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Mosambik - Schulbildung fördern

Gemeinsam lernen in Mosambik - Das Millenniumsdorf Mabote

Hand in Hand werden Schulgärten angelegt - Wissen kommt auch auf den heimischen Feldern an

Die Welthungerhilfe hat die Menschen in Mabote im Rahmen der Initiative Millenniumsdörfer begleitet. Wegen der prekären Sicherheitslage musste die Arbeit vorzeitig eingestellt werden.

Frauen in der Nähe von Mabote ernten Erdnüsse. © Kropke
Frauen in der Nähe von Mabote ernten Erdnüsse. © Kropke
Schüler lernen auf dem Boden. Schulstunde in Mabote.
Mit dem Heft auf dem Boden. Schulstunde in Mabote.
Frauen füllen Wasserkanister an einem Brunnen in der Nähe von Mabote. © Summa
Frauen füllen Wasserkanister an einem Brunnen in der Nähe von Mabote. © Summa

Mabote liegt in der Provinz Inhambane an der Südküste Mosambiks. Es gehört zu den Millenniumsdörfern der Welthungerhilfe. In Mosambik lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in extremer Armut. Überflutungen, Wirbelstürme und Überschwemmungen sorgen regelmäßig für Ernteausfälle. Das Essen reicht deshalb kaum zum Sattwerden. Für fast die Hälfte der Armen liegen Trinkwasserquellen eine halbe Stunde entfernt. Oft trinken sie verschmutztes Wasser und werden krank. Die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht. Viele Menschen in Mosambik leiden unter HIV/Aids. Das macht das Leben für Familien oft besonders schwer. Es fehlen immer mehr Erwachsene, die für den Lebensunterhalt sorgen. Kinder werden zu Waisen.

In Millenniumsdorf Mabote leben die Menschen von der Landwirtschaft. Sie produzieren Grundnahrungsmittel für den Eigenbedarf und halten einige Rinder. Für beides brauchen sie eins: Wasser. Doch das reicht kaum den Menschen zum Überleben. Andere Einkommensmöglichkeiten gibt es leider kaum. Das Projekt der Welthungerhilfe hat das Ziel, die Lebensbedingungen der Menschen in Mabote zu verbessern.

Gesunde Nahrungsmittel und sauberes Wasser

An 34 Schulen in der Millenniumsregion werden Brunnen gebaut oder repariert, Latrinen errichtet, bewässerte Schulgärten angelegt, Fruchtbäume gepflanzt und in den so genannten Hungermonaten von Oktober bis Januar warme Mahlzeiten gereicht. Die Kinder lernen, wie sauberes Wasser, Hygiene und ausgewogene Ernährung mit Gesundheit zusammenhängen, und was sie selbst tun können, um nicht krank zu werden.

Gemeinsam mit ihren Kindern kümmern sich die Eltern um Anlage und Pflege von Schulgärten. Mit den Erträgen lernen die Frauen Mahlzeiten mit mehr Vitaminen und Mineralstoffen zuzubereiten. Die Erfahrungen aus der bodenschonenden Landwirtschaft können die Eltern auch auf den heimischen Feldern anwenden. Auf diese Weise profitieren auch sie von den Projektmaßnahmen an den Schulen. Eigenverantwortliches Handeln steht im Vordergrund.

Erfolg stärkt das Selbstvertrauen

Die Aktivitäten in Mabote wirken sich positiv aus: Kinder und Jugendliche können sich unter den verbesserten Lebensbedingungen gesünder entwickeln. Auch den Erwachsenen geht es besser. Den Frauen bieten die neuen Brunnen noch weitere Vorteile: Weniger Menschen werden durch schlechtes Wasser krank, sodass die aufwändige und zeitintensive Betreuung der Kranken entfällt. Durch die enge Zusammenarbeit können die Dorfbewohner die Maßnahmen auch dann weiterführen, wenn das Welthungerhilfe-Projekt endet. Die enge Abstimmung mit den Regierungsbehörden legt außerdem einen guten Grundstein für Nachhaltigkeit.

Je erfolgreicher die Maßnahmen in Mabote sind, desto mehr steigt das Selbstvertrauen der Menschen in ihre Fähigkeiten, sich selbst aus der Armut zu befreien.

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