Uganda: Bessere Lebensbedingungen für die Rückkehrer in Norduganda

Nach 20 Jahren Bürgerkrieg müssen die Menschen erst wieder lernen, wie sie als Landwirte arbeiten sollten. Hier lernen Bewohner aus Aromo den Anbau in Reihensaat.

Über 20 Jahren litten die Menschen in Norduganda unter dem gewaltsamen Konflikt zwischen der "Lord’s Resistance Army (LRA)" und der ugandischen Armee. Bis Ende 2005 lebten viele Einwohner dieser Region in Vertriebenenlagern. Seit der Unterzeichnung des Waffenstillstandabkommens Mitte 2006 kehren immer mehr Menschen in ihre Dörfer zurück.

Die Welthungerhilfe arbeitet seit 1980 in Uganda. Nach der Nothilfe unterstützte sie in zwei Distrikten Rückkehrer aus den Flüchtlingslagern bei der Wiedereingliederung. In diesem anschließenden Projekt geht es darum, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Distrikten Lira und Otuke in der Lango Region Nordugandas nachhaltig zu verbessern. Insgesamt werden etwa 124.000 Menschen von den Aktivitäten der Welthungerhilfe profitieren.

Die Menschen erfahren auch vieles über Viehzucht. Hier ein Ziegenzuchtprojekt in Adwari.
Die Menschen erfahren
auch vieles über Viehzucht.
Hier ein Ziegenzuchtprojekt
in Adwari.
Die Welthungerhilfe setzt an mehreren Stellen an, um die landwirtschaftliche Produktion und damit die Versorgung der Menschen zu verbessern: Nach der Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Werkzeugen, sorgt sie durch Trainings und Schulungen dafür, dass die Bauern erfahren, wie sie ihre Ressourcen effizienter nutzen und neue Anbaumethoden und Möglichkeiten der Weiterverarbeitung anwenden. Auch wie sie Vieh - vor allem Ziegen und Schweine - gesund und effektiv züchten, wird ihnen vermittelt.

Viele von ihnen konnten sich durch das Leben in den Vertriebenenlagern notwendiges Wissen und Können vor allem im landwirtschaftlichen Bereich nicht aneignen. Jetzt haben sie beispielsweise gelernt, wie sie ihr Saatgut selbst vermehren oder wie sie ihre Ernten sicher lagern können.

Hier wird die neue Wasserstelle in Aromo genutzt.
Hier wird die neue
Wasserstelle in Aromo
genutzt.
In der Region ist weiterhin auch der Wiederaufbau der Infrastruktur wichtig. Hier gilt es vor allem die Trinkwasserversorgung und die Hygienesituation in den Dörfern zu verbessern. Dabei werden gemeinsam mit der Bevölkerung alte Brunnen instand gesetzt und neue Brunnen gebaut. Um die Funktion der Brunnen nachhaltig zu sichern, werden gezielt Nutzergruppen aufgebaut.

Gleichzeitig fördert die Welthungerhilfe die Vernetzung der Bauern untereinander. Denn durch Feldbesuche und gemeinsame Planungen zur Umsetzung neuer landwirtschaftlicher Praktiken wird nicht nur wertvolle Erfahrung ausgetauscht, sondern auch die dörfliche Gemeinschaft und damit die Stabilität der Region gestützt.

Euro

Letzte Änderung an dieser Seite: 03.04.2011

Welthunger-Index 2011: Uganda

16.7 kritisch
wenig Hungergravierend

Nord-Uganda-Konflikt

Seit 1986 schon dauern die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Lord Resistance Army (LRA) unter der Führung von Joseph Kony und der ugandischen Armee an. Seitdem wurde fast die gesamte Bevölkerung der ländlichen Gebiete in Norduganda intern vertrieben.

Mathematik auf dem Acker: Wie ein Bauer zum Maurer wird

Ogur, das Millenniumsdorf der Welthungerhilfe in Uganda

 

Projektnummer

UGA 1032-10

Projektdauer

1.10.2010 bis 30.9.2013

Projektort

Distrikte Lira und Otuke

Schwerpunkt

Ernährungsicherung

Kofinanzierung

BMZ

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