Entwicklungshelfer leben immer gefährlicher – Zahl der Opfer stark gestiegen

Lokale Mitarbeiter der Welthungerhilfe im Sudan. © Meissner
Lokale Mitarbeiter der Welthungerhilfe im
Sudan. © Meissner
2008 war ein düsteres Jahr für die Entwicklungshilfe: Nach UN-Angaben sind insgesamt 260 humanitäre Helfer während ihres Einsatzes entführt, ernsthaft verletzt oder sogar getötet worden. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Angriffe gegen Entwicklungshelfer um das Dreifache gegenüber den vergangenen neun Jahren erhöht. Aus diesem Grund hat die UN-Vollversammlung im Dezember 2008 eine umfassende Resolution zum verbesserten Schutz Humanitärer Helfer verabschiedet (UNGA Resolution on Safety & Security of Humanitarian Personnel and Protection of United Nations Personnel).

In diesem Jahr wird der Tag der Humanitären Hilfe zum ersten Mal an dem Tag begangen, an dem im Jahr 2003 ein Selbstmordattentäter das UN-Hauptquartier im Irak mit einer Tonne Sprengstoff in die Luft gesprengt hatte. Unter den insgesamt 22 Toten befand sich auch der damalige Kommissar für Menschenrechte, Sergio Vieira de Mello. Die UN haben den Anschlag zum Anlass genommen ihr Sicherheitssystem komplett zu überarbeiten. Am 1. Januar 2005 wurde das UN Department for Safety and Security (UNDSS) ins Leben gerufen, dass den wesentlich kleineren UN Security Coordinator (UNSECOORD) abgelöst hat.       


Die Opferzahlen im Überblick im Jahr 2008:

260 Helfer wurden Opfer von Sicherheitsvorfällen. 1998 waren es 69 Menschen.

23 von 10.000 internationalen Helfern wurden Opfer von Sicherheitsvorfällen. 1998 lag die Zahl bei 14 von 10.000.

122 Helfer wurden getötet. 1998 wurden 36 Todesopfer gezählt.

62 Helfer wurden entführt. 1998 waren es 18.

260 Helfer wurden involviert in 155 Sicherheitsvorfällen. 1998 waren es 69 Helfer in 27 Vorfällen. 185 der 260 Helfer wurden zu Opfern im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Hilfsorganisationen.

(Quelle: Aid Workers Security Database)

 

Letzte Änderung an dieser Seite: 19.08.2009
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