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Karibik - Verwüstung und Ernteausfall nach Hurrikan Sandy

Nach Hurrikan Sandy droht der Hunger

Furcht vor Hungerkrise: Sturm und Starkregen haben die Ernte zerstört.

Hurrikan Sandy hat in den karibischen Städten und Dörfern ganze Straßenzüge völlig verwüstet.
Hurrikan Sandy hat in den karibischen Städten und Dörfern ganze Straßenzüge völlig verwüstet.
Der Sturm abgezogen: Bewohner ermitteln das Ausmaß der Schäden.
Der Sturm abgezogen: Bewohner ermitteln das Ausmaß der Schäden.

(06.11.2012)  Nach dem Sturm droht jetzt der Hunger: In Haiti und Kuba haben die Starkregenfälle, die Hurrikan Sandy begleitet haben, schlimme Ernteschäden angerichtet. Während die Aufräumarbeiten auf Hochtouren laufen, verschüttete Straßen freigeräumt und zerstörte Häuser wieder aufgebaut werden, fürchten sich die Menschen vor einer Hungerkrise.

Frisch ausgebrachtes Saatgut ist erstickt unter einer dicken Schlammschicht, Pflanzensetzlinge wurden weggespült. Die Bevölkerung kann nun nicht mehr von den Erträgen ihrer Felder leben, sondern ist gezwungen, ihre Vorräte aufzubrauchen. In beiden Ländern werden die Nahrungsmittel knapp. 

In Haiti ist die Situation nach dem Sturm schlimmer als zunächst angenommen: 70 Prozent der Ernte wurde vernichtet. "Den Sturm haben die meisten Menschen überlebt, aber jetzt droht ihnen Hunger", sagt Dirk Günther, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe.

Starkregen in Haiti dauert an

An der Ostküste Kubas wurden Wellen von neun Metern Höhe registriert, das Meer drang bis zu 30 Meter ins Landesinnere vor. In großen Teilen des Landes ist die Stromversorgung unterbrochen.

Haiti wurde zwar nur von den Ausläufern des Hurrikans getroffen. Doch Überschwemmungen und Erdrutsche haben Verwüstungen im Süden des Landes angerichtet und die sehr starken Regenfälle dauern immer noch an. Nach ersten Schätzungen haben neun Menschen ihr Leben verloren.

Dank des haitianischen Katastrophenschutzprogrammes, an dem auch die Welthungerhilfe beteiligt ist, konnten viele Menschen evakuiert werden, ehe die Überschwemmungen sie und ihre Besitztümer mitreißen konnte.

Haitis Regierung bittet um Hilfe

Nach dem Erdbeben vor zweieinhalb Jahren haben die Menschen in diesem Jahr bereits mit den Folgen einer Dürre und dem Tropensturm Issac im Oktober kämpfen müssen. Nach Sandy verbrauchen die Familien jetzt ihre letzten Vorräte und haben keinerlei Reserven mehr.

"Ohne Hilfe von außen können sie nicht bis zur nächsten großen Ernte im Mai überleben", sagt Günther. In dieser schwierigen Lage hat Haitis Regierung den Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. 

Auch auf Kuba droht eine schwere Ernährungskrise. Der Hurrikan hat Gebiete zerstört, die für die zentrale Versorgung des Landes mit Nahrungsmitteln wichtig sind. Nach ersten Schätzungen wurden über 150.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche vernichtet, darunter Avocadopflanzen, Zuckerrohr- und Bananenstauden und Obstbäume.

Vorbereitung auf schnelle Hilfe

Die landwirtschaftliche Produktion hingegen liegt völlig am Boden. Schon im August wurde dieser Teil des Landes durch den Tropensturm Isaac verwüstet. Das wenige, was jetzt noch auf den Feldern wuchs, hat der Hurrikan zerstört.

Die Mitarbeiter der Welthungerhilfe verschaffen sich derzeit in beiden Ländern einen schnellen Überblick über das Ausmaß der Verwüstungen, um schnell mit der erforderlichen Nothilfe beginnen zu können. Die einzelnen Maßnahmen werden mit den anderen Organisationen vor Ort abgestimmt. Mittelfristig sollen in den sturmgeschädigten Regionen die  Bauern, die Ernteschäden erlitten haben, unterstützt werden.

Welthungerhilfe unterstützt die Sturmopfer

Die Welthungerhilfe unterstützt sowohl die Opfer in Haiti als auch auf Kuba beim Wiederaufbau. Es werden Baumaterialien für die Reparatur der Häuser sowie Hygienekits verteilt, damit es nicht zu einer Ausbreitung von Cholera kommt.

In Haiti erhalten die Menschen, die sich an Aufräumarbeiten beteiligen, einen Lohn, damit sie sich Nahrungsmittel kaufen können. Die Bauern erhalten außerdem Saatgut und Werkzeuge, damit sie die nächste Aussaat vorbereiten können.

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