Welthungerhilfe baut Flughafen im Kongo wieder auf

Flughafen in Goma, Kongo. Im Hintergrund der Vulkan Nyiragongo. © Stedtler
Flughafen in Goma, Kongo. Im Hintergrund ragt
der Vulkan Nyiragongo empor. © Stedtler
(22.04.2009). Die Welthungerhilfe beginnt heute mit dem Wiederaufbau des Flughafens in Goma im Kongo. Mit dem symbolischen "Spatenstich" beginnt eine dreijährige Bauphase, um den wichtigen Flughafen in der Provinz Nordkivu wieder sicher und für alle Flugzeuge benutzbar zu machen. Beim Vulkanausbruch 2002 war ein Drittel der Start- und Landebahn mit Lava bedeckt worden, große Teile des Sicherheitszaunes wurden dabei zerstört.

"Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Friedenssicherung in dieser Region und schaffen gleichzeitig Hunderte von Arbeitsplätzen für die nächsten Monate", sagt Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe, bei der Eröffnung der Baustelle vor Ort. Der Flughafen in Goma ist von zentraler Bedeutung für die UN-Mission zur Sicherung des Friedens im Osten Kongos. Bisher konnten nur kleine Flugzeuge mit Hilfsgütern landen. Die bestehende Landebahn ist außerdem in einem schlechten Zustand. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Unfällen, bei denen es viele Tote in den Wohngebieten gab, die an den Flughafen grenzen.

 

Blick auf den Flughafen, im Vordergrund sind noch die Lavahaufen zu sehen. © Stedtler
Blick auf den Flughafen, im
Vordergrund sind noch die
Lavahaufen zu sehen.
© Stedtler
Der Großteil der umfangreichen Arbeiten, bei denen die Lava abgetragen und die Landebahn erneuert und verlängert wird, soll in Handarbeit gemacht werden. Damit erhalten Hunderte von Familien für die nächsten Monate ein Einkommen. Die Provinz Nordkivu gehört zu den ärmsten Gebieten des Kongo, die zudem unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkrieges leidet.

Der Wiederaufbau des Flughafens geschieht aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, das dafür rund 14 Millionen Euro bereitstellt. Der deutsche Botschafter im Kongo wird an dem Spatenstich teilnehmen. 

Pressemitteilung

Welthungerhilfe im Kongo

Die Welthungerhilfe ist seit 1997 im Ost-Kongo tätig. Mit einem Projektvolumen von knapp 78 Millionen Euro erreicht sie mehr als sieben Millionen Menschen. Die Hilfsorganisation baut Schulen und Gesundheitszentren wieder auf. Die heimkehrenden Flüchtlinge erhalten Saatgut, landwirtschaftliche Geräte und Anbauberatung, um die Zeit bis zur ersten Ernte zu überbrücken.

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Bilder-Download (© Stedtler)

Start des Wiederaufbaus: Bilder vom Flughafen in Goma, Kongo

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