht auf Grundbesitz juristisch beraten und unterstützt werden.
70 Euro helfen zur Fortbildung von fünf Bäuerinnen zur Vermarktung der selbst hergestellten Produkte wie Marmelade und Trockenfrüchte.

