Dürre in Kenia: Nur Tropfen auf heißen Steinen

Bildergalerie: Menschenschlangen vor Wasserstellen, tote Tiere, fleißige Massai-Frauen

Eine von wenigen Wasserstellen, die noch als Tränke benutzbar ist. © Krebbernutzbar ist. © Krebber
Eine von wenigen Wasserstellen, die noch als
Tränke benutzbar ist. © Krebber
(April 2009). Immer noch gibt es zu wenig Regen im Massai-Gebiet in Kajiado, der Rift Valley Province. Und auch im restlichen Teil Kenias ist Wasser Mangelware. Experten warnen, dass das Land dringend eine gute und niederschlagsreiche Regenzeit benötigt, damit keine Katastrophe passiert. Doch diese Hoffnung wird von Tag zu Tag mehr zu einer Illusion. Die Ernährungssituation der Massai spitzt sich immer weiter zu. Schon vor Beginn der Dürrezeit waren die Viehbestände stark dezimiert. Nun zeichnet sich ab, dass das verbliebene Vieh kaum zum Überleben reichen wird.

 

Es ist "knochentrocken"

"In Nairobi gab es zwar in der vergangenen Zeit zwei kleine Schauer. Und auch heute regnet es ein wenig", berichtet Iris Krebber von der Welthungerhilfe in Kenia. "Doch für einen Jubelausbruch ist es noch zu früh. Ein ergiebiger Regen in Nairobi müsste innerhalb von 24 Stunden mindestens ca. 50 mm bringen. Doch die paar Tropfen brachten laut Regenmesser nur 16 mm. Nairobi ist normalerweise klimatisch nicht anfällig für Dürren. Momentan ist es hier aber knochentrocken. Aber natürlich freuen wir uns über jedes bisschen Nässe, welche vom Himmel fällt. Und in anderen Regionen können selbst kleine Regenmengen der Natur und den Menschen helfen."

 

Weite, staubige Wege bis zur Wasserstelle. © Krebber
Weite, staubige Wege bis
zur Wasserstelle. © Krebber
30 bis 35 Kilometer bis zum Wasser

Die wenigen Wasserstellen in Kajiado werden immer knapper und trockener. Ohne die neuen sowie die reparierten Brunnen und die ländlichen Wasserleitungen der Welthungerhilfe wäre die Situation noch fataler. Entfernungen von 30 bis 35 Kilometern bis zur nächsten Wasserstelle – und die gleiche Anzahl wieder zurück! – sind mittlerweile keine Seltenheit mehr für die betroffenen Menschen. Wer noch über eine Ziege oder einen Esel verfügt und diese als Lastentiere nutzen kann, gehört zu den Glücklichen.

 

Geschwächte Tiere im Überlebenskampf

Doch auch diese Tiere, die an solche klimatisch schwierigen Regionen eigentlich gut angepasst sind, kämpfen derzeit um ihr Überleben. "Ich habe fast nur Esel und Ziegen in extrem erbärmlichem Zustand gesehen. Viele dieser klapprigen Kreaturen waren krank. Kein Wunder, denn die geschwächten Tiere sind sehr anfällig", beschreibt Krebber. Und weiter warnt sie: "Das ist ein absolutes Warnzeichen, dass die Katastrophe schon angefangen hat!"

 

Euro

Letzte Änderung an dieser Seite: 06.04.2009

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Hilfe in Kenia

Die Welthungerhilfe unterstützt bereits seit mehr als 30 Jahren kenianische Partnerorganisationen bei der Durchführung von Projekten. Seit 1993 ist die deutsche Hilfsorganisation mit einem eigenen Büro in Kenia präsent. Derzeit sind neun internationale (darunter acht Deutsche) und rund 100 kenianische Mitarbeiter in 10 Projekten tätig.

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