Erfolgskontrolle

Wer nicht schreiben kann, quittiert im Sudan mit einen Fingerabdruck. © Meissner
Wer nicht schreiben kann, quittiert im Sudan
mit einen Fingerabdruck. © Meissner
Unter Erfolgskontrolle versteht man in der Entwicklungszusammenarbeit Maßnahmen, um die Ergebnisse von Hilfsvorhabens zu ermitteln und zu bewerten. Dies kann schon während der Vorhaben geschehen, um sie zu laufend verbessern. Statt von Erfolgskontrolle spricht man daher oft umfassender von Evaluation. Geprüft wird, ob die geplanten Ziele erreicht werden, wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis aussieht und ob die Vorhaben mit Blick auf übergreifende Entwicklungsziele bedeutsam sind.

Das letztere ist meist schwierig: Unmitelbare Ergebnisse eines Projektes wie die Versorgung mit Trinkwasser oder Gesundheitsdiensten können zuverlässig erhoben werden. Was Hilfsvorhaben zu Veränderungen der Gesellschaft beitragen, zum Beispiel einzelne Projekte der Demokratieförderung zu einer Demokratisierung, kann man aber nur schwer messen.

Das Vorgehen bei Evaluationen muss bestimmten Standards genügen, wie sie unter anderem das DAC aufgestellt hat. So müssen unabhängige Gutachter beteiligt sein. In der Regel werden alle Vorhaben vom Auftraggeber überwacht, nur ein kleiner Teil kann aber unabhängig evaluiert werden. Verglichen mit anderen außenpolitischen Instrumenten – zum Beispiel der Militärhilfe – ist in der Entwicklungszusammenarbeit die Erfolgskontrolle recht stark.

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