Nothilfe in Simbabwe: Sauberes Wasser verhindert Ausbreitung von Epidemien

Bis weit in die neunziger Jahre hinein galt Simbabwe als eines der gut entwickelten afrikanischen Länder. Die Sektoren Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus florierten und sorgten für ein stabiles Wirtschaftswachstum. Die Infrastruktur war verhältnismäßig gut ausgebaut und das Bildungsniveau hoch. Seit Anfang 2000 haben sich die Lebensbedingungen in Simbabwe jedoch massiv verschlechtert. 2008 belegte der südafrikanische Staat im Human Development Index den UN Rang 151 von 155 untersuchten Staaten. Nach Angaben der Weltbank ist die Wirtschaftsleistung allein zwischen 1999 und 2006 auf ein Drittel geschrumpft. Das Straßen- und Wegenetz zerfällt, die Elektrizität- und Treibstoffversorgung sind mangelhaft. Gerade in den ländlichen Gebieten ist der Mangel an sauberem Wasser und funktionierenden Abwassersystemen katastrophal. Cholera-Ausbrüche und andere wasserbedingte Epidemien sind eine ständige Gefahr.

Frau in leerem
Wasserloch. Mit Wasser-Nothilfe-Teams gegen die Cholera
Die Welthungerhilfe hat sich die Bekämpfung der Cholera-Ausbreitung in den nördlichen Provinzen Simbabwes zur Aufgabe gemacht. Rund 310.000 Personen wurden bereits von ihr unterstützt. Zunächst baute die Welthungerhilfe im Juli 2008 ein Wasser-Nothilfe-Team auf. Sobald in einer Region ein Verdacht auf Cholera besteht, überprüft ein Erhebungsteam den Vorfall. Bestätigt sich der Verdacht, wird sofort ein Lastwagen mit Instrumenten zur Reinigung des Wassers in die betroffene Region entsendet. Die Teams verteilen Entkeimungsmittel und Wasserpumpen an die Bevölkerung. Sie stellen Trinkwassertanks auf und leisten Aufklärungsarbeit zur Hygiene. Zur Behandlung kranker Familienmitglieder werden Salz- und Zuckerlösungen ausgegeben. So wird die akute Gefahr einer Ansteckung sofort eingedämmt.
Welthunger-Index 2009: Simbabwe
Mehr zum Welthunger-Index 2009
Nothilfeprojekt der Welthungerhilfe in Simbabwe
Mit sauberem Wasser gegen die Ausbreitung von Epidemien
Welthungerhilfe in Simbabwe
Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

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Projektort
- Mashonaland
- nördliche Midlands
- Nord-Matabeleland
Projektlaufzeit
Mai 2008bis August 2010
Finanzierung
ECHO
Schwerpunkte
- Nahrungsmittel
- Trinkwasser
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