Burkina Faso: Überleben am Rande des Sahels

Burkinische Frauen bei
der Ernte. © J. Grossmann
Rund 90 Prozent der Bevölkerung in Burkina Faso leben auf dem Land und von der Landwirtschaft, doch hier sorgen wenig ertragreiche Böden sowie regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden immer wieder für eine Bedrohung der Existenz.
Rund 3.000 Menschen leben in den "Millenniumsdörfern" Boalin, Tangaye und Yalka im Zentralplateau Burkina Faso. Hier feht es an geeignetem Saatgut sowie an Geräten für den Ackerbau. Ein großes Problem stellt die durch Armut und fehlende Einkommensmöglichkeiten bedingte Migration von Männer in die großen Städte oder die Nachbarländer dar. Dies hat vor allem Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen, die nun allein das Überleben ihrer Familie sichern müssen.
Gemeinsam mit der Partnerorganisation Zood Nooma leiset die Welthungerhilfe Hilfe zur Selbsthilfe. Mit verbessertem Saatgut und geeignetem Werkzeug können die Erträge gesteigert werden. Neu angelegte Gemüsegärten werden bald vitaminreiche Nahrung liefern. Außerdem wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser erleichtert. Sechs neue Brunnen sind bereits entstanden. Sie führen ganzjährig sauberes Wasser und entlasten die Bewohner, deren Wege zum Wasserholen sich nun deutlich verkürzt. Die Aus- und Weiterbildung der Bauern und Bäuerinnen zu effektivem Anbau sowie der Konservierung und Verarbeitung des Geernteten werden einen nachhaltigen Effekt haben und die Lebensverhältnisse dauerhaft positiv beeinflussen.
Die Steigerung der Familieneinkommen wird Wirkung auf viele Bereiche haben. Beispielsweise werden Eltern ihre Kinder von ihren Pflichten im Haushalt oder auf dem Feld entbinden und ihnen den Schulbesuch ermöglichen, vor allem auch den Töchtern. Der Anfang einer guten Entwicklung!
