Humanitäre Hilfe

Humanitäre Hilfe bedeutet Sofort- und Überlebenshilfe für Opfer von Kriegen und Naturkatastrophen. Im Vordergrund steht die unmittelbare Linderung des Leidens, etwa durch Verteilung von Nahrungsmitteln, Decken und Zelten, Sicherung des Trinkwassers und medizinischer Versorgung. Entwicklungshilfe verfolgt längerfristige Ziele und setzt stärker auf die Nutzung einheimischer Mittel.

In der Phase des Wiederaufbaus und in lang andauernden Kriegen kann die Abgrenzung schwierig sein. Einen großen Beitrag zur humanitären Hilfe leisten Organisationen aus dem betroffenen Land, gerade in Naturkatastrophen. Internationale humanitäre Hilfe wird überwiegend von Geberstaaten finanziert und von UN-Organisationen, dem Roten Kreuz oder nichtstaatlichen Organisationen verteilt, zum Teil mit Hilfe einheimischer Partner.

Der größte Teil der internationalen humanitären Hilfe wird in Kriegen und Bürgerkriegen geleistet. Dort müssen Flüchtlinge und Vertriebene sowie Opfer von kriegsbedingten Hungersnöten versorgt werden.

Humanitäre Hilfe ist anders als Entwicklungshilfe dem Prinzip der Neutralität verpflichtet: Sie vermeidet jede Begünstigung einer Gruppe und befasst sich nicht mit den Ursachen von Konflikten und ihrer Beilegung. Dies soll bewirken, dass alle Kriegsparteien die Hilfe zulassen. Hierzu sind sie nach dem humanitären Völkerrecht verpflichtet. In Bürgerkriegen, in denen die Vertreibung oder Ermordung von Zivilisten ein Kriegsmittel oder Kriegsziel ist, wird humanitäre Hilfe jedoch oft behindert.

Die Welthungerhilfe beteiligt sich als Partnerorganisation an dem EU Projekt "Raising the Bar: Enhancing Transatlantic Governance of Disaster Relief and Preparedness". Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:

www.disastergovernance.net (engl.)

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