Ecuador: Verbesserung der Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaften in den Mangrovenwäldern
Ecuador kämpft seit den Finanzkrisen in den 90er Jahren gegen immer wiederkehrende wirtschaftliche und soziale Krisen. Dies wirkt sich besonders auf die immer härteren Lebensbedingungen der indigenen und afro-ecuadorianischen Kleinbauern aus. Analphabetismus, armutsbedingte Krankheiten und chronische Unterernährung sind vor allem bei den Kindern weit verbreitet.

Unübersehbare Schäden der
MangrovenwälderHilfe für die Ärmsten
Die 40 Dorfgemeinschaften in den küstennahen Naturschutzgebieten der drei Kantone Muisne, Eloy Alfaro und San Lorenzo zählen zu den ärmsten Ecuadors. Die Dorfbewohner haben nur sehr begrenzt Zugang zu Schulbildung, Gesundheitsversorgung und Trinkwasser. Zwar schreibt die Verfassung des Landes sowohl den Schutz der natürlichen Ressourcen als auch die Siedlungs- und Nutzungsrechte der Afroecuadorianer in der Verfassung fest. Trotzdem werden ihre Mangroven- und Sumpfwälder durch Schrimpsfarmen, Forstunternehmen und Zuwanderung immer mehr reduziert. Mit der Bedrohung des Ökosystems in der Provinz Esmeraldas werden gleichzeitig auch die Lebensbedingungen der Bevölkerung stark gefährdet.

Verkauf von KokosnüssenBildung und wirtschaftliche Förderung
Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen in der Region dabei, ihre Lebensbedingungen durch die Rückgewinnung, Bewirtschaftung und Erhaltung der Mangrovenwälder zu verbessern. In Fortbildungen und Schulungen werden die Dorfbewohner in die Lage versetzt, ihre gesetzlich verbrieften Rechte zu kennen und zu nutzen. Doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht soll sich das Leben der Bewohner Esmeraldas verbnessern. So fördert die Welthungerhilfe Kleinbetriebe zur Muschel – und Krebszucht, die Fischverarbeitung sowie die Kokosproduktion und Vermarktung. Außerdem unterstützt sie die Menschen bei der Anlegung von Gärten, in denen sie ihr eigenes Gemüse anbauen können. Auch durch die Aufforstung der Wälder werden die Lebensbedingungen der Dorfbewohner nachhaltig gesichert.

Eine Dorfschule in der
Projektregion. Schulung und Beratung
Drei ecuadorianische Partnerorganisationen arbeiten zusammen mit der Welthungerhilfe, Hivos und der Europäischen Komission: Fondo Ecuatoriano Populorum Progressio (FEPP), Fundación de Defensa Ecológica (FUNDECOL) und Centro Ecuatoriano de Desarollo y Estudios Alternativos (CEDEAL). Die Ausbildung und Beratung der Bevölkerung sieht neben Alphabetisierungsprogrammen vor allem Workshops für Gender und Gleichstellung, Menschen- und Verfassungsrechte, Partizipation und Führung, sowie Organisationsstruktur und lokale Entwicklung vor. Die Menschen werden so befähigt, an kommunalen Entscheidungen mitzuwirken und Einfluss zu nehmen.
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Euro
Welthunger-Index 2009: Ecuador
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Weitere Informationen über Ecuador.
Projektnummer
ECU 1028 - 07
Projektlaufzeit
01.04.2007 - 28.03.2011
Projektorte
Kantone Eloy Alfaro, Muisne und San Lorenzo.
Projektpartner
Fondo Ecuatoriano Populorum Progressio (FEPP),
Fundación de Defensa Ecológica (FUNDECOL) und
Centro Ecuatoriano de Desarollo y Estudios Alternativos (CECEAL).
Schwerpunkte
- Umweltschutz
- Bildung
- Kleinprojekteförderung
- Gesundheitsfördernde Maßnahmen
- Menschenrechte
Finanzierung
Kofinanzierung: Kommission der Europäischen Union (KEU)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungs (BMZ)
