Dann spricht man von Hunger

Zubereitung von Essen in Burkina Faso. © Grossmann
Zubereitung von Essen in Burkina Faso.
© Grossmann
Von Hunger spricht man, wenn über längere Zeit zu wenig zu essen da ist, um das Körpergewicht zu erhalten und leichte Arbeit zu leisten. Hierzu sind durchschnittlich etwa 1800 bis 1900 Kilokalorien pro Tag nötig; weniger führt zu Unterernährung. Diese ist oft nicht äußerlich sichtbar, vermindert jedoch die Leistungsfähigkeit und die Abwehrkräfte gegen Krankheiten und kann bei Kindern die körperliche und geistige Entwicklung schwer beeinträchtigen.

Auch bei ausreichendem Kalorienangebot kann ein Mangel an bestimmten Mineralien oder Vitaminen Schäden nach sich ziehen. Der Anteil der Hungernden ist besonders hoch in Afrika südlich der Sahara (22 Prozent) und Südasien (23 Prozent).

 

Bevölkerungswachstum und ungünstige landwirtschaftliche Bedingungen für die  können zu Hunger beitragen, erklären ihn jedoch nicht. Das gilt auch für Ausnahmezustände: Große Hungersnöte, die meist von Kriegen oder Wetterextremen ausgelöst werden. Sie können auch auftreten, wenn im betroffenen Land genügend Nahrung vorhanden ist. Entscheidend ist, ob alle Menschen Zugriff darauf haben.

Hungern müssen Menschen, die weder genug Nahrung produzieren, noch kaufen, noch ihren Anspruch darauf, etwa politisch, geltend machen können. Hunger trifft überwiegend Menschen in tiefer Armut und mit einer schwachen sozialen Stellung. Minderheiten, Frauen und Kinder sind besonders betroffen.

Letzte Änderung an dieser Seite: 21.10.2009
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