Fakten: Sie fragen - Welthungerhilfe antwortet

(Stand: November 2010; diese Liste wird stetig aktualisiert)

 

Wie wird die Welthungerhilfe kontrolliert?

Die Welthungerhilfe hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.). Oberstes Kontrollgremium ist die Mitgliederversammlung. In dieser Versammlung, in der 26 der renommiertesten Institutionen unseres Landes vertreten sind, legen wir alljährlich Rechenschaft über unsere Arbeit ab. Unter unseren Mitgliedern finden sich unter anderem der Bundestagspräsident, die Bundetagsfraktionen, die großen Kirchen oder der Deutsche Städtetag. Die Welthungerhilfe wird von einem  hauptamtlichen Vorstand geführt, der von dem  ehrenamtlichen  Präsidium unter dem Vorsitz von Bärbel Dieckmann kontrolliert wird.

 

In der Geschäftsstelle ist zudem eine kleine, aber effiziente Revision angesiedelt. Die fachliche Qualität unserer Projekte überprüfen unabhängige Gutachter. Wir haben klare Regelungen für Verantwortlichkeiten und Zeichnungsberechtigungen. Es gibt Vorgaben für die Ausschreibung von Aufträgen und eine Richtlinie zur Vermeidung von Korruption. Jedes Jahr prüft die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO unseren Jahresabschluss. Auch unsere Zuschussgeber wie die Bundesregierung, die Europäische Union oder die Weltbank kontrollieren die ordnungsgemäße Verwendung öffentlicher Mittel. Und nicht zuletzt hat das Finanzamt ein kritisches Auge auf uns.

 

Welche Aufgaben hat die Stiftung Deutsche Welthungerhilfe?

Der Vorstand der Welthungerhilfe hat 1998 eine Stiftung gegründet, um die Arbeit des Vereins langfristig planbar finanzieren zu können. Über ihre Stiftung bietet die Welthungerhilfe Privatpersonen und Unternehmen unterschiedliche Förderinstrumente an wie die Zustiftung, den Stiftungsfonds, das Stifterdarlehen, die Treuhandstiftung oder die testamentarische Verfügung.


Wie hoch sind die Verwaltungskosten?

Der Welthungerhilfe standen im Jahr 2009 insgesamt 143,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammen rund 31,9 Millionen Euro aus Spenden, der Rest verteilt sich auf öffentliche Gelder u.a. des Welternährungsprogramms (WFP), der Europäischen Kommisson und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Mit diesem Geld führte die Welthungerhilfe 314 Projekte in 44 Ländern und in Deutschland durch. Der Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2009 lag in der Unterstützung bei Krisen und Katastrophen (Nothilfe), auf Projekten der ländlichen und regionalen Entwicklung sowie dem Aufbau der Basisinfrastruktur.

Die Verwaltungsausgaben lagen bei 2,5 Millionen Euro, das sind 1,8 Prozent der Gesamtaufwendungen, der Anteil für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit bei 7,7 Millionen Euro oder 5,4 Prozent.

Jahresbericht 2009

 

Wer sorgt für Transparenz?

Die Welthungerhilfe trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), das alljährlich überprüft wird. Das DZI kontrolliert unter anderem die wahre, eindeutige und sachliche Werbung in Wort und Bild, nachprüfbare, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Mittel und eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung. Seit 2005 lobt zudem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers einen Transparenzpreis für vorbildliche Berichterstattung aus. Die Welthungerhilfe hat dabei einmal den ersten, zweimal den zweiten, einmal den dritten und einmal den vierten Platz errungen.

 

Arbeitet das ehrenamtliche Präsidium unentgeltlich?

Ja. Unser Präsidium engagiert sich ohne jede Vergütung und Aufwandsentschädigung. Die Mitglieder des Kuratoriums, welche uns in Fragen des öffentlichen Auftritts beraten, arbeiten ebenfalls ehrenamtlich. Achtzehn Wissenschaftler und Entwicklungsexperten, die in Sitzungen der Gutachterausschüsse jedes einzelne Projekt auf seine Qualität und Wirksamkeit prüfen, stellen ihre Expertise unentgeltlich zur Verfügung. Erstattet bekommen die Vorstandsmitglieder gegen Beleg ihre Auslagen z.B. für Anreisen zu Vorstandssitzungen.

 

Letzte Änderung an dieser Seite: 29.11.2010
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