Nothilfe in Simbabwe: Sauberes Wasser verhindert Ausbreitung von Epidemien

Bis weit in die neunziger Jahre hinein galt Simbabwe als eines der gut entwickelten afrikanischen Länder. Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus florierten und sorgten für ein stabiles Wirtschaftswachstum. Die Infrastruktur war verhältnismäßig gut ausgebaut und das Bildungsniveau hoch. Seit Anfang 2000 haben sich die Lebensbedingungen in Simbabwe jedoch massiv verschlechtert. 2010 belegte der südafrikanische Staat im Human Development Index den letzten Rang von allen 169 untersuchten Staaten. Die öffentlichen Infrastruktureinrichtungen - Straßen- und Wegenetz, Strom- und Wasserversorgung - zerfallen. Cholera-Ausbrüche und andere wasserbedingte Epidemien sind eine ständige Gefahr für die Menschen.

Frau in leerem
Wasserloch. Mit Wasser-Nothilfe-Teams gegen die Cholera
Die Welthungerhilfe kämpft gegen die Ausbreitung der Cholera in den nördlichen Provinzen Simbabwes. Rund 310.000 Personen wurden bereits von ihr unterstützt. Zunächst baute die Welthungerhilfe im Juli 2008 ein Wasser-Nothilfe-Team auf. Sobald in einer Region ein Verdacht auf Cholera besteht, überprüft ein Team den Vorfall. Bestätigt sich der Verdacht, wird sofort ein Lastwagen mit Instrumenten zur Reinigung des Wassers in die betroffene Region entsendet. Die Teams stellen Trinkwassertanks auf und installieren Wasserpumpen zur Befüllung. Die Bevölkerung wird durch Aufklärungsarbeit informiert und erhält Tabletten zur Wasserentkeimung. Um kranke Familienmitglieder zu behandeln, werden Salz- und Zuckerlösungen ausgegeben. So wird die akute Gefahr einer Ansteckung sofort eingedämmt.
Anfang April 2010 wurden im Distrikt Kadoma insgesamt 59 Fälle von Choleraerkrankten festgestellt und in einem sofort einsatzbereiten Behandlungscamp betreut. Neben der medizinischen Behandlung mobilisierte die Welthungerhilfe auch 50 Freiwillige. Diese Freiwilligen informierten die Bevölkerung mit einer Tür-zu-Tür-Gesundheitskampagne. So konnte die weitere Verbreitung der Krankheit erfolgreich eingedämmt werden.
Zusätzlich zu diesem Projekt der Cholera-Nothilfe rehabilitiert die Welthungerhilfe in einem weiteren Projekt mit Hilfe des Kofinanzierers ECHO Wassersysteme in ländlichen Kliniken der Region. Auch die Wasserversorgung der Schulen in der Region ist hierdurch gesichert.
Welthunger-Index 2011: Simbabwe
Nothilfeprojekt der Welthungerhilfe in Simbabwe
Mit sauberem Wasser gegen die Ausbreitung von Epidemien
Welthungerhilfe in Simbabwe
Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

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Projektnummer
ZWE 1051
Projektort
- Mashonaland
- nördliche Midlands
- Nord-Matabeleland
Projektlaufzeit
September 2009 bis Oktober 2011
Finanzierung
ECHO
Schwerpunkte
- Nahrungsmittel
- Trinkwasser
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