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Sahel: Ernte in der Sahelzone

ERNTE IN DER SAHELZONE

Nach den Niederschlägen sind die Erträge gering, einige Menschen hungern weiter

Mann mit Getreidesack
Die Welthungerhilfe versorgt die Menschen in der Sahelzone mit Nahrungsmittelhilfen. © Brockmann
Frauen sitzen auf Getreidesäcken
Die Nahrungsmittel sind für manche die letzte Rettung. © Brockmann

In der Sahelzone hat es nach der großen Dürre in den Jahren 2011 und 2012 endlich wieder geregnet. In der über Monate andauernden Trockenheit hatten viele Menschen ihre Vorräte aufgebraucht und ihr Vieh musste notgeschlachtet werden. Es waren über 18 Millionen, die sich nicht mehr ausreichend ernähren konnten, darunter eine Million Kinder.

Nach den Niederschlägen hat sich ihre Lage vorerst gebessert: Die Saat, die im Oktober ausgebracht wurde, ist aufgegangen und Leute haben jetzt mit der Ernte begonnen. In Mali, Burkina Faso und Niger gibt es wieder Erdnüsse, Bohnen, Hirse und Reis.

Allerdings ist die Ernte nicht überall gleich üppig ausgefallen. Für die Menschen, die überwiegend von der Landwirtschaft leben, sind die Erträge zu gering. Nach Monaten des Hungers und des finanziellen Verlustes verkaufen die Bauern das frisch Geerntete, um endlich wieder an Geld zu kommen. Für ihre eigenen Familien und als Vorräte legen sie zu wenig zurück – es ist damit zu rechnen, dass die Menschen deshalb bald wieder hungern müssen.

Nahrungsmittel und Saatgut für Dürreopfer

Auch das Geld, das sie mit dem Verkauf von Obst, Gemüse und Getreide einnehmen, ist zu wenig, um es langfristig zurückzulegen: Bedingt durch politische Rahmenbedingungen in der Sahelzone und gestiegene Weltmarktpreise sind Nahrungsmittel weiterhin sehr teuer.

Normalerweise sinken sie nach der Ernte und die Kaufkraft steigt. Dieser Effekt ist bis heute ausgeblieben. Essen wird immer noch zu überhöhten Preisen gehandelt, viele Menschen können es sich nicht leisten und müssen deshalb weiter Hunger leiden.

Um den Betroffenen in dieser Notsituation zu helfen, versorgt die Welthungerhilfe besonders bedürftige Familien weiterhin mit Nahrungsmitteln. Beim Wiederaufbau werden sie mit Saatgut, Kleinvieh wie Hühnern und Ziegen und Barmitteln unterstützt.

Die Bevölkerung ist geschwächt

Weil es im Sahel immer wieder zu Dürren kommt, sind die Menschen extrem geschwächt. Die Welthungerhilfe setzt sich für diese Menschen sowohl in akuten Notsituationen ein und betreut sie seit vielen Jahren mit langfristigen Entwicklungsprojekten.

2012 wurden über eine Million Menschen mit Nothilfemaßnahmen erreicht. Darüber hinaus lernen die Menschen vor Ort durch Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie ihre Felder befestigen, ihre Ernte richtig lagern und verkaufen sowie Bewässerungssysteme anlegen können, um die klimatischen Bedingungen besser für sich zu nutzen.

Erfahren Sie mehr über die Sahel-Region im Welthungerhilfe Brennpunkt: Politisches Pulverfass Sahel (2012).

Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Niger.

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