Gute Arbeit aus Spenden - Ein Projekt entsteht

- Ohne verlässliche Finanzierung kann auch das beste Projekt nicht langfristig erfolgreich sein. © Lohnes
Das finanzielle Rückgrat der Welthungerhilfe sind ihre Spenderinnen und Spender. Sie ermöglichen, dass vor allem auch langfristig angelegte Projekte umgesetzt werden können. Wie gelingt es nun, aus einem Projektantrag ein finanziertes, nachhaltiges Projekt zugunsten Not leidender Menschen zu gestalten?
Der Projektantrag trifft ein
Eine Partnerorganisation aus Afrika, Asien oder Lateinamerika legt ein Projekt zur Förderung vor. Diese engagierten, kompetenten und unabhängigen privaten Entwicklungsorganisationen sind es, die das Projekt später auch einmal selbst durchführen sollen.
Der Antrag wird gemäß den Förderrichtlinien der Welthungerhilfe u.a. geprüft, ob er konzeptionell geeignet und fachlich umsetzbar ist: von den hauptamtlichen Fachkräften, von den ehrenamtlichen Gutachtern, vom Vorstand und je nach Antragssumme auch vom Präsidium. In Katastrophen und anderen akuten Notsituationen ist das Verfahren erheblich kürzer und einfacher, weil dann immer die schnelle Hilfe entscheidend ist. Hier führt die Welthungerhilfe Projekte - wenn möglich mit einheimischen Partnern - aber häufig auch in Eigenregie und mit eigenem Personal durch.
Und woher kommt das Geld?

- Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Projekte. © Boethling
Auch das beste Projekt kann nur gefördert werden, wenn ausreichend Spendengelder zur Verfügung stehen. Deshalb wirbt die Welthungerhilfe parallel zu der strengen Projektbewertung um Spenden. Diese ihr anvertrauten Gelder werden effektiv eingesetzt, damit sie nachweisbar und nachhaltig Verbesserungen für möglichst viele Menschen erzielen.
Die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Garantie für Qualität und Effizienz im Umgang mit den Spenden. Ihr Fachwissen, ihre Erfahrung, die organisatorische Infrastruktur und die Kontrollmechanismen garantieren den Spenderinnen und Spendern, dass aus ihrer Spende gute Projekte mit guten Partnern entstehen. Dazu gehört auch eine umfassende Spenderbetreuung. Die unumgänglichen Verwaltungskosten – minimiert auf durchschnittlich knapp 2 Prozent pro Jahr – sind so eine rentable Investition.
Das Projekt läuft an
Nach Abschluss eines Vertrages beginnt die Partnerorganisation mit der Durchführung des Projektes und hält engen Kontakt zur Welthungerhilfe. Im Laufe der Zeit müssen nämlich regelmäßig Berichte und Abrechnungen vorgelegt und von Mitarbeitern der Welthungerhilfe geprüft werden. In Projektbesuche vor Ort verschaffen sich Revisoren und Gutachter einen Eindruck, ob die Gelder sachgerecht eingesetzt und die Projektziele erreicht wurden. Die Welthungerhilfe erhält zusätzlich öffentliche Zuschüsse z.B. von der Europäischen Union, der Bundesregierung und anderen internationalen Entwicklungsorganisationen. Auch deren Prüfer kontrollieren die sachgemäße Verwendung der Gelder.

