So fördert die Welthungerhilfe Hygiene und Gesundheit

Wasserpumpe im Millenniumsdorf Sodo: Sauberes Wasser ist gesundes Wasser. © Grossmann
Wasserpumpe im Millenniumsdorf Sodo: Sauberes Wasser ist gesundes Wasser. © Grossmann

Die Bevölkerung in den Städten wächst stetig. Die Wasser- und Sanitärversorgung nimmt jedoch nicht im gleichen Maße zu. Das bedeutet, dass nicht alle Einwohner Zugang zu sauberen Trinkwasser- und Sanitäranlagen haben. Von den rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde lebt etwa die Hälfte in Städten - Tendenz steigend.

Oft ist die mangelhafte Wasserversorgung auf dem Land ein Grund, warum Menschen in die Städte abwandern. Sie hoffen, dort bessere Bedingungen vorzufinden. Die Wirklichkeit sieht häufig anders aus: In den Wohngebieten oder Slums sind die Lebensumstände insgesamt noch schlechter als auf dem Land. Um die  Abwanderung aus dem ländlichen Raum einzudämmen, kämpft die Welthungerhilfe gegen die Probleme im Wasser-, Sanitär- und Hygienebereich (WASH).

Die Wassersituation ist in vielen Entwicklungsländern schwierig. Vielerorts müssen Menschen stundenlang zu Wasserstellen laufen. Im Extremfall schöpfen sie sogar Wasser aus Pfützen, Sandlöchern oder Viehtränken. Diese stehenden Gewässer sind oft verunreinigt und gesundheitsgefährdend. Wer ihr Wasser nutzt, kann Krankheiten wie Typhus, Ruhr oder Cholera bekommen. Zudem leben hier Krankheitsüberträger wie Malaria-Mücken. Besonders für Säuglinge und mangelernährte Personen kann eine derartige Erkrankung tödlich sein.


Sauberes Wasser für ein gesundes Leben

Verbessert man also den Zugang sowie die Qualität des Wassers, kann der Gesundheitszustand der Menschen verbessert werden. Dies versucht die Welthungerhilfe durch ihre WASH-Projekte. Konkret baut sie auf dem Land in Afrika und Asien beispielsweise Toilettenanlagen und Handwascheinrichtungen. Kindern wird von klein auf richtiges Hygieneverhalten beigebracht und auch Erwachsene können Hygieneschulungen besuchen.

In ländlichen Gebieten stellt die Welthungerhilfe sauberes Wasser aus Grund-, Oberflächen- und Regenwassersystemen zur Verfügung. Außerdem werden dort neue Quellen erschlossen und Wasser verteilt. Die Aktivitäten im Wasser- und Sanitärbereich erfolgen gemeinsam mit der Bevölkerung und in Absprache mit lokalen Gemeinden, Politikern sowie der Privatwirtschaft.

Derzeit führt die Welthungerhilfe 21 Projekte im WASH-Sektor mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro durch. Regionaler Schwerpunkt ist der ländliche Raum im südlichen und östlichen  Afrika, wie zum Beispiel Äthiopien. Aber auch nach Katastrophen ist schnelle Hilfe im WASH-Bereich überlebensnotwendig. So brauchen die Flutopfer in Pakistan dringend sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen.

Euro

Letzte Änderung an dieser Seite: 21.03.2011
© Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz