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Erbeben in Nepal - Nothilfe und Wiederaufbau

Nepal nach dem Erdbeben: Nothilfe und Wiederaufbau

Das Erdbeben im April 2015 zerstörte Häuser, Infrastruktur, Schulen und Lebensgrundlagen. Ein Jahr später: die Lage ist weiter kritisch.

(April 2016) Die Erdbeben vom 25. April und 12. Mai 2015 mit der Stärke 7,9 und 7,4 gelten als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Laut Regierung starben mehr als 8.800 Menschen an den Folgen der Beben, rund 22.300 wurden verletzt. In Gorkha und Sindhupalchok, den Epizentren der Beben, wurde nahezu 90 Prozent der Infrastruktur und Wohnhäuser zerstört. 

Insgesamt wurden über 600.000 Wohnhäuser durch die Beben zerstört, weitere 285.000 wurden beschädigt. Jahrhundertealte Tempel sind eingestürzt, zahlreiche Straßen sind zum Teil bis heute unpassierbar. Über 500 Gesundheitseinrichtungen und über 8.300 Schulen wurden unbrauchbar. Der Gesamtschaden in und um Nepal beziffert ein UN-Bericht mit über drei Milliarden US-Dollar.

Unser „Cash for Work“ Programm im Distrikt Ramechhap half den Menschen, ihr Einkommen zu sichern, indem sie beschädigte Infrastruktur wie z.B. Bewässerungssysteme instand setzten.
Unser „Cash for Work“ Programm im Distrikt Ramechhap half den Menschen, ihr Einkommen zu sichern, indem sie beschädigte Infrastruktur wie z.B. Bewässerungssysteme instand setzten.
Aus vielen Gebieten Nepals wurde von einer Zerstörung von bis zu 85 Prozent berichtet. In Gunsa, nordöstlich von Kathmandu, war kaum ein Haus stehengeblieben. © Pilar
Aus vielen Gebieten Nepals wurde von einer Zerstörung von bis zu 85 Prozent berichtet. In Gunsa, nordöstlich von Kathmandu, war kaum ein Haus stehengeblieben. © Pilar
Wir unterstützten die Menschen auch in abgelegenen Gebieten mit dem Nötigsten wie Zelten, Planen, Matratzen, Decken, Trinkwasser und Nahrungsmitteln. © Pilar
Wir unterstützten die Menschen auch in abgelegenen Gebieten mit dem Nötigsten wie Zelten, Planen, Matratzen, Decken, Trinkwasser und Nahrungsmitteln. © Pilar

Unser Nothilfeteam startete sofort, um in Nepal den Betroffenen zu helfen

Die Überlebenden standen vor dem Nichts. Alles war unter den Trümmern begraben. Wir unterstützten sie in kürzester Zeit mit Zelten, Planen, Matratzen, Decken, Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Kommunikation und Transport gestalteten sich dabei sehr schwierig. Dennoch brachten wir Hilfspakete auch in entlegene, ländliche Gebiete und halfen damit Menschen, die zunächst von jeglicher Unterstützung abgeschnitten waren. Gleichzeitig planten wir gemeinsam mit der Bevölkerung und unseren Partnern sehr schnell den Wiederaufbau.

Priorität hat vor allem die Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur, wie die Instandsetzung von Zufahrtsstraßen, Wasserleitungen sowie der Bau von Wohnhäusern und Schulen. Heftig einsetzende Monsunregen und Erdrutsche, viele Nachbeben und eine politisch angespannte Situation erschweren und verzögern die Arbeiten immer wieder. 

Parallel zur Nothilfe wurde der Wiederaufbau geplant

Im Zuge des Wiederaufbaus entstanden auch neue Einkommensmöglichkeiten: Durch unsere Cash-for-Work-Programme fanden rund 450 Menschen wieder Arbeit und konnten so sich und ihre Familie besser versorgen. Aufgrund der Versorgungsengpässe am nationalen Markt erhielten 1700 Haushalte Bargeld, um Kredite zurückzahlen zu können. Diese hatten sie zum Beispiel für den Bau von temporären Unterkünften und zum Kauf von Lebensmitteln aufgenommen. Durch die Verteilung von Saatgut und Werkzeugen halfen wir Kleinbauern wieder auf die Beine. Innerhalb eines Jahres erreichten die Hilfsmaßnahmen der Welthungerhilfe mehr als 142.000 Personen – und das vor allem auch dank Ihrer Spenden.

Regina Feindt, Programmkoordinatorin im Interview über Katastrophenvorsorge

Regina Feindt, Programmkoordinatorin im Interview über Katastrophenvorsorge: Erdbebenerschütterungen, Hangrutschungen, Gerölllawinen. Nepal hat ein hohes Risiko für das Eintreten von Naturgefahren. Was können die Menschen tun, um sich besser für Katastrophen zu wappnen?

