Evaluation bei der Welthungerhilfe

Evaluation bei der Welthungerhilfe

Inhaltliche Qualität und Wirkungen von Projekten

Schon bei der Planung von Projekten berücksichtigt die Welthungerhilfe welche Wirkungen sie erzielen möchte und wie diese gemessen werden sollen. Es geht zum Beispiel nicht nur um den Bau von Brunnen oder das Sammeln von Regenwasser, sondern entscheidend ist, dass durch das Trinken sauberen Wassers Durchfallerkrankungen reduziert werden sollen. Außerdem muss man beobachten, ob neben den geplanten auch ungeplante, möglicherweise sogar negative Wirkungen auftreten. Ist das der Fall, werden die Ursachen dafür gemeinsam mit den Projektbeteiligten und den Menschen vor Ort analysiert und Korrekturmaßnahmen entwickelt.

Prüfungen durch unabhängige Gutachterinnen und Gutachter

Durch Evaluationen lässt die Welthungerhilfe regelmäßig die inhaltliche Qualität und Wirkungen eines Teils ihrer Projekt- und Programmarbeit durch zwei- bis dreiwöchige Feldaufenthalte vor Ort erforschen und überprüfen. Die Evaluation stellt damit einerseits einen Teil der fachlichen Rechenschaftslegung dar, hat aber vor allem andererseits den Anspruch aus der Praxis systematisch zu lernen.

Zuständigkeiten

Zuständig für Evaluationen ist die Stabsstelle "Revision und Evaluation", die unabhängig von dem Bereich Programme und Projekte, direkt dem Generalsekretär unterstellt ist. Eingesetzt werden grundsätzlich unabhängige Gutachterinnen und Gutachter, die ausgewiesene Experten in ihren Fachgebieten und interkulturell erfahren sind, sowie detaillierte Landeskenntnisse mitbringen. Der Einsatz von Gutachterteams (z.B. ein europäischer Gutachter plus Gutachter aus dem Partnerland) ist dabei besonders erwünscht und vorteilhaft.

OECD Kriterien

Die bei den Projekt- und Programmevaluationen erkenntnisleitenden Kriterien sind:

  1. Relevanz (Angemessenheit der Entwicklungsmaßnahme mit den Bedürfnissen der Zielbevölkerung und den Partnern in Anbetracht sich ggfls. verändernder Rahmenbedingungen?)
  2. Effektivität (Sind die Ergebnisse, oder das was geplant wurde, erreicht worden?)
  3. Effizienz (Hätte man die gleichen Ergebnisse mit weniger Aufwand erreichen können?)
  4. Wirksamkeit (Werden die Ergebnisse genutzt, gibt es kurz-, mittelfristige, beabsichtigte, unbeabsichtigte Wirkungen?)
  5. Nachhaltigkeit (Werden die positiven Effekte der Entwicklungsmaßnahme nach Abschluss weiter Bestand haben? Wird es zu wirklicher Weiterentwicklung kommen?).

Größtmögliche Transparenz

Anhand dieser fünf von der OECD erarbeiteten Kriterien werden gutachterliche Projektempfehlungen erstellt. Diese Empfehlungen werden dann gemeinsam mit den betroffenen Beteiligten, Partnern und Mitarbeitern vor Ort, als auch den Fachabteilungen in der Zentrale kritisch reflektiert und falls möglich unmittelbar umgesetzt und in die zukünftigen Projektplanungen integriert. Die Zusammenfassungen der Gutachten (seit 2006) sind hier auf der Website veröffentlicht, um größtmögliche Transparenz unserer fachlichen Arbeit zu ermöglichen.

Evaluationen

Projekte auf dem Prüfstand: Ist das Projekt nachhaltig? Nutzt es den Menschen vor Ort? Die Antworten geben ausgewiesene Experten.

Ethische Standards
Accountabílity
Accountabílity - humanitäre Hilfe

Tu das Richtige - klingt so einfach, aber wie kann man dies in der humanitären Arbeit umsetzen und was hat dies mit Accountability zu tun?

Zum Blog: Thema Accountability

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