Gewaltprävention

Gewaltprävention

Krisen vorbeugen, bevor sie ausbrechen

Immer häufiger greift das Militär ein, um Menschen in Katastrophensituationen zu helfen. Bei Hungersnöten zum Beispiel kommt es oft zu bewaffneten Konflikten und Menschenrechtsverletzungen, weil die Betroffenen mit aller Gewalt versuchen, an Nahrung zu kommen.

Mitarbeiterin redet mit einer Frau
Die Welthungerhilfe setzt sich in ihren Projekten für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. © Bolesch


In solchen Situationen stellt sich das Militär zwischen die Fronten und versucht den Konflikt aufzulösen
. In vielen Fällen will man mit Unterstützung der Armee außerdem einen funktionsfähigen Staat, Ernährungssicherheit und Sicherheit für die Bevölkerung herstellen.

Solche Eingriffe sind nicht immer erfolgreich. So endete im Jahr 1995 die Intervention der Vereinten Nationen in Somalia in einem Desaster: Der Truppe gelang es nicht, Frieden zu erzwingen. Stattdessen entstanden neue Konfliktherde, die das Land nach dem Abzug der Truppen in einer noch schlechteren Verfassung zurück ließen. Auch in Afghanistan droht der Versuch zu scheitern, mit militärischen Mitteln einen stabilen Staat aufzubauen.

Nur in drei von vier Einsätzen gelingt es, die Gewalt soweit einzudämmen, dass sie auch Jahre danach ausbleibt. In einem von zwei Fällen kann Rechtsstaatlichkeit hergestellt werden. Und lediglich nach einer von drei Missionen lässt sich eine Verbesserung der demokratischen Strukturen, ein höheres Wirtschaftswachstum oder bessere Regierungsführung feststellen.

Deshalb muss es eine Alternative sein, solchen Gewaltausbrüchen vorzubeugen. Auch die Welthungerhilfe versucht mit ihrem Einsatz Krisen gar nicht erst aufkommen zu lassen. In ihren Projekten tritt sie ein für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, dass Menschen nicht hungern und sich stattdessen selbst mit Essen versorgen können. Die Welthungerhilfe bietet Hilfe zur Selbsthilfe und versetzt so die Menschen in die Lage, mit unterschiedlichsten Bedrohungen umzugehen.

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Andrea Padberg

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