Es bleibt viel zu tun: Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge

Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun: So bleiben politische Maßnahmen unübersichtlich, an vielen Orten hat der Wiederaufbau noch nicht begonnen. Der Bau einer Schule im Distrikt Dhading ist derzeit noch in vollem Gange. Unser Partner „Emergency Architects“ , mit dem wir bereits sehr erfolgreich auf den Philippinen zusammengearbeitet haben, plante die lernfreundlichen aber vor allem erdbebensicheren Gebäude.

In Zukunft wird der Schwerpunkt unserer Arbeit in Nepal auf der Ernährungssicherung, der Stärkung des Rechts auf Nahrung sowie der Katastrophenvorsorge liegen: Wir bleiben an der Seite der Nepalesen, wollen die Menschen und Gemeinden langfristig stärken. Denn noch sind weder Armut noch Hunger überwunden und die Gefahr weiterer Erdbeben, Erdrutsche und Überflutungen bleibt.

Vielen Dank für Ihre Spenden!

Danke für Ihre Spende!

Viele Menschen aus Deutschland zeigten sich solidarisch mit den Erdbebenopfern und unterstützten mit einer Spende. Auch prominente Partner und Unternehmenspartner unterstützten großzügig unsere Nothilfe und haben Aufrufe gestartet: Jay Alexander, Yvonne Catterfeld, Till Demtrøder, Janina Hartwig, Claudia Jung, Michaela May, Minh-Khai Phan-Thi, Christian Rach und Bärbel Schäfer sowie Firmenspenden, Aktionen und Mitarbeitersammlungen vom Unternehmen Myboshi von Thomas Jaenisch und Felix Rohland, des Tagesspiegels, der CANUSA Touristik und OTTO.

Unsere Freiwilligen und Aktionsgruppen halfen tatkräftig mit kreativen Events und Aktionen: Aktionsgruppe Leer, Bekond Aktiv e.V., die Lohrer Hausfrauen, Sonja Huber, Paul Schömbs gemeinsam mit seiner Ehefrau aus Nepal, Egbert Lewark von der Band Splendid Brass und der Künstler HP Wank.

Allen Unterstützern herzlichen Dank!

Erfahren Sie mehr: Unsere Hilfe für Nepal

Nepal ein Jahr danach

Lage weiter kritisch - ein Jahr nach dem schweren Erdbeben

(21.04.2016) Schleppende Auszahlungen, lange Genehmigungsprozesse: Der Wiederaufbau in Nepal steckt selbst ein Jahr nach dem Erdbeben noch in den Kinderschuhen.

Keine Ruhe in Nepal

Nach dem Erdbeben nun der Erdrutsch

(25.06.2015) Das schwere Erdbeben in Nepal hat den Boden unter Taplejung aufgerüttelt. Dann kam der Monsum und mit ihm der Erdrutsch. Wieder brauchen die Menschen Hilfe!

Nothilfeteam in Nepal

„Ich gehe dahin, wo ich gebraucht werde“

(13.05.2015) Nothelfer Jürgen Mika berichtet im Blog, warum er seinen Job liebt und wie er mit den fordernden Aufgaben und den Erlebnissen klarkommt.

Hintergründe über Nepal

Ein Land voller Schönheit - mit vielen Schwierigkeiten

(25.04.2015) Am 25. April 2015 erschütterte ein schweres Erdbeben Nepal - ein Land, dessen Wirtschaft ohnehin geschwächt ist.

Die Lage ist weiter kritisch: Nepal ein Jahr nach dem Erdbeben
Infos über Nepal
Das Erbeben in Nepal hat ein so schon geschwächtes Land getroffen.

Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die Erdbebenkatastrophe hat somit ein Land getroffen, dessen Wirtschaft ohnehin geschwächt ist und in dem viele Familien am Existenzminimum leben.

Hintergrundinfos zu Nepal

Infografik
Infografik: Nepal 1 Jahr nach dem Erdbeben (Englisch)
Infografik: Nepal 1 Jahr nach dem Erdbeben (Englisch)

Infografik: Nepal - 1 Jahr nach dem Erdbeben (Englisch)

Video

Juni 2015, Nepal nach dem Erdbeben: Die Zerstörung ist groß. Viele Menschen haben alles verloren. Gemeinsam mit unseren Partnern verteilten wir Zeltplanen und Nahrungsmittel. Ein Besuch in Gorkha.

Katastrophenhilfe

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Nothilfe und Aufbau aus einer Hand

Unsere Nothilfemaßnahmen werden finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt und Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO).

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