Bahr al-Ghazal: Im Nordosten des neuen Staates

Die Ressourcen im Südsudan sind knapp. Viele Rückkehrer leiden unter dem Mangel.
Die Ressourcen im Südsudan sind knapp. Viele Rückkehrer leiden unter dem Mangel.

Das Gebiet Northern Bahr al-Ghazal im zukünftigen Südsudan ist bekanntes Terrain für die Welthungerhilfe. Die Region ist ebenso wie ihre Nachbargebiete durch den langjährigen Bürgerkrieg geprägt. Die Welthungerhilfe war mit kurzen Unterbrechungen von 1993 bis 2009 in ihr zugänglichen Regionen im südlichen Sudan tätig. In den Nothilfeprojekten wurden Nahrungsmittel, Saatgut und landwirtschaftliche Geräte verteilt. Außerdem erhielten die Menschen Unterstützung in Erhalt und Förderung der Gesundheit ihrer Tiere. Seit Januar 2011 ist die Welthungerhilfe wieder im Südsudan als Hilfsorganisation registriert. Gemeinsam mit dem Alliance2015-Partner Concern leistet die Welthungerhilfe nun medizinische Grundversorgung. Außerdem werden Wasserkanister, Chlortabletten zur Wasserreinigung und Zeltplanen an die Rückkehrer verteilt.

Die Armut ist indes sehr hoch: Neun von zehn Südsudanesen leben unterhalb der Armutsgrenze. Die große Zahl der Rückkehrer verschärft die Situation um die knappen Ressourcen wie Wasser, Land und Nahrungsmittel. Auch die Höhe der Einnahmen aus dem scheinbar neu gewonnen Ölreichtum ist unklar: Zwar befinden sich 75 Prozent der sudanesischen Ölvorkommen im Süden,  doch liegt der Zugang zum Meer – und damit die Möglichkeit zum Export des Öls – im Norden. Somit wird der Süden sich auch weiterhin im Ölgeschäft mit dem Norden auseinandersetzen müssen.

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Letzte Änderung an dieser Seite: 08.07.2011

Bucay Deng arbeitet mit der Welthungerhilfe im Südsudan und berichtet zu den aktuellen Entwicklungen in unserer Online-Community 123WIR.org.
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