Millenniumsdorf San Andrés in Ecuador:

Wasser für die Felder hat die höchste Priorität

Am Tag brennt die Sonne, nachts herrscht klirrende Kälte in San Andrés. Der Ackerbau ist extrem anstrengend und doch einzige Einkommensquelle. Da die Ernte nicht reicht, wird der Broterwerb zur Aufgabe der ganzen Familie. Wenn die Väter Arbeit in den Städten suchen müssen und die Mütter die Last von Haus und Feld schultern, ist Kinderarbeit fast normal.

 


Farmer bemühen sich, die unergiebigen Böden der Anden zu bewirtschaften. © Shirley
Farmer bemühen sich, die unergiebigen Böden
der Anden zu bewirtschaften. © Shirley
San Andrés liegt im kargen und sehr trockenen Hochland und beheimatet 10.000 der insgesamt 13 Millionen EinwohnerInnen Ecuadors. Die Region um San Andrés gehört zu den ärmsten Gebieten des Landes, das von höchst ungleichen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen geprägt ist. Vor allem die ländliche Landbevölkerung ist extrem arm.

 

Anders als im Landesdurchschnitt leben in San Andrés nicht 50 Prozent, sondern 85 Prozent der Menschen in lebensbedrohlicher Armut. Zum Überleben haben sie nichts als ihre trockenen und ausgelaugten Äcker und die Hoffnung auf ausreichende Ernten wird stets enttäuscht. So haben die Männer keine andere Wahl als in die Städte auf Arbeitssuche zu ziehen. Die Frauen tragen dann die enorme Last des Haushalts und der Feldarbeit allein. Für die Kinder heißt das, mit anzupacken. Für die Schule, den langfristigen Ausweg aus der Misere, bleibt ihnen keine Zeit.




Doch die Bewohnerinnen und Bewohner von San Andrés wollen dieses nicht länger ertragen. Seit 2005 gehört das Dorf zu den 15 Millenniumsdörfern, die von der Welthungerhilfe unterstützt werden. Beraten von deren MitarbeiterInnen haben die Frauen und Männer von San Andrés festgelegt, mit welchen Maßnahmen sie in den kommenden fünf Jahren ihre Armut bekämpft wollen: Wasserversorgung für Felder und Menschen ist die oberste Priorität. Aber auch die Stärkung der Position von Frauen durch Kleinkredite und Schulungen in Anbaumethoden und Vermarktung sind wichtig, genauso wie Schulausbildung für die Kinder.



Millenniumsziele wahrmachen

Die Bäuerinnen und Bauern brauchen Beratung beim Ausheben von Gräben zur dauerhaften Bewässerung ihrer Felder. Die Frauen benötigen Kleinkredite, um selbständig zu werden. Die Kinder müssen zur Schule gehen um lesen, schreiben und rechnen lernen. Nur so haben die Menschen von San Andrés eine Chance auf eine unabhängige Zukunft. Dabei hilft ihnen die Welthungerhilfe.

Letzte Änderung an dieser Seite: 12.06.2009
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Fakten:

Durchführung: Partnerorganisation Central Ecuatoriana di Servicios Agrícolas (CESA) gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Millenniumsziele: 1, 3

Kooperationspartner: Bisher keine

Fortschritte

Das haben wir bisher im Millenniumsdorf San Andrés geleistet (stetig aktualisiert)

Karte Ecuador. © CIA FActbook

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