Millenniumsdorf Gandhiji Songha in Indien:

Den Boden zurückgewinnen

Für die Landbevölkerung im Nordosten Indiens sind Klimakatastrophen Alltag: Zunächst reißt die Hitze der Dürren das Erdreich auf. Wenn dann Wassermassen das Land überschwemmen, verlieren die Menschen den Boden unter den Füßen. Die Erosion trifft Bäuerinnen und Bauern, aber auch die landlosen Tagelöhner, die auf Arbeit hoffen.

 

Besonders Mädchen werden oft noch benachteiligt. Der Schulbesuch in Gandhiji Songha soll für alle Kinder möglich sein. © Rechenburg
Besonders Mädchen werden oft noch
benachteiligt. Der Schulbesuch in Gandhiji
Songha soll für alle Kinder möglich sein.
© Rechenburg
In Indien wohnen über eine Milliarde Menschen, aber nur ein Bruchteil erlebt das Wirtschaftswachstum des Landes als Verbesserung ihrer Lebensumstände. Nicht nur die Landwirte Gandhiji Songhas kämpfen um ausreichende Ernten und oft um ihr eigenes Überleben: Im siebtgrößten Staat der Welt sind viele TagelöhnerInnen abhängig von der Feldarbeit. Vor allem wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen machen zahlreichen Menschen das Leben schwer.

In der Dorfgemeinschaft Gandhiji Songha ist Bodenerosion ein zusätzliches Problem: In den vergangenen Jahren wurden große Waldflächen abgeholzt. Natürliche Wasserspeicher wurden vernichtet; nun überspülen Fluten von Regenwasser ungebremst das Land. Dadurch geht wertvolles Erdreich verloren und der Ertrag der Äcker sinkt. Wenn die BäuerInnen nicht mehr von ihrem Land leben können, finden die landlosen Menschen erst recht keine Arbeit. So sind 60 Prozent der Menschen unterernährt, viele Kinder erleben ihren fünften Geburtstag nicht. 


Dies soll sich nun ändern: Die EinwohnerInnen von acht Dörfern haben sich zusammengeschlossen und werden als Millenniumsdorf von der Welthungerhilfe unterstützt. Sie haben gemeinsam einen Plan aufgestellt, mit dem sie in den nächsten fünf Jahren ihr Leben verbessern wollen. Seither arbeiten die Welthungerhilfe und eine Partnerorganisation mit den Frauen und Männern von Gandhiji Songha zusammen an der Eindämmung der Bodenerosion, der Unterstützung der Landlosen und der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion.

Millenniumsziele geben Halt und Zukunft
Die Millenniumsziele wurden mit der Absicht formuliert, allen Menschen dieser Erde eine Chance auf selbstbestimmte Entwicklung zu ermöglichen. Die Menschen von Gandhiji Songha lernen nun beispielsweise, wie sie ihre Felder einfassen und Bäume pflanzen, damit die Erde nicht weggeschwemmt wird. Die Landlosen erhalten Kleinkredite als Startkapital für eigene Unternehmungen. So werden die Millenniumsziele in die Tat umgesetzt. Und nur so haben die Menschen Gandhiji Songhas eine Chance auf selbstbestimmtes Leben und Arbeiten.

Letzte Änderung an dieser Seite: 19.08.2008
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Fakten:

Durchführung: Partnerorganisation Kalyan gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Millenniumsziele: 1, 2, 3, 4, 7

Kooperationspartner: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG)

Fortschritte

Das haben wir bisher im Millenniumsdorf Gandhiji Songha geleistet (stetig aktualisiert)

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Menschen aus dem Millenniumsdorf Gandhiji Songha: Berichte und Porträts

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