• Startseite
  • Presse
  • Ban Ki-moon im Sudan: Friedensverhandlungen müssen vorangebracht werden
  • UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Sudan: Friedensverhandlungen voranbringen

    Mit einem Fingerabdruck quittiert eine Sudanesin den Empfang von Nahrungsmitteln durch die Mitarbeiter der Partnerorganisation der Welthungerhilfe im Sudan. © Meissner
    Mit einem Fingerabdruck quittiert eine Sudanesin
    den Empfang von Nahrungsmitteln durch Mitarbeiter
    der Partnerorganisation der Welthungerhilfe im
    Sudan. © Meissner

    (4.9.2007) Die Deutsche Welthungerhilfe erinnert anlässlich des Besuchs von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Sudan an die dringende Notwendigkeit, neben der Stationierung von UN-Truppen auch die Friedensverhandlungen voranzubringen. Ohne politische Lösung werde auch die geplante "größte UN-Mission der Welt" wenig ausrichten können. "Es gibt bis zu 19 verschiedene Milizen- und Rebellentruppen, die weitgehend unkontrollierbar sind. Dazu kommt die Gefahr durch immer mehr marodierende Kriminelle", sagt Johan van der Kamp, Regionalkoordinator der Deutschen Welthungerhilfe für den Sudan. "Die Situation für Hilfsorganisationen in vielen Landesteilen ist so unsicher wie noch nie."




    Johann van der Kamp im Sudan. © Meissner
    Johann van der Kamp im
    Sudan. © Meissner
    Die Verteilung von Nahrungsmitteln wird neben der prekären Sicherheitslage auch durch die heftigste Regenzeit seit zehn Jahren beeinträchtigt, da Straßen aufweichen und Wadis unpassierbar sind. Dennoch konnten im vorletzten Monat 7.000 Tonnen, im vergangenen Monat 3.500 Tonnen Nahrungsmittel an mehr als 400.000 Menschen verteilt werden.

    Dies kann nach Ansicht der Deutschen Welthungerhilfe jedoch keine Lösung auf Dauer sein. "Die Menschen müssen sobald wie möglich in ihre Dörfer zurückkehren, um wieder selbst ihre Felder bestellen und sich versorgen zu können", sagt van der Kamp. "Doch solange immer noch Dörfer bombardiert werden, haben die Menschen große Angst davor, zurückzugehen." Problematisch sei in diesem Zusammenhang auch, dass die Entwaffnung der Milizen und Rebellen aus der UN-Resolution gestrichen wurde.

    Johan van der Kamp (in Khartum) und Jörg Heinrich, Programm-Manager für den Sudan (in Bonn), stehen auf Anfrage als Interviewpartner zur Verfügung.




    Spenden Sie online für die Flüchtlinge im Sudan!

    Unser Hilfsprojekt im Sudan

    Nothilfe für Flüchtlinge in Darfur

    Welthungerhilfe im Sudan

    Die Welthungerhilfe ist seit 1998 im Sudan in den Provinzen Nord-Darfur, West Kordofan und Unity State tätig. In Nord-Darfur versorgt sie 485.000 Menschen mit Lebensmitteln, in Unity State 185.000. Weitere Projektschwerpunkte sind Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Trinkwasserversorgung.

    Bildergalerie: Das Leben im Lager Kassab

    Weitere Informationen

    Fünf Jahre Krieg im Sudan
    "Wir brauchen einen Dalai Lama für Darfur" (11.04.2008)

    Unermüdlicher Einsatz im Sudan
    Zahlen und Fakten zu unseren Hilfsmaßnahmen in Darfur (November 2007)

    Internationale Friedenskonferenz für Darfur
    Sicherheitslage für Helfer und Flüchtlinge im Sudan weiter verschlechtert (26.10.2007)

    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Sudan:
    Friedensverhandlungen voranbringen (04.09.2007)

    Kämpfe im Südsudan:
    Welthungerhilfe evakuiert Mitarbeiter (20.7.2007)

    Krisengipfel in Paris zur Lage im Sudan
    Friedensverhandlungen für Darfur müssen weitergeführt werden (25.6.2007)

    Bundestagsentscheidung über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes
    Auch im Südsudan ist die Lage noch chaotisch (27.04.2007)

    Welthungerhilfe im Sudan
    Arbeit war erfolgreich - trotz schwieriger Situation (April 2007)

    Konflikt im Sudan
    Friedensverhandlungen für Darfur müssen wieder aufgenommen werden (23.04.2007)

    Kein Durchbruch für Darfur
    Mehr UN-Soldaten und Verhandlungen nötig (16.04.2007)

    Sudan-Krise
    Druck auf Konfliktparteien in Darfur muss verstärkt werden (November 2006)

    Kämpfe im Südsudan
    Mitarbeiter kehren zurück ins Projektgebiet (August 2006)

    © Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz