• Startseite
  • Themen
  • Aktuell: Fluthilfe der Welthungerhilfe in Südasien
  • Fluthilfe der Welthungerhilfe in Indien, Bangladesch, und Nepal (Stand: 20.08.2007)

    Verteilung von Nahrungsmittelpaketen in Bangladesch. ©DWHH
    Verteilung von Nahrungsmittelpaketen in
    Bangladesch. © WHH

    Die Situation in Südasien entspannt sich immer weiter. Der Regen hat in weiten Teilen nachgelassen. Die Wasserstände der Flüsse in den betroffenen Regionen sinken zunehmend.

    Nach offiziellen Angaben sind rund 28 Millionen Menschen von den Überschwemmungen infolge von heftigen Monsunregen in Indien, Bangladesch und Nepal betroffen. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich insgesamt auf mindestens 2.000. Am meisten leidet Indien unter den gewaltigen Wassermassen. In den Staaten Assam, Bihar und Uttar Pradesh gehen Behörden und Hilfsorganisationen von ca. 20 Millionen Betroffenen aus. Etwa acht Millionen sind es in Bangladesch und ca. 300.000 in Nepal.

    Zwar melden Meteorologen eine Entspannung der Wetterlage: Die Wasserstände der Flusssysteme von Ganges und Bramaputra steigen momentan nicht weiter an. Doch haben die Fluten rund zwei Millionen Hektar fruchtbaren Bodens zerstört, so dass in den kommenden Wochen und Monaten mit massiven Ernteausfällen zu rechnen ist. Dazu wächst täglich die Gefahr von Cholera-Ausbrüchen, Malaria und Durchfallerkrankungen.

     

    Aktuell: 

    Überflutungen in Nepal. © DWHH
    Überflutungen in Nepal.
    © WHH
    Nepal

    Die Situation in Nepal entspannt sich immer mehr. Die Wasserpegel sinken weiter.

    Nepal war als erstes Land von den Fluten betroffen. Die Niederschläge liefen hier zusammen, bevor sich die Fluten weiter in Richtung Ganges bewegten. Neben Erdrutschen in der Gebirgsregion ist vor allem das sog. Terai, das Flachland in der Tiefebene, betroffen. Seit Ende Juli ist die Partnerorganisation der Welthungerhilfe, Rural Reconstruction Nepal (RRN), bereits mit Nahrungsmittelverteilungen im Einsatz.

    Unterstützt werden die schwer betroffenen Familien aus drei Distrikten im Terai, die ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren haben. Dabei sollen 700 Familien (das entspricht etwa 4.000 Menschen) mit Materialien für Notunterkünfte, einschließlich Decken und Matten, sowie mit Kleidung für Kinder und Frauen unterstützt werden. Darüber hinaus sollen drei zerstörte Flussbefestigungen provisorisch mit Gabionen (Drahtschotterkästen) repariert werden, so dass eine Rückkehr der Betroffenen in die Dörfer möglich wird. 

    Das Projekt wird aus Spendenmitteln mit 30.000 Euro finanziert.

     

    Rettung per Floß in Anando, Bangladesch. © DWHH
    Rettung per Floß in
    Tangail, Bangladesch.
    © WHH
    Bangladesch

    Die Überschwemmungen in Bangladesch gehen immer weiter zurück. Es regnet nicht mehr.

    Im Distrikt Tangail waren zu Beginn der Flutkatastrophe 35.000 Menschen obdachlos, mehr als 6.000 Häuser wurden zerstört.

    Das Projektgebiet liegt im Einzugsgebiet des Jamuna, einer der drei größten Flüsse des Landes. Mehr als die Hälfte des gesamten Landes gilt zur Zeit als überflutet. Die Projektregion im Distrikt umfasst die vier Unions Atia, Patrail, Slimpur und Elasin. Hier verteilt die Welthungerhilfe Nahrungsmittel an 2.000 Familien (ca. 10.000 Menschen). Durch den Verlust ihrer Wohnungen und der Einkommensmöglichkeiten als Tagelöhner sind die vollkommen mittellosen Menschen auf sofortige externe Unterstützung angewiesen sind.

    Das Projekt wird aus Spendenmitteln mit 22.000 Euro finanziert.

     

    Wassermassen in Assam, Indien. © Reuters
    Wassermassen in Assam,
    Indien. © Reuters
    Indien - Assam und Bihar

    Auch in den betroffenen Regionen in Indien fließen die Fluten langsam ab.

    In Indien trat nach den heftigen monsunalen Regenfälle der letzten Wochen das Wasser des Ganges und des Brahmaputra über die Ufer. An mehreren Stellen kam zum Durchbruch der Deiche, so dass die Niederungen weiträumig überschwemmt und viele Dörfer überflutet wurden. Nach neuesten Meldungen mussten sich sechs Millionen Menschen auf höher gelegene Gebiete retten. Zwar kommt es im Brahmaputra-Tal häufig zu Überschwemmungen. Ungewöhnlich hoch ist allerdings die Zahl der betroffenen Distrikte: Während es in "normalen" Jahren nicht mehr als sieben sind, haben momentan 24 von insgesamt 27 Distrikten des Staates Assam mit den Wassermassen zu kämpfen.

    Im Bundesstaat Assam hat die Welthungerhilfe gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Indo - Global Social Service Society (IGSSS) und zwei kleineren lokalen Gruppen Nothilfemaßnahmen für 4.500 Personen (ca. 630 Familien) eingeleitet. So werden Nahrungsmittel wie Reis, Dhal, Salz und Kindernahrung sowie Sanitärartikel wie auch Mittel zur Trinkwasseraufbereitung und Medikament gegen Durchfallerkrankungen und Malaria für einen Monat verteilt.
     
    Das Projekt wird aus Spendenmitteln mit 30.000 Euro finanziert.

     

    Bihar

    Auch in Bihar unterstützt uns unsere Partnerorganisation IGSSS. 25.000 Menschen (5.000 Familien) erhalten hier Nahrungsmittel wie Reis und Dhal. Dazu werden Planen und Holz für Notunterkünfte sowie Kochgeräte verteilt.

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat für das Projekt 140.000 Euro zur Verfügung gestellt.

    © Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz