Deutscher Botschafter zu Besuch bei Welthungerhilfe in Pakistan

"Das Ausmaß der Katastrophe ist unvorstellbar"


Der deutsche Botschafter, Dr. Michael Koch (re.),
zu Besuch beim Welthungerhilfe-Team in
Pakistan © Rechenburg.
Wieder gab es hohen Besuch beim Nothilfeteam in Pakistan: Der deutsche Botschafter Dr. Michael Koch ist der Einladung der Welthungerhilfe gefolgt und ins Katastrophengebiet von Punjab gereist. Er wollte sich vor Ort ein Bild von der Lage machen. "Das Ausmaß der Katastrophe ist zu groß, um sich so etwas im vorhinein vorstellen zu können", sagte Koch am Donnerstag, 2. September, bei einer Fahrt durch die überschwemmten Gebiete.  

"Für mich ist die Hauptfrage: Was müssen wir tun, um hier zu helfen und die betroffenen Menschen in Pakistan zu unterstützen?" Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben der Welthungerhilfe bereits 2,7 Millionen Euro für den Nothilfeeinsatz in Zentralpakistan zur Verfügung gestellt.

Gemeinsam mit Nothilfekoordinator Jürgen Mika hat Dr. Koch einen Tag lang die Region südlich von Muzaffargarh bereist. "Das ist eine der am stärksten betroffenen Region in ganz Pakistan", so Mika. "Und zudem eine, in der bislang wenig Hilfe angekommen ist, deshalb wird die Welthungerhilfe sich auf diese Region konzentrieren."  

 

Botschaft steht mit Rat und Tat zur Seite

Unmittelbar nach seiner Ankunft in Multan am Vortag hat Botschafter Koch bei einem Essen mit Vertretern der Welthungerhilfe, Malteser International, dem Technischen Hilfswerk und einer pakistanischen Hilfsorganisation seine Unterstützung angeboten und für eine enge Kooperation der deutschen Helfer im Katastrophengebiet geworben. "Es müssen möglichst viele Akteure hier in das Netz eingebunden werden, um die Hilfe so effektiv wie möglich zu machen", so Koch. Auch dabei wolle er von Seiten der Botschaft gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.  

Bei seinem Kurzbesuch in Multan hat Koch auch Vertreter der UN-Organisationen OCHA und des World Food Programms getroffen. Auch dort hat er seine Hilfe zugesagt. Die Welthungerhilfe leistet gemeinsam mit dem World Food Programm und anderen UN-Organisationen in Punjab Nothilfe. Im September sollen Planen, Nahrungsmittel, Haushalts- und Hygienesrtikel südlich von Muzaffargarh verteilt werden.  

 

Büro im Katastrophengebiet

Mittlerweile hat die Welthungerhilfe ein Büro in Multan. Das Gebäude – eigentlich ein Wohnhaus mit mehreren Schlaf- und Wohnräumen, Küchen und Bädern – ist gemietet, jetzt muss es als Büro eingerichtet werden.  Das Gebäude im Zentrum Multans wird sich die Welthungerhilfe mit dem italienischen Alliance 2015-Partner CESVI teilen.

„Der Aufbau von Strukturen in Multan ist dringend notwendig, da in Multan die Nothilfemaßnahmen für die gesamte Provinz Punjap koordiniert werden. Die Welthungerhilfe muss nun permanent in Multan vertreten sein um die laufenden und anstehenden Hilfsmaßnahmen durchführen zu können“, betont Mika.

 

Letzte Änderung an dieser Seite: 03.09.2010

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Im Sommer 2010 fliehen tausende Menschen in Pakistan vor der Flut. © Botelli Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Verteilung von Hilfsgütern. © Grossmann

Ein Mädchen vor zerstörten Gebäuden in Punjab. © Grossmann Kinder an einer Brunnen-Pumpe im Dorf Moza Sabgogat in Punjab. © Kopp 

Die erste Ernte nach der Flut: Frauen sammeln Okraschoten in Punjab. © Kopp Wiederaufbau im Dorf Lashari Wala, Punjab. © Kopp

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