"Do No Harm"

Kinder in Indonesien. © Lohnes
"Do No Harm" ("Richte keinen Schaden an") ist ein Leitfaden für die konfliktsensible Planung von Hilfsmaßnahmen, insbesondere in Kriegs- oder Spannungsgebieten. Er geht zurück auf die Einsicht, dass Hilfsprojekte in Bürgerkriegen oder lokalen Konflikten unvermeidliche Nebenwirkungen haben: Je nachdem, wer Hilfsgüter erhält und welche impliziten ethischen Botschaften die Hilfsorganisationen senden, können sie Gewalt fördern oder ihr entgegenwirken.
Um dies bewusst zu machen und ungewollte Effekte zu vermeiden, hat sich der von Mary B. Anderson entwickelte Ansatz durchgesetzt. Ein Kerngedanke ist, dass in Gewaltkonflikten einige Beteiligte ("dividers") die Parteien weiter entzweien, andere das Verbindende aufrecht erhalten ("connectors").
Hilfsmaßnahmen sollten bewusst so ausgelegt sein, dass sie die im Krieg besonders heikle Position der "connectors" stärken und nicht die der "dividers".
