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Flutkatastrophe in Indien und Myanmar

Flut in Indien und Myanmar: Millionen auf der Flucht

Häuser sind zerstört, Felder überflutet, Wasser und Nahrungsmittel knapp. 10 Millionen Menschen sind von Überschwemmung betroffen.

Flut in Indien und Myanmar: Kinder in überschwemmten Dorf in Indien, West Benghal
10 Millionen Menschen sind von der Flut in Indien und Myanmar betroffen. Hier in West Benghal fiel dreimal so viel Regen wie üblich. © SRAN
Flut in Indien und Myanmar: West Benghal am schwersten getroffen
Im indischen West Benghal verlassen hunderttausende Menschen ihr Zuhause. Über 214.000 suchen Zuflucht in Camps. © SRAN
Flut in Indien und Myanmar: Wasser und Nahrung ein Problem
Eines der größten Probleme neben der Zerstörung: Zahlreiche provisorische Toiletten sind geflutet, die Fäkalien verschmutzen das Trinkwasser. Krankheiten drohen auszubrechen. © SRAN
Wasser und Hygiene: größtes Problem nach der Flut in Indien
Wasser und Hygiene gehören zu den größten Problemen nach der Flut in Indien. Wir verteilen mit unseren Partnern Hygiene-Kits und geben Schulungen.

(11.9.2015) Heftige Regenfälle und Wirbelsturm Komen verwüsten derzeit große Teile Indiens und Myanmars. 200 Menschen sollen bisher in Indien gestorben sein, die Zahl wird voraussichtlich weiter steigen. Für 1,2 Millionen blieb nur die Flucht. Insgesamt sind etwa 10 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Hunderttausende Häuser sind zerstört, zahlreiche Felder überflutet, Wasser und Nahrungsmittel werden knapp. 

In Myanmar sind 330.000 Menschen Opfer von Flut und Erdrutschen. Fast 30.000 Familien sind auf der Flucht, über 200.000 Farmen sind zerstört. 

Überschwemmungen und Sturm bringen Zerstörung und Hunger

Flut und Sturm wüten in Indien vor allem in den Gebieten West Benghal, Rajasthan, Gujarat, Manipur und Odissa. West Benghal scheint am stärksten betroffen, mit 1.026 Millimetern pro Quadratmeter brachte Wirbelsturm Komen dreimal so viel Regen wie üblich. Derzeit wird hier von über 80 Opfern ausgegangen, die durch Blitzschlag, zusammenstürzende Gebäude, Stromschlag oder Schlangenbisse umkamen. 214.000 haben in den über 1.530 Aufnahmelagern eine  provisorische Unterkunft gefunden. 

Karte: Flut in Myanmar
Karte: Von der Flut betroffene Gebiete in Myanmar. (Klicken, um zu vergrößern) © UNOCHA

In Myanmar sind 12 von 14  Regionen betroffen. In Sagaing, Magwe, Rakhine State und Chin State, wo sich Projekte der Welthungerhilfe befinden, ist der Notstand ausgerufen worden. 

Auch die Projektgebiete der Welthungerhilfe und Fight Hunger First Initiative (FHFI) in Indien sind schwer getroffen.  24 Dörfer und über 82.000 Menschen sind in einer brenzligen Lage. Sie brauchen nun vor allem sauberes Wasser, denn durch die Fluten sind Fäkalien aus den vielen provisorischen Toiletten ins Trinkwasser gelangt. Ohne die tägliche Unterstützung in den Projekten droht nun zahlreichen Kindern, schwangeren und stillenden Müttern der Hunger.

Im indischen Manipur, wo die Welthungerhilfe mit einem Projekt zur Stärkung der Frauenrechte aktiv ist, sind zahlreiche Dörfer einfach weggespült oder unter Erdrutschen begraben worden. Straßen und Brücken sind zerstört. Hunderttausende haben Zuflucht in provisorischen Camps gesucht. Die Menschen hier sprechen von der schlimmsten Flut seit 200 Jahren. 

Wie geht es nach der Katastrophe weiter? 

Die Überlebenden der Flut in Indien und Myanmar stehen vor der großen Herausforderung, sich ihre Zukunft aus den Schlammlawinen heraus wieder neu aufzubauen. Wasser und Hygiene sind weiter ein Problem. Wir unterstützen mit unseren Partnern die Menschen dabei, gesund zu bleiben: mit Gesundheitscamps, Hygieneschulungen, der Verteilung von Hygiene-Kits und von Spezialnahrung für kleine Kinder. 

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