Burkina Faso: Ausreichend Nahrungsmittel für eine wachsende Bevölkerung sichern

Burkina Faso gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index 2009 der Vereinten Nationen belegt es Rang 177 von 182 Staaten. In vielen Regionen des westafrikanischen Landes leiden die Menschen unter Nahrungsmittelmangel. Zu den Gründen zählen häufige Naturkatastrophen, hohes Bevölkerungswachstum und die schlechten Handelsbedingungen für Exportgüter auf dem Weltmarkt. Zusätzlich ist vor allem auf dem Land die Infrastruktur unzureichend und nur 24 Prozent der Bevölkerung können Lesen und Schreiben.
Chronischer Mangel
Die Regionen Centre Nord und Plateau Central, Projektgebiete der Welthungerhilfe, sind besonders stark von Hunger und Armut betroffen. Bodenerosion und Degradierung nehmen zu, da jährlich weniger Regen fällt und immer häufiger Starkregen auftritt. Die kontinuierliche Ausdehnung der Ackerflächen und der steigende Energiebedarf haben zu einem Kahlschlag der Wälder geführt, der sich wiederum verheerend auf die Bodenqualität auswirkt. Die Ernten schwanken stark und die Erträge sinken, so dass die Landbewohner jedes Jahr eine kürzere oder längere Hungerphase durchmachen müssen.

Noch ist der Kornspeicher
gefüllt. © GrossmannSicherung der Ernährung
Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen Zood Nooma (AZND), Association Sougri Nooma (ASND) und Association Lutte contre la Désertification hat die Welthungerhilfe ein Projekt entwickelt, das die Ernährungssicherung in vier Provinzen nachhaltig verbessern soll. Rund 20.000 Bauern und Bäuerinnen in Sanmatenga, Ganzourgou, Bam und Oubritenga werden dabei unterstützt nachhaltig bessere Ernten zu erzielen.

Besichtigung von Steinwällen
und Kompostgruben. © BretzVersorgungsgrad verbessern
Die Selbstversorgung der Bauern und Bäuerinnen soll durch den Bau von Steinwällen und den Einsatz von Kompostdüngung auf den Feldern verbessert werden. Die Unterstützung beinhaltet jedoch mehr als nur deren Ausstattung mit Materialien und Geräten. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt in der Aus- und Fortbildung der Männer und Frauen, Dorftrainer und Berater. Beispielsweise erlernen sie den Bau und Unterhalt von Erosionsschutzanlagen sowie die Herstellung und Nutzung von hochwertigem Kompost. Zusätzlich werden lokale Gesprächsforen etabliert, in denen die Umsetzung der Maßnahmen vorangetrieben werden soll.
Erfolge nutzen
Die Vorgängerprojekte in der Region zeigen, dass diese Techniken erfolgreich sind. In den vergangenen drei Jahren konnten in den Provinzen Bam und Sanmatenga knapp 3.000 Hektar degradierte Flächen als Ackerland erhalten beziehungsweise zurück gewonnen und die Ernten um 25 bis 30 Prozent gesteigert werden. Diese Erfolge sollen für das aktuelle Projekt nutzbar gemacht werden: Bereits erfahrene Bauernorganisationen sollen mit unerfahrenen Bauernorganisationen in Kontakt gebracht werden und ihnen nach einem festgelegten ‚Fahrplan’ ihr Wissen vermitteln.
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Welthunger-Index 2009: Burkina Faso
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Weitere Informationen
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Projektnummer
BFA 1037-07
Projektdauer
- Januar 2008 bis Juni 2011
Projektorte
Provinzen Sanmatenga, Ganzourgou, Bam und Oubritenga
Schwerpunkte
- Landwirtschaft
- Ernährungssicherung
Finanzierung
- Europäische Union

