Hilfsprojekt in Äthiopien: Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen schaffen

Stolze Besitzerinnen eines Brunnens © Smid
Stolze Besitzerinnen eines Brunnens. © Smid
Das Land am Horn von Afrika ist dreimal so groß wie Deutschland und hat rund 77 Millionen Einwohner. 85 Prozent der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Nur jeder sechste hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schlechter noch steht es um die Verfügbarkeit von Sanitäranlagen, sie liegt gerade mal bei sechs Prozent. Sechzig Prozent aller Krankheiten und fünfzehn Prozent der Todesfälle werden durch diesen Mangel verursacht. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, Frauen und ältere Menschen.  

 

Ländlicher Alltag in Äthiopien: Wasser Schöpfen am Fluss ©Schwarz
Ländlicher Alltag in Äthiopien:
Wasser Schöpfen am Fluss.
© Schwarz
Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH) – der Hilfsansatz vor Ort

Gemeinsam mit den örtlichen Gemeinden und der Partnerorganisation ORDA unterstützt die Welthungerhilfe in fünf Landkreisen der Amhara Region den Bau von Brunnen, Quelleinfassungen, Sanitäranlagen, kleinen Bewässerungssystemen  und Wiederaufforstungsflächen. In Trainings und Fortbildungsprogrammen werden grundlegende Kenntnisse über Hygiene und Gesundheit vermittelt. Diese Maßnahmen garantieren, dass das Wasser bis zu seiner Nutzung sauber bleibt und effektiv genutzt wird. Ziel des Projekts ist es, bis zum Jahr 2012 450.000 Menschen auf dem Land mit Trinkwasser und Sanitäranlagen zu versorgen.

 

Luwemba Arega träumt von sauberem Trinkwasser © Smid
Luwemba Arega träumt von
sauberem Trinkwasser.
© Smid
Projektmotto: Nicht für die Menschen, sondern mit den Menschen

Die Welthungerhilfe und ORDA beziehen die Gemeinden als aktive Partner in die Planung und Durchführung der Maßnahmen ein. Alles geschieht in enger Zusammenarbeit: Der Kauf und Transport des Materials, die Vorbereitung und Prüfung der Baumaßnahmen sowie die Dokumentation der Auswirkungen des Projekts innerhalb der Dörfer. Auf diese Weise sollen sich die Bewohner stärker für Reparaturen und Wartungen der Wasser- und Sanitäranlagen verantwortlich fühlen.  

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Letzte Änderung an dieser Seite: 21.10.2009
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