Kenia: Situation weiter angespannt


Endlich regnet es in Kenia. Doch die Freude ist
getrübt. © WHH

(Mai 2006). In den Dürregebieten in Kenia, und somit auch in den Welthungerhilfe- Projektgebieten, hat die Regenzeit eingesetzt. Endlich. Denn die kurze Regenzeit im Dezember war ausgeblieben. Der Regen ist teilweise sehr heftig. Aus der Not heraus aßen die Menschen das Saatgut. Nun fehlt es auf den Feldern, die nächste Hungerkatastrophe ist vorprogrammiert. Die Hilfsmaßnahmen der Welthungerhilfe laufen weiter wie bisher, denn die Betroffenen sind dringend auf Unterstützung angewiesen.


Rinderherde der Massai.
© WHH
Der Regen ist zwar dringend notwendig. Doch nach fünf niederschlagsarmen Perioden sind die Ernährungsprobleme damit noch längst nicht gelöst. Viele Menschen werden noch bis 2007 - vielleicht sogar noch länger - auf Hilfe angewiesen sein. Während der Dürre hat sich der Herdenbestand der Nomaden drastisch verringert. Viele Tiere waren zu schwach, die kalten nächtlichen Temperaturen zu überstehen. Etliche verendeten aufgrund einer Lungenentzündung.

Selbst wenn diese Regenzeit bis zu ihrem Ende im Juni normal verläuft, und die nächste zwischen Oktober und Dezember nicht ausbleibt, wird es noch Jahre dauern, die verringerten Herdengrößen wieder aufzustocken. Ganz hart trifft es die Familien, die vor dem Nichts stehen. Die weder Tier noch Saat besitzen.


Wenn aus Straßen
Schlammwege werden,
sind selbst Geländewagen
machtlos. © WHH
Mit dem Regen kommen weitere Probleme auf die Bevölkerung zu: Durchfallerkrankungen durch kontaminiertes Wasser werden steigen. Die unbefestigten Straßen verschlammen und behindern Fahrzeuge bei der Durchfahrt. So verzögert sich die Auslieferung dringend benötigter Lebensmittel und Utensilien. Manche Wege werden sogar komplett gesperrt.

 

 

Weitere Informationen zu Kenia

Länderinformation Kenia

Karte von Kenia 235 Px

Die Welthungerhilfe in Kenia

Die Welthungerhilfe unterstützt bereits seit mehr als 30 Jahren kenianische Partnerorganisationen bei der Durchführung von Projekten, seit 1993 ist die deutsche Hilfsorganisation mit einer eigenen Struktur in Kenia präsent. Derzeit sind neun internationale (darunter acht Deutsche) und rund 100 kenianische Mitarbeiter in 11 Projekten tätig. Die aktuellen Vorhaben haben ein Gesamtvolumen von ca. 8,5 Millionen Euro.

Videos

Wasserhelden von Kenia - Die Massai kämpfen für eine bessere Zukunft

Markus Lanz, TV-Moderator und Unterstützer der Welthungerhilfe, berichtet bei "Starvisit" über seinen Projektbesuch im September 2009 mit der Welthungerhilfe in Kenia.

TV-Moderator Markus Lanz besuchte im September 2009 ein Projekt der Welthungerhilfe in Kenia. "Eine Reise nach Afrika ist auch immer ein Lehrstück für Machos wie unsereins", bekennt Lanz schmunzelnd.

Blogbeiträge

Klimawandel in Kenia: Die sorgenvollen Blicke der Bauern (Dez. 2009)

Mutige Bauern in Kenia: Hungerkrise und Klimawandel zwingen die Menschen, neue Wege zu gehen (Oktober 2009)

Dürregeplagt, unterernährt und Schwerstarbeit: Die starken Frauen aus Kajiado/Kenia geben nicht auf (Oktober 2009)

Iris Krebber berichtet aus Kenia: "Sand und Staub, wohin man auch schaut. Grün ist hier schon lange nichts mehr…" (September 2009)

Kenia: 20 Kilometer bis zum nächsten Wasserloch bei staubiger Trockenheit und Hitze (August 2009)

Bericht aus Kenia: Besuch beim Matinga-Damm in Kitu (Februar 2009)

Bericht aus Kenia: Viele Wasserstellen sind nur noch braune, hohle Löcher (Februar 2009)

Bericht aus Kenia: Etwas Regen lässt die Felder kurzzeitig erblühen - doch leider ohne Nutzen (Februar 2009)

Nothilfe-Einsatz in Kenia: Birgit Zeitler von der Welthungerhilfe analysiert die Bedürfnisse der Menschen in den Dürregebieten (Januar 2009)

Multimedia

Bildergalerie: Kenia nach den turbulenten Wahlen (Januar 2008)

Bildergalerie: Überschwemmungen in Kenia (Dezember 2006)

Bildergalerie: Bettina Zimmermann besucht Kenia (November 2006)

Bildergalerie:Impressionen aus Kenia (Oktober 2006)

Bildergalerie: Aids in Kenia (Dezember 2005)

Yvonne Catterfeld in Kenia mit der Welthungerhilfe (Oktober 2006)

Kenia - Fakten, Hintergründe und Geschichten

ISTAF 2008 brachte 12.325 Euro für elternlose Kinder in Kenia (Juni 2008)

Kenia in der Krise: "Die Situation ist unberechenbar." (Januar 2008)

Kenia nach den Wahlen: 300.000 Euro Nothilfe für Flüchtlinge (Januar 2008)

Unruhen im Südwesten Kenias: Projektarbeit in den meisten Regionen wieder aufgenommen (Januar 2008)

Kenia nach den Wahlen: Armut ist eigentliche Ursache für Unruhen (Januar 2008)

Eskalierende Gewalt nach den Wahlen in Kenia (Januar 2008)

LebensLauf 2006: Sammeln für Projekte in Kenia (Juli 2007)

Jenseits des Reichengipfels: Alltag in Kenia und anderen Staaten Afrikas (April 2007)

Überschwemmungen am Horn von Afrika: Gefahr ist noch nicht gebannt (Dezember 2006)

Nach der Dürre kommt die Flut: Welthungerhilfe stellt für Äthiopien und Kenia 200.000 Euro bereit (November 2006)

Überschwemmungen in Kenia (November 2006)

Projektbesuch mit der Welthungerhilfe: TV-Star Bettina Zimmermann in Kenia (November 2006)

Überschwemmungen am Horn von Afrika: Katastrophe weitet sich aus (November 2006)

Yvonne Catterfeld in Kenia: Der Kreislauf des Elends muss unterbrochen werden!" (Oktober 2006)

Ein Erddamm für das Dorf Kithvia: Der Dürre in Kenia die Stirn bieten (August 2006)

Wasser für Kenia: Disneys KÖNIG DER LÖWEN unterstützt die Welthungerhilfe (August 2006)

Dürre in Kenia: Situation weiter angespannt (April 2006)

Weltwassertag 2006: Wassermangel verschärft Folgen von Hungersnöten (März 2006)

Dürre in Kenia: Zahl der Hungernden deutlich unterschätzt (Februar 2006)

Dürre in Kenia: Hungernde brauchen dringend Hilfe (Februar 2006)

Dürre in Kenia: Hilfe für 200.000 Menschen (Februar 2006)

Porträt Iris Krebber: Die Welt besser hinterlassen (Januar 2006)

Dürre in Ostkenia: Der Kampf ums Wasser (Januar 2006)

Folgen der Dürre in Kenia: Zunahme der Armutsprostitution (Januar 2006)

Die Welthungerhilfe warnt: Kenia darf kein zweites Niger werden (Januar 2006)

Aids in Kenia: Der Tod kommt immer früher (November 2005)

© Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz