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Burundi - Mittagessen und Gemüsegärten für Schulen

Burundi: Besser lernen ohne Hunger

Dank Essensverteilungen besuchen mehr Kinder die Schule

Schüler in Burundi bei der Essenausgabe.
Mit vollem Magen lernt sich gut: Schüler bei der Essenausgabe. © Desmarowitz
Drei Schülerinnen in Burundi bei der Essenausgabe.
Auch diese Schülerinnen freuen sich über die nahrhafte Mahlzeit am Mittag. © Desmarowitz
Schüler freuen sich auf das Mittagessen in Burundi.
Hurra, endlich Mittagessen! Die Essensausgabe ist ein Höhepunkt im Schulalltag. © Desmarowitz
Mütter ernten das Gemüse in den Schulgärten in Burundi.
Das Gemüse in den Schulgärten gedeiht prima und füllt die Teller ihrer Kinder mit gesundem Essen. © Desmarowitz

Burundi ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten Afrikas. Gewaltsame politische Umstürze und Bürgerkriege haben das Land immer wieder in seiner Entwicklung zurückgeworfen. Die Hälfte der Bevölkerung leidet an Unterernährung.

Die 36-jährige Jocelyne Nyabenda lebt mit ihrer Familie in Vumbi, einem Dorf im Norden Burundis, in der Provinz Kirundo. Wie 80 Prozent der Bevölkerung bewirtschaftet die sechsköpfige Familie ein kleines Stück Land. Dort baut sie Bohnen, Maniok, Kürbis und Kartoffeln an. Die Ernten reichen aber nicht aus, damit die vier Kinder und ihre Eltern satt werden.

Je schlechter die Familien sich selbst versorgen können, desto seltener gehen die Kinder zur Schule. Stattdessen arbeiten sie gemeinsam mit ihren Eltern auf den Feldern oder verdingen sich als Tagelöhner, damit die Familie sich ernähren kann. Zeit für die Schule bleibt da nicht. Es sei denn, die Schulen helfen den Familien bei der Lösung des Ernährungsproblems - durch eine Schulspeisung für ihre Kinder.

Das eigene Leben erfolgreich meistern

Die Grundschule in Vumbi ist eine von 100 Grundschulen mit insgesamt 100.000 Schülerinnen und Schülern in der Provinz Kirundo, in denen eine warme Schulmahlzeit verteilt wird. Täglich gibt es frisches Gemüse, Maisbrei und Bohnen. Das macht nicht nur satt: Die Kinder sind gesünder, aufmerksamer und lernen deshalb leichter – die beste Voraussetzung, um das eigene Leben erfolgreich zu meistern.

Das überzeugt die Eltern, auch ihre Töchter in die Schule zu schicken. "Die Kinder gehen gerne in die Schule, denn sie wollen etwas lernen", sagt Jocelyne Nyabenda. Auch die Eltern sind wichtig für den Erfolg des Projektes. Abwechselnd bereiten sie das tägliche Mittagessen zu. Um die Speisen mit gesunden Zutaten zu bereichern, haben sie mit Hilfe der Welthungerhilfe einen Schulgarten angelegt. Hier wachsen Möhren, Bohnen, Bananen und Lenga-Lenga, ein afrikanischer Spinat. Wird mehr geerntet, als für die Schulspeisung nötig ist, können die Eltern das Gemüse auf dem Markt verkaufen.

Die Eltern kochen mit

Jocelyne ist Mitglied im Komitee, das die Eltern zum Kochen einteilt. Während früher viel Zeit verging, um Wasser von weit entfernten Wasserstellen zu holen, gibt es heute Regenwassertanks, die jeweils 5.000 Liter fassen. Ein selbst gebauter offener Speisesaal schützt die Kinder vor der Mittagssonne und dem Regen.

Tagelöhner gehen wieder zur Schule

Schulleiter Pascal Nsengiyumva ist glücklich: "Viele Kinder gingen nach Ruanda, um dort als Tagelöhner oder Haushaltshilfen zu arbeiten. Jetzt gehen sie hier zur Schule." Das ist der erste und wichtigste Schritt in eine bessere Zukunft – für die Kinder und das ganze Land. Deshalb unertstützt die Welthungerhilfe nicht nur hier, sondern in allen Projektländern, eine nachhaltige Verbesserung der Bildungssituation. Die Schulspeisung ist ein wichtiger Bestandteil davon.

100.000 warme Mahlzeiten an 100 Grundschulen - jeden Schultag! Wie das Lehrer und Eltern in Burundi auf die Beine stellen können, zeigt folgendes Video aus unserem Projekt!

Video - Schulspeisung à la Burundi

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Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem World Food Programme (WFP) in Burundi.

Mit Ihrer Spende tragen Sie wesentlich dazu bei, das Leben der Menschen - zum Beispiel in Burundi - zu verbessern